Sicherheit!

Manche Internetservices übertreiben es arg mit der Sicherheit. Ich bin bei einem Panel registriert, da muss ich
– alle paar Tage ein neues Passwort generieren
– das geht erst nach einer Sicherheitsfrage
– mit dem neuen Passwort kann ich mich trotzdem nicht einloggen
– denn man schickt mir noch ein Einmalpasswort zu
– zum Schluss muss ich noch ein Bilderrätsel lösen
– „schon“ fertig.

Naja, nicht ganz, denn wollte ich von da aus zum Prämienshop wechseln,
– muss ich mein Geburtsdatum angeben, aber nicht in normal, sondern in rückwärts und mit Bindestrichen
– bekomme ich noch ein Einmalpasswort
– und „schon“ bin ich drin.

Ächz.

Das Aktualisierungsdilemma

Eigentlich habe ich ja was dagegen, bei jedem Klick im Internet ausgewertet und mit passender Werbung versehen zu werden. Ich habe das Gefühl, dann entgeht mir was, was ausserhalb meiner Blase stattfindet. Als vielseitig interessierter Mensch will ich neues erfahren, über meinen Tellerrand blicken (dürfen) und mich weiterentwickeln.
Wird mir immer wieder derselbe Content inkl. Werbung untergejubelt, fühle ich mich tatsächlich bevormundet und eingeengt.

Nicht zuletzt deshalb, und weil ich das tracken an sich nicht so dufte finde, lösche ich den Browserverlauf bei jedem Verlassen desselbigen.
Und lösche auch ab und zu den Verlauf der angesehenen Videos auf Youtube. Immer dann, wenn ich das Gefühl habe, ich dreh‘ mich inhaltlich im Kreis.

So auch gestern. Seitdem bekomme ich russisch-sprachigen und chinesisch-sprachigen Content, okay, den kann ich quasi unbesehen wegwerfen.
Bei deutschsprachigen Videos ist das schon etwas anders. Manchmal lässt einen der Titel schon erahnen, wes Geistes Kind die Erstellerin ist, manchmal sieht man bereits auf dem Titelbild, welche Personen sich da effektheischend echauffieren wollen, manchmal kenne ich die Propagandisten schon. Das kann alles ziemlich schnell weg.
Manchmal jedoch ist das nicht so eindeutig. Dann mache ich mir die Mühe, rufe das Video auf, spiele es aber nicht ab, sondern schaue in die durchaus verräterischen Kommentare:
blaue Herzchen – kann weg
man macht sich übers gendern lustig – weg
irgendein Honk schreibt abfällig über woke Linke, ARD und ZDF und bekommt dafür likes – alles weg
Manchmal lasse ich einen Daumen runter da, oft aber ist mir das insgesamt zu dämlich, für solch miefigen Mist noch mehr Zeit zu verplempern.

Das ist eben die Kehrseite des Empfehlungsbots – man muss ihn jedesmal wieder neu trainieren.

Worüber ich mir Gedanken mache

– Erkranken die Menschen weniger an Diabetes? (Warum? Einer meiner Aktienfehlkäufe, ein Unternehmen, das Geräte zur Insulinverabreichung herstellt, hat heute mal wieder einen Verlust von 9 % hingelegt.)

– Sollte ich mal wieder zur Friseurin gehen? Haare ab? Und schlohweisse Haare?

– Wieso gucken sich so verdammt viele Menschen „Reaction“-Videos bei Youtube an? Es scheint da so einige Gruppierungen zu geben, wo man sich darüber immer wieder gegenseitig beharkt.
Ich habe mir ein paar dieser Videos versucht anzusehen, manche als Lifestream, manche bearbeitet, aber wahrscheinlich habe ich keine Ahnung, worüber man sich da in epischer Breite beklagt, denn ich konnte mir kein Video bis zum Ende angucken. Wer wen warum verleumdet, verklagt, belügt, verfolgt, belästigt, und ob zu Recht oder nur zum eigenen Ruhme – das war weder informativ noch unterhaltsam.
Ausserdem sollte ich wohl mal wieder meinen Verlauf löschen, der vorgeschlagene Content wird ziemlich langweilig, weil nur noch Dashcam- und Karen-Videos angezeigt werden.
Dabei habe ich wirklich nicht so viele davon gesehen, dass man das als Lieblingscontent bezeichnen könnte. Ich schwör‘. 😉

– Wieso schüttet ein thesaurierender ETF plötzlich eine Dividende aus?

Reger Mailverkehr

Ich habe tatsächlich eine Anfrage wegen des falschen E-Bons gestellt. Seitdem stehe ich im regen Mailverkehr mit inzwischen 3 (oder 4?) verschiedenen Mitarbeiterinnen.

Erst bekam ich eine automatische Antwort.

Mail Nr. 2 von Mitarbeiterin Nr. 1 teilte mit, dass man mein Anliegen an die zuständige Fachabteilung weitergeleitet hätte.

Mail Nr. 3 von Mitarbeiterin Nr. 2 fragte nach der Adresse des Marktes, in dem das Malheur passiert sei.

Mail Nr. 4 von Mitarbeiterin Nr. 3 fragte nach der Kundennummer der Payback Karte und nach dem Beleg.

Ich weiss jetzt nicht mehr, wonach man noch fragen könnte, ausser meiner Augenfarbe habe ich hoffentlich in den vergangenen 3 Tagen alle relevanten Informationen, immer schön peu à peu, beigebracht.
D.h. ich erwarte, in der nächsten Mail tatsächlich eine Stellungnahme zu erhalten. Die wahrscheinlich nach einem technischen Problem klingen wird. Aber wenigstens habe ich es dann versucht. 😉

Eines muss man löblich vorab erwähnen, egal, was am Ende herauskommt: die Reaktionszeiten sind gut.

Papierlos, Kartenlos, orientierungslos

Ich versuche ja, beim einkaufen soviel Müll (Verpackungsmüll, Papiermüll etc.pp.) wie möglich zu vermeiden. Dafür habe ich mich z.B. für den E-Bon gemeldet und nutze auch die App (wenn denn das Internet im Laden funktioniert), um dort hinterlegte Sonderangebote zu nutzen, Punkte zu sammeln usw.
Beim E-Bon werden die Belege per E-Mail zugeschickt. Jetzt habe ich mal die E-Bons des vergangenen Monats durchgesehen, Haushaltsbuch sei Dank. Und festgestellt, dass man mir einen Fremdbon untergejubelt hat.

So ein Zeug, u.a. Wurst, pfui, habe ich nie im Leben gekauft.
Mit Girocard zahle ich momentan nur, wenn ich auch Geld abheben will. Habe ich aber nicht.

Ob ich mal bei Rewe fragen sollte, wie sowas zustande kommt? So ganz sicher scheint das System ja nicht zu sein …

Handwerkerautos auf der Strasse

Meiner Beoabachtung nach haben Handwerker es im Auto immer ähnlich eilig wie Taxis, egal, ob es zum Frühstück, zum Kunden oder in den Feierabend geht.
Und da die Transporter meistens schon etwas – ich sag‘ mal – abgewirtschaftet sind, kommt es auf die ein oder andere Beule oder Kratzer offensichtlich nicht an. Anders kann ich mir weder den riskanten Fahrstil noch die Parkbuchtenbelegung erklären.

Heute morgen hatte ich wieder so ein Exemplar, der meinte, in einem Affenzahn auf der Landstrasse, in der 70er Zone bei Überholverbot gleich 2 Autos überholen zu müssen.
Übrigens nur, um an der Ampel, die die Landstrasse zu einer einspurigen Strasse macht, genau so warten zu müssen, wie alle anderen auch.

Der Typ hing weiterhin dem Vorderauto an der Stossstange, konnte aber nicht mehr überholen, weil zu viel Gegenverkehr. Und so sah ich ihn dann später fast gleichzeitig dort ankommen, wo ich auch hinwollte.

Das seltsamste überhaupt: ich kenne den Betrieb. Also vom telefonieren her. Denn ich hatte mich schon einmal für ein Angebot mit dem Meister verabredet. Wobei er zu dem Termin nicht erschien und auch telefonisch nicht erreichbar war.
Vielleicht hatte er ja aufgrund der Fahrweise einen Unfall …

Geschäftsbericht

„Meine“ Märkte haben seit letzter Woche im allgemeinen etwas nachgegeben.

Bis auf Air Liquide, die Franzosen haben in den letzten 3 Tagen ordentlich zugelegt, so um 10 % herum.
Da ich inzwischen ein paar deren Aktien als registered shares (= auf meinen Namen eingetragene Aktien) halte, bekomme ich jeden Monat Unternehmensnachrichten – und nach einer gewissen Haltedauer auch einen Bonus.
Gestern kam jedenfalls wieder eine E-Mail mit dem Geschäftsbericht 2023. Gelesen habe ich ihn noch nicht, aber er muss so positiv aufgenommen worden sein, dass man seitdem Aktien kauft, was den Kurs nach oben treibt. 🙂

Ausserdem wurde eine Dividende von 3,20 € / Aktie angekündigt, vorbehaltlich der Zustimmung auf der Hauptversammlung im April, was einer Steigerung von über 8 % entspricht.
Das wird sicher auch Anlegerinnen motivieren, vor dem Ex-Dividenden Tag noch ein paar Aktien zu kaufen.

Einmal Graben bitte

Ich weiss nicht, ob es so glatt, so regennass, so dunkel, so abgelenkt, so keine Ahnung ist, jedenfalls, heute morgen fuhr ich schon wieder an einem Auto vorbei, dass im Graben neben der Strasse gelandet war.
In einer 30er Zone, es ging schnurgerade bergab.

Apropos, mein Telematik Score liegt dank Bremserei nur noch bei 85, schniff. Inzwischen beschleunige ich im Schneckentempo und bremse bei bekannten Ampeln, Kreuzungen etc. schon hundert Meter vorweg ab, um möglichst sanft auszurollen. Alles zur Freude der hinter mir fahrenden Drängler. 😉

SPAM, Phishing, Hack per Google Doc, oder so

Meistens leere ich das SPAM-Postfach, ohne einen Blick reinzuwerfen.
Heute habe ich geworfen, und tatsächlich eine irrtümlich als Junk deklarierte Mail gesehen. Sowie eine SPAM-Nachricht, deren Masche neu für mich ist.
Und verwirrend. Aber lest selbst:

SPAM, Phishing, Hack, Trojaner

– Also, ein Kommentar in einem Google Doc –> welches Doc? Oder doch eine Privatnachricht?
– Absender eine Dame von einer Firma, die es gar nicht gibt.
(BTW, wenn es mich auch nicht geben sollte, muss ich das sofort löschen, wurde ich aufgefordert. 😉 )
– Ich habe an einem Online Wettbewerb teilgenommen –> welcher Wettwerb?
– und den zweiten Preis gewonnen –> welcher Preis?
– Ich bin nicht erreichbar, vielleicht für immer, vielleicht aber auch nur vorübergehend. Wenn ich diese E-Mail lese, bin ich dann wohl eher wieder erreichbar. Ansonsten nicht.
– Damit ich das Paket unbekannten Inhaltes bekommen kann, soll ich auf einen Link mit einem Macro klicken. Mit einem Macro!
– Und Angaben bestätigen, die ich angeblich schon gemacht habe.
– Falls ich nicht innerhalb von 24 Stunden antworte, fallen Lagergebühren an. Lagergebühren!
– Wenn ich meine Angaben nicht bestätigen will, soll ich wenigstens auf den Link mit Macro klicken, um den Versand zu organisieren.
(Und ich dachte immer, das obliegt der Versenderin, ich Dummerchen.)
– Überhaupt habe ich nur bis zum nächsten Mittag Zeit. Egal, wann und wie oft die E-Mail bei mir landet, nur bis zum nächsten Mittag!
– Ach, die Dame arbeitet sogar für Amazon, gar nicht für die Firma aus der Absenderadresse, die es gar nicht gibt? Sapperlot!

Immer die Hälfte

Und noch eine Userin, die einen Artikel kaufen möchte. An sich gut, aber wenn man etwas auf VB verkauft, scheint es Usus zu sein, erstmal nur die Hälfte des Preises zu bieten und vermeintlich mit „ich hole sofort ab“ irgendwelchen Druck aufbauen zu können, dass man überstürzt reagieren müsse.

Da ich zwischendrin auch arbeiten muss und nicht Tag und Nacht am Handy hänge, klappt das schonmal nicht.
Ausserdem gibt es grundsätzlich ein Gegenangebot – das nennt man verhandeln …

In der Regel hat sich die Anfrage damit erledigt. ;P
Man hat heutzutage digital weder Zeit zu verschwenden, noch Lust auf eine mehrsätzige Kommunikation.