Monatsarchiv für Februar 2014

Einmal jammern bitte

Martina am 26. Februar 2014

Manchmal läuft es nicht ganz so rund, dann muss man sich irgendwo auskotzen, warum nicht hier im Blog? :biggrin:

Letzte Woche bekam ich ein Schreiben von First Data, so’n Unternehmen, das Kreditkartentransaktionen im Auftrag überwacht. Einer meiner Kreditkarten wurde – anscheinend ohne besonderen Grund – auf „Legitimationsprüfung“ gesetzt, was soviel heisst wie, nix geht mehr. Mit der freundlichen Drohung Ankündigung, die Karte komplett zu sperren, falls ich mich nicht melde, wurde ich um Anruf gebeten. Ich rief an, und legitimierte mich mit allerlei Daten, die ich sonst niemals übers Telefon herausposaunt hätte, wir klärten zwei wirklich unbedeutende Zahlungen (unter 5 €) und der Herr versprach, die Karte wieder freizugeben.
Am Dienstag konnte ich die Karte immer noch nicht wieder einsetzen, also rief ich erneut an. Jupp, der Herr hat gar nichts gemacht, dafür durfte ich mich bei der Hotline-Dame wieder mit allerlei persönlichen Daten legitimieren und über die zurückgewiesenen Zahlungen austauschen. Auf meine Frage, ob ich jetzt jedesmal anrufen müsste, um eine Zahlung zu autorisieren, versicherte sie, dass die Karte wieder freigegeben sei. Diesmal stimmte es sogar …

Die zweite unheilvolle Geschichte ist leider zu lang, um sie hier ausführlich zu bejammern. Nur soviel: um rechtlich abgesicherte AGB/Widerrufe für über Etsy verkaufbare Produkte zu erhalten, habe ich einen Vertrag mit einem Dienstleister abgeschlossen. Ich möchte bei Etsy eigentlich downloadbare 3D-Produkte für Poser und Co. anbieten, genau für downloadbare Produkte gilt das Paket jedoch nicht. Das erfuhr ich nach Vertragsabschluss, als ich meinen Etsy-Shop bei dem Dienstleister einstellen bzw. konfigurieren wollte. Für diese Produkte sollte ich auf ein anderes, wesentlich teureres Paket upgraden. Nach vielem Hin und Her mit dem Dienstleistungsansprechpartner, meinte dieser letztendlich, das würde man klar kommunizieren, siehe Passus sowieso in den AGB. So, wie ich das verstehe, steht dort sinngemäss, welche Leistung man bekommt, das würde man sehen, wenn man seinen Shop konfiguriert. Also nach Vertragsabschluss, für den man als Unternehmen übrigens kein Widerrufsrecht hat. Ich fühle mich gelinde gesagt verarscht und bin stinksauer.
Nach nochmal drüber schlafen bin ich jedoch zu dem Schluss gekommen, dass ich die natürlich im voraus zu entrichtende Gebühr jetzt als Lehrgeld verbuchen und mich nicht weiter damit herumärgern, sondern stantepede kündigen werde.

Achja, und zu guter Letzt habe ich heute morgen versucht, ein Einschreiben fürs Büro abzuholen. Wäre ich letzte Woche nicht krank zu Hause gewesen, hätte es mir der Postbote problemlos im Büro ausgehändigt. So musste ich leider zu einer entfernten Poststelle pilgern, um zu erfahren, dass man mir den Brief ohne eine schriftliche Vollmacht nicht geben darf.
Da es sich um einen Rückläufer eines Einschreibens von uns handelt, ist mir das nun – bis auf die verschwendete Zeit – relativ wurscht. Sollen sie es halt hin und her transportieren, an die anscheinend falsche Empfängeradresse, wieder zu uns, erneut an den Empfänger … :devil:

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Gesundheitscheck

Martina am 10. Februar 2014

Nicht nur fürs Alter, sondern auch im Alter muss man vorsorgen, was soviel bedeutet, wie regelmässige Check-Ups beim Arzt des Vertrauens in Anspruch zu nehmen. Ich bin inzwischen bei jährlich angekommen (rechnet selbst aus, wie alt ich demnach bin :tongue: ) und war heute wieder einmal dran.
Das Ergebnis war übrigens sehr gut, lediglich einige Leberflecken wollen entfernt werden, bevor sie möglicherweise umkippen. Aber das ist kein Ding, Stück Haut hochgezogen, schnipp, Pflaster drauf.
Die Blutwerte sind jedenfalls alle im grünen Bereich, was ich – und die Ärztin – auf meinen steten Lebenswandel im letzten Jahr zurückführen. 😉 Ich habe nämlich nicht nur bis auf Kleidergrösse 38 abgenommen, sondern auch regelmässig Sport (und autogenes Training) betrieben, und das machte sich bei den diesjährigen Werten ordentlich bemerkbar. 🙂

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Soziales netzwerken

Martina am 4. Februar 2014

Viele soziale Netzwerke dienen vorrangig dem Beliebtheits- bzw. Bekanntheitsgott, werden manchmal lediglich als Marketinginstrument gesehen. In der Aufbauphase schaffen Anbieter Anreize, nicht nur mal reinzuluschern, sondern dabei zu bleiben, sie arbeiten mit Belohnungs- und Rankingsystemen.
Man muss das nicht mitmachen, aber es kratzt auf Dauer wahrscheinlich am Ego, wenn man nicht so und soviele tausend Freunde/Likes/Gagdets vorzuweisen hat.

Ich kenne bzw. bin eigentlich nur bei einem einzigen sozialen Netzwerk (Plurk), und das schon seit bald 6 Jahren, in dem sich eine kleine Usergemeinde gebildet hat, die es völlig unnötig macht, auf die Anzahl der Friends, Likes, Punkte etc.pp. zu achten. Wir sind da nämlich durch die lange Verweildauer inzwischen alle im Karma-Himmel. :biggrin:

Dort ist es wie ein täglicher Küchentreff, man begrüsst sich morgens, man schwatzt über dies und das, man kotzt sich aus, man jammert oder freut sich, man regt sich auf oder tritt sich mal in den Hintern, wenn es nötig ist. Manches Mal gibt es sogar eine Verbindung ins reale Leben (das alljährliche, weihnachtliche Wichteln zum Beispiel), oder man trifft sich, wenn man mal zufällig am selben Ort ist. Und das ist dann wie Freunde treffen. 🙂

Heute morgen habe ich das erste Mal nach langer Zeit einen Blick auf mein Karma geworfen; es war mir einfach nicht wichtig und es war mir auch völlig egal, ob das Karma in der Zwischenzeit hoch oder runter gegangen ist.
Dieses soziale Netzwerk hat es in meinen Augen geschafft: ich würde es sehr bedauern, wenn es nicht mehr da wäre.

(Sie lasen: das Wort zum Dienstag. 😉 )

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