Social Media Abstinenz

Es ist vollbracht: die Twitter-App wurde von Smartphone und Tablet gelöscht. Ging ganz leicht und tat auch gar nicht weh.

Wenn ich so darüber nachdenke, tauchen auch alle anderen Social Media Apps seit einigen Wochen nicht mehr so arg häufig im Alltag auf.
Instagram rufe ich ungefähr einmal im Monat auf, Facebook noch seltener, bei Mastodon habe ich seit Monaten nichts mehr gepostet.

Bei Twitter hat es eindeutig mit den Typen zu tun, die ihre unterirdischen Kommentare unter wirklich jeden Tweet rotzen müssen, bei den anderen Apps eher damit, dass ich mich nach dem Tod des letzten Menschen aus der älteren Generation neu sortieren musste, bzw. immer noch muss.
Hinzu kommt: ab einem gewissen Alter macht man sich dann zusätzlich Gedanken ums eigene gebrechlich werden. Wie wird man leben? Wo? Wer kann oder muss einen unterstützen? Wie soll man das alles bezahlen? Oder endet man geistig verfallen in einem Pflegeheim, in dem das Pflegepersonal so überlastet / überfordert ist, dass man nichts lieber täte, als zu sterben?

Es wird wohl Zeit, dass ich mein Testament mache bzw. das existierende ändere; und eine Patientenverfügung.

Glücklich sein

Die neue Wochenaufgabe für die Nutzung der KI lautet, sich bei den Vorsätzen und Zielen für 2024 unter die Arme greifen zu lassen.
Mangels eigener Vorsätze musste ich die KI erst einmal fragen, was die Bevölkerung sich denn so üblicherweise vornimmt.
Neben den üblichen Ideen wie abnehmen und mehr Sport präsentierte diese auch: glücklich werden.

Das nehme ich.

Ist natürlich eher satirisch gemeint.
Wie kann man sich denn glücklich werden vornehmen?
Ist das nicht eher eine momentane Empfindung, die sich aus einem Konglomerat an Umständen ergibt, die sich in dieser Konstellation höchstwahrscheinlich weder dauerhaft halten noch ständig wiederholen wird?

Und ist ständiges glücklich sein überhaupt erstrebenswert und erreichbar?
Sollte man sich nicht realistischere Ziele setzen?
Oder ist der Weg – glücklich werden – das Ziel, und nicht das glücklich sein an sich?
Fragen über Fragen.

Unverhofft frei

Gestern abend kam per Katwarn (!) eine Meldung, dass heute von 6 Uhr früh bis 14 Uhr eine Grossdemo der Bauern angeneldet sei, die auf dem Schützenplatz enden und jede Menge Verkehrsbehinderungen mit sich bringen soll.

Heute morgen soll sich der Stau auch tatsächlich bis zu uns ins Dorf hinein gezogen haben. Wir wohnen ja oberhalb und können quasi bis zur Landstrasse gucken. Da auch die Autobahn blockiert wurde, hat sich dieser Verkehr natürlich zusätzlich auf unsere Strasse ergossen und das Verkehrschaos vergrössert.
Und entweder gab es einen Unfall, oder die Polizei war routinemässig unterwegs, jedenfalls wurde auch Blaulicht gesichtet.

Ich habe mir dann heute ganz spontan einen Tag Urlaub genommen. 😏

BTW, auf der Suche nach aktuellen, örtlichen Verkehrsnachrichten bin ich zufällig bei TikTok gelandet. Das muss inhaltich bzw. kommentarmässig so ähnlich unterirdisches Niveau wie Telegram haben, was ich so beim flüchtigen drübersurfen gelesen habe. Lauter rechtes Gesox …

Asset Allokation

Wie alle habe ich den Jahresanfang genutzt, um mal einen kritischen Blick ins Depot zu werfen.
Obwohl ich das natürlich immer im Blick habe, täglich sozusagen. Man empfiehlt zwar, als Investorin nicht immer zu den Kursen zu schielen, damit man keine unüberlegten Verkäufe tätigt, wenn es mit einer Aktie mal bergab geht, aber die letzten 3 Jahre haben gezeigt, dass ich das aussitzen kann.
Bzw. immer noch aussitzen muss, bei einigen meiner Werte jedenfalls, die sich auch letztes Jahr nicht wesentlich erholt haben.

Einige Positionen wie Adobe und Meta haben eine gute Aufholjagd hingelegt, da habe ich einen Teil sogar mit gutem Gewinn verkaufen können, um in Aktien zu investieren, die Dividende zahlen, da ich mein Portfolio in diese Richtung umstellen wollte.
Es bleiben jedoch immer noch Aktien wie BASF, Tesla, Etsy, Insulet, die ich gerne loswerden will.

Bei Insulet habe ich den Zeitpunkt verpasst, mit Gewinn zu verkaufen, die haben zum Jahresbeginn erstmal wieder kräftig verloren ..

Nicht zuletzt deshalb habe ich mich gestern dazu aufgerafft, alle Kandidatinnen mit einer Limit Order zum Verkauf zu stellen, gültig bis Dezember 2024.
Limit Order immer so kalkuliert, dass wenigstens ein kleiner Gewinn übrig bleibt. Ob eine dieser Order überhaupt ausgeführt werden kann, bleibt abzuwarten. Schliesslich haben sie sich in den vergangenen 2-3 Jahren nicht durch gute Performance ausgezeichnet.
Aber ich bin ja geduldig. 🙄

Ach ja, das Gold ETC habe ich etwas aufgestockt. Sowas gehört zu einem diversifizierten Portfolio dazu, das idealerweise aus einem Mix aus Aktien, Immobilien, Festgeld/Tagesgeld und eben Gold, Silber o.ä. bestehen sollte. Manche propagieren auch Wertgegenstände, teure Autos, Uhren, Kunst, sowas in der Richtung. Das ist mir viel zu spekulativ; und zu teuer. Solche Spielereien gubt mein Portemonnaie nicht her. 😜

Papier in Plastik eingeschweisst – WTF?

Ich hatte Büromaterial bestellt, u.a. einen Karton mit 5 x 500 Blatt Papier.
Der kam sogar früher als geplant, schon heute, so dass ich das Paket auch in Empfang nehmen konnte. Schön.

Weniger schön: der Karton war noch einmal in einen Karton eingpackt. Im Karton selbst dann 5 Pakete à 500 Blatt Papier. Jedes Paket in Plastik eingeschweisst …
Was zum Teufel ist aus der guten, alten, praktischen, umweltfreundlichen Papierhülle geworden?

Ehrlich, wenn ich das gewusst hätte, hätte ich dieses Papier bei einem anderen Unternehmen geordert.
Merkwürdigerweise sieht man auf den Produktbildern die übliche Papierumhüllung, erst im Video, das ich mir vorher nicht angeschaut habe, ist die Plastikverpackung erkennbar.
Perfide finde ich zudem, dass dann noch direkt mit dem Umweltaspekt geworben wird.
Was stimmt mit euch nicht?

Die Post, deine Freundin und Zustellerin

Vor längerem habe ich mich schon einmal hier oder in irgendeinem sozialen Netzwerk beschwert, dass die Post ein Paket fürs Büro einfach ins öffentlich zugängliche Treppenhaus geworfen hat, dort, wo jede vorbeigeht und es praktisch unbeobachtet mitnehmen kann.
Gottseidank hat eine freundliche Seele aus dem Haus uns das Paket vor die Tür gestellt, damit es nicht abhanden kommt.

Über bzw. kurz vor Weihnachten war anscheinend keine freundliche Seele da, oder auch nicht schnell genug. Denn an der Haustür hängt ein Zettel, dass eine Nachbarin ein Paket vermisst, das von der Post als zugestellt markiert wurde, aber bei der Empfängerin nicht angekommen ist.

Ich vermute, dass das Paket, wie schon oft gesehen, einfach ins Treppenhaus gestellt wurde, und eine Besucherin, z.B. der Zahnarztpraxis, es mitgenommen hat.

Liebe Post, so geht das nicht.

Ich zumindest habe niemandem eine Abstellgenehmigung erteilt, das wäre aus den genannten Gründen, öffentlich zugängliches Treppenhaus, auch nicht gerade sinnvoll. Ist niemand anzutreffen oder es nimmt niemand das Paket an, habt ihr gefälligst eine Benachrichtigung in den Briefkasten zu werfen.

Nicht auszudenken, was los ist, wenn z.B. Pakete an die Zahnarztpraxis, die ja nun auch Betäubungsmittel etc. bestellen, für alle zum mitnehmen im Treppenhaus landen würden.

Das Wasser steigt, aber nicht mehr so stark

Es regnet wieder/immer noch.
Durch die letzten relativ trockenen *hüstel* Tage bekomme ich nur noch ein bis zweimal am Tag eine Hochwasserwarnmeldung von Katwarn.
Beim morgendlichen Futtergang für die Vögel durch den Garten fühlte sich der Rasen auch tatsächlich nicht mehr ganz so sumpfig an.
Nichtsdestotrotz, es regnet weiter, es soll ordentlich was runterkommen. Aber Katwarn teilt vorsichtigen Optimismus für den Landkreis Göttingen mit, da der Abfluss aus der Odertalsperre und Södertalsperre gesenkt wurde und trotzdem ausreichend Platz für neues Wasser vorhanden ist.
Nun denn, das hoffe ich natürlich auch für die anderen Gebiete, wo ganze Strassen überschwemmt sind bzw. waren.

Schrullig

Ach, habt ihr gelesen? Der FüllmirdieTaschen Anwalt aus der Querdenkerszene bleibt in U-Haft.
Ich schäme mich fast fremd, dass wir solche Gestalten in Göttingen haben. Ein gewisses Mass an Schrulligkeit in der Bevölkerung kann man ja noch ertragen oder hinnehmen, aber der Typ ist echt zu viel.

Laut Google soll die Kanzlei inzwischen dauerhaft geschlossen sein, die Website ist allerdings noch abrufbar, inklusive einem nicht näher benannten Team an Kolleginnen und Mitarbeiterinnen.
Wer in dieser Kanzlei gearbeitet hat, und nun den Job los ist, weil der Chef unverhofft so eine „Karriere“ hingelegt hat, hat mein Mitgefühl. Manchmal ist es ja nicht abzusehen, wie sich ein Unternehmen entwickelt, oder man schafft nicht rechtzeitig den Absprung.
Dann hat man plötzlich so eine Referenz im Lebenslauf. Für mich eine gruselige Vorstellung.

Blöde Telefonakquise

Ich bin heute den ersten Tag im neuen Jahr im Büro. Eigentlich wollte ich diese Woche noch Urlaub machen, da ich noch viel Resturlaub habe, aber die Zählerstände in den Häusern mussten abgelesen werden, und nur dafür in die Stadt zu gurken hatte ich ja so gar keine Lust.
Also Büro.
Es regnet seit heute nacht, alles ist patschnass, auf dem Weg zur Arbeit war es stockduster – ich wäre lieber im Bett geblieben.
Der Kaffeebecher hat sich unter dem Auslauf wegbewegt, der Kaffee lief ungehindert in die Abtropfschale, die Küchenwaage hat ihren Geist aufgegeben, die Banane fürs Frühstücksmüsli glitschte immer wieder unter der Gabel weg – ich wäre lieber im Bett geblieben.

Da kam mir der Anruf der netten Dame gerade recht, die mich als erstes fragte, ob ich ein wenig Zeit hätte, oder ganz wichtige Sachen zu berechnen (wohl wegen Ingenieurbüro).
Zweiter Satz: ob ich ihr schnell 6 Chefinnenfragen beantworten könnte.
Ich fragte, worum es überhaupt geht, ob sie mir was verkaufen will, sie wich von ihrer „ich will Ihnen nur 6 Chefinnenfragen stellen“ Strategie nicht ab.
Nach drei Nachfragen, worum es geht, wurde es mir zu bunt und ich legte mit den Worten „für so einen Unsinn habe ich keine Zeit“ auf.

Das war schön. 😉 Im Sinne des Frustabbaus.

Sonnenbilanz 2023

Bilanz PV-Anlage für 2023

Da ich gestern den Zählerstnd übermittelt habe, habe ich auch gleich die Gelegenheit ergriffen, Bilanz für die PV-Anlage im abgelaufenen Jahr 2023 zu ziehen.
Da die Sonnen App zu ungenau ist, die Enphase App hinwiederum den Batteriespeicher nicht berücksichtigt, habe ich noch den Zählerstand herangezogen und selbst gerechnet.

Die wichtigste Zahl vorweg: ca. 80 % Autarkie
Insgesamt haben wir 12,44 MWh Strom erzeugt, davon 8760 kWh eingespeist, ergo 3680 kWh selber verbraucht. Dazu kommt der Netzbezug von 919 kWh, ergibt einen Gesamtverbrauch von 4599 kWh.
Wir haben dieses Jahr also auch noch signifikant weniger Strom verbraucht als die Jahre zuvor.
Ich nehme an, das wird nächstes Jahr noch etwas runtergehen, weil Keyboard und Fernseher, Radio und Co. weggefallen sind.

Jedenfalls rechne ich mit einer fetten Erstattung von mehreren hundert Euro, da wir a) die Freistrommenge nicht verbraucht haben, b) die Vorauszahlungen zurückbekommen und c) die garantierte Gewinnbeteiligung für die Netzstabilisierung dazu kommt.