Monatsarchiv für Juni 2018

Hier wird alles verkauft

Martina am 28. Juni 2018

Datenschutz hin oder her, sobald man sich im Netz bewegt, wird alles gesammelt, zusammengeführt und an den meistbietenden verkauft.
Seitdem ich – das einzige Mal in meinem Leben – für ein Testprodukt auftragsgemäss bei einem Social Media Dienst eine Review geschrieben habe, wurde/werde ich mit SPAM der Art überflutet, die Bifi und andere Appetitlichkeiten im kostenlosen Probierpaket anpreisen.

Aufgemacht habe ich selbstverständlich keine dieser Mails, ich bin Vegetarierin. Damit das auch die SPAMmer mitbekommen, schreibe ich es hier noch einmal deutlich: ich esse kein Fleisch.
Wenn ihr mir also SPAM schicken wollt, dann bitte ausschliesslich vegetarischen. Alles andere wird weggeworfen.
Ach neee, vegetarischen SPAM entsorge ich ja auch …

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Fehlende SSL-Verschlüsselung, Klohäuschen-Galerie

Martina am 27. Juni 2018

Vorsicht, dieser Blogpost gleicht einer Gemischtwarenhandlung, seid vorgewarnt!

Dass man seine Webseiten verschlüsseln sollte, besonders, wenn man ein Kontaktformular vorhält, mit dem (unter Umständen!) persönliche Daten des Kontaktsuchenden übertragen werden, ist schon länger als die DSGVO Pflicht.
Warum jetzt aber eine Abmahnung die Internetrunde macht, die sich auf die DSGVO bezieht und eine fehlende Verschlüsselung bemängelt, erschliesst sich mir nicht ganz. Diese Abmahnung wäre auch vorher – sagen wir mal – möglich gewesen.
Davon abgesehen irritiert mich die Begründung für die Abmahnung viel mehr: der Abmahnende fühlte sich „persönlich gestresst“ ob des Umstandes der fehlenden Verschlüsselung und forderte mal eben 12.500 Tacken Schmerzensgeld.
Hui, ich sag’s ja, wenn es ums leicht verdiente Geld geht, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
(Ich kann mir aber vorstellen, dass das ein Nicht-Europäer verbrochen hat, solche – in meinen Augen – hanebüchenen Begründungen würden hier wohl keine ausreichende Grundlage bilden. Zumindest hoffe ich das. Stark. Ganz stark.)

BTW, ich denke darüber nach, mir ein Klohäuschen zu mieten, es innen hübsch zu bebildern, und als mobile Galerie zu deklarieren. Motto: innere Werte.
Über den Eintritt muss ich noch nachdenken. Meint ihr, 1 € pro Klogaleriegang wären zuviel?

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Service-Wüstlinge

Martina am 26. Juni 2018

Was wir alles den Raubkopierrittern, Hackern, SPAMmern und Netzdieben verdanken, das nervt schon sehr.

Früher hat man ein Programm gekauft, einen Lizenzschlüssel oder Dongle bekommen, gut war’s. Auch bei Programmen, die 1 bis 2 x im Jahr ein Update erfahren haben, funktionierte das gut.

Heute muss man alles digital erledigen, was einerseits ein Segen, andererseits ein Fluch ist.
– es gibt dauernd neue Wartungsupdates, die man herunterladen muss, um Lücken zu schliessen, die es nicht gäbe, wenn man die Programme nicht online, sondern nur offline erwerben könnte
– man kann Programme oft nicht mehr einmalig kaufen (der Preis mancher Software mag zugegebenermassen schon recht abschreckend wirken), sondern muss Subscriptions erwerben, um auf diesem Weg die häufigen Wartungsupdates zu bezahlen, für die man als zahlender Kunde im Prinzip nicht einmal ursächlich ist
– oder man kauft zusammen mit der teuren Anschaffung – durchaus teure – Serviceverträge, um die Wartungsupdates zu bezahlen, für die man als zahlender Kunde nicht ursächlich ist
– zusätzlich bieten viele Unternehmen auch Supportverträge an (warum nur einmal kassieren, wenn man auch mehrfach könnte …)

Wobei mir die Supportverträge noch am unangenehmsten sind, weil bei den recht teuren Programme, die wir im Büro einsetzen, zum Anschaffungspreis sowieso ein jährlicher Upgrade-Preis dazu kommt. Wenn ich zusätzlich einen ebenso happig bepreisten Support- bzw. Servicevertrag abschliessen soll, bei ungefähr einem 5minütigen Kontakt jährlich, fühle ich mich als Kundin schlicht über den Tisch gezogen.

Um sich neben Lizenzschlüssel/Dongle/Subscription und Co. noch mehr abzusichern, gehen viele Unternehmen dazu über, verkaufte/gemietete Software beim Start des Programmes erst nach Überprüfung der Lizenz freizugeben.

Doof nur, wenn man z.B. Meldungen für Finanzamt/Krankenkasse/irgendeine Behörde erstellen muss, und der Lizenzserver gerade „technische Probleme“ hat …
Solche Meldungen sind mitunter zeitkritisch und kosten bei verspäteter Abgabe sofort Geld, diese Beträge erstattet einem das Unternehmen aber sicher nicht.
Abgesehen von der vergeudeten Arbeitszeit mit der Suche nach dem Fehler, bis man sich doch entschliesst, die Firma anzurufen, obwohl man keinen Supportvertrag hat und online lapidar beschieden bekam, dass einem diese Serviceleistung nicht zur Verfügung stünde.

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Rufen Sie mich nicht an, ich rufe Sie an

Martina am 25. Juni 2018

Wenn man nichts mehr von sich hören lassen will, dann sagt es diese Floskel ausreichend deutlich, möchte man meinen.

Ich habe zum ersten Mal die Blockierfunktion in meinem Handy genutzt. Die Telefonnummer soll zum Callcenter eines Verlagshauses in meiner Region gehören (denkt selbst nach, wer das sein könnte 😉 ), bei dem ich vor längerer Zeit mal ein Abo hatte und online auch noch einen Account, weil ich ab und an mal Bücher darüber bestelle.
Vielleicht sollte ich diesen Account jetzt wieder löschen.
Die Werbeanrufe mag ich nämlich nicht. Weil, siehe Überschrift. Ich möchte bestimmen, wann ich mit wem auf welche Weise in Kontakt trete. Dass ich irgendeine wie auch immer geartete Kundenbeziehung mit jemandem habe, sollte diesen nicht dazu berechtigen, mich unaufgefordert telefonisch mit Werbecalls belästigen zu dürfen.

Bei der Recherche nach der Telefonnummer stiess ich auch auf einen Facebook-Post, in dem man sich über genau diese Anrufe beschwerte, zumal sich bei Annahme des Anrufes niemand meldete. Das riecht schon sehr verdächtig nach Predictive Dialer.
Man entschuldigte sich auch prompt und bat um Kontaktdaten, damit man denjenigen persönlich anrufen könne.
Ein Schelm, wer dabei denkt, es könnte sich um einen Werbeanruf halten. 😉

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Ein Monat in Quarantäne

Martina am 25. Juni 2018

Ein Monat ist die DSGVO nun in Kraft. Die Datenschutzbehörden melden ein stark erhöhtes Aufkommen an Beratungsersuchen und Beschwerden, teilweise mehr Anfragen in diesem Monat als im ganzen vorherigen Jahr, und sind überfordert – wer kann denn auch mit sowas rechnen.
Manche Webseitenbetreiber sind in Angst erstarrt, Abmahnanwälte haben zum grossen Sprung angesetzt und wahrscheinlich viele Bürger, die sich vorher nicht den leisesten Gedanken um ihre Daten gemacht haben (wieso auch? ich habe doch nichts zu verbergen!), drehen nun datenschutztechnisch am Rad, weil ihnen alles, aber auch wirklich alles suspekt vorkommt.
Abgesehen von den skurrilen Auswüchsen, die in jedem popeligen Laden zu beobachten sind, wo jeder Kundenauftrag noch einer besonderen Unterschrift bedarf. Beispielsweise für die Brille, die wir neulich zur Reparatur schicken wollten. Ich war zwar selbst nicht dabei, hätte aber rein zur Provokation den AV-Vertrag einsehen wollen und mir ausführlich erklären lassen, welche Daten denn mit der Brille verknüpft sind, die doch wohl in einem grossen, anonymen Sammelpaket in die Werkstatt geschickt wird. Aber egal, ist ja nur ein Haufen unnützen Papieres, der da verschwendet wird.

Heute sprach ich mit einem Ingenieur und machte ihn darauf aufmerksam, dass seine Webseite nicht erreichbar sei, stattdessen eine schnöde 403er Fehlerseite erschiene. Er erklärte, das sei Absicht, nach Inkrafttreten der DSGVO hätte er beschlossen, seine Internetpräsenz vier Wochen vom Netz zu nehmen, damit sich eben diese Abmahnmeute nicht auf ihn stürzen könnte, weil er ja keine Ahnung von dem ganzen Datenschutzgedöns hätte und allein schon so ein Abmahnschreiben teuer würde, egal, ob gerechtfertigt oder nicht.
Ich verkniff es mir heldenhaft, ihn darauf hinzuweisen, dass die Fehlerseite allein keinen seriösen Eindruck hinterlässt, vor allem, wenn man in Verzeichnissen gelistet ist, um Kunden zu bekommen; auch SEO-mässig dürfte ihn das nicht freuen.

Beinahe hätte ich ihn an die Landesdatenschutzbehörde verwiesen. Die hätten sich bestimmt gefreut, einen weiteren Anruf zu bekommen. 😉

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Ich bin (k)ein Roboter

Martina am 22. Juni 2018

Angesichts der überall aufploppenden Abfrage, in der per Klick bestätigt werden muss, man wäre kein Roboter, um die Seite betreten zu dürfen – Hacker sei’s wieder einmal gedankt für den Unfug – frage ich mich schon, welchen Sinn das hat.
Weil, jeder Depp kann da den Haken setzen, sogar ein Bot.

Viel besser wäre es doch, die Besucher einer Seite noch ein bisschen mehr in die Pflicht zu nehmen. Nein, nicht Captchas, in denen man minutenlang Autos oder Verkehrszeichen zählen muss, Rechenaufgaben lösen oder sinnlose Zeichenfolgen abtippen – das wird auch bald jede KI im Schlaf beherrschen.

Ich denke da an „richtige“ Aufgaben wie z.B. ein mehrseitiges Quiz, in dem das Allgemeinwissen abgefragt wird, inklusive Scherzfragen – sowas kann auch in absehbarer Zukunft kein KI-Monster.
Oder man muss eine Interpretation eines Bildes und/oder Textes schreiben, das anschliessend von einer unabhängigen Jury bewertet wird.
Oder man schreibt ein paar Zeilen Code, der sogar automatisch auf Plausibilität und Durchführbarkeit getestet werden kann.

Die Möglichkeiten sind doch unbegrenzt (genauso wie die Intelligenz oder Dummheit).

Man könnte das ganze sogar themenbezogen aufziehen, auf reinen Textwüsten, sprich Buchshops, muss man nach Diktat einen Probetext schreiben/einreichen, um seine Schreib- und Lesekompetenz zu beweisen, bevor man ein Buch kaufen darf.
Auf Bildportalen muss man erst ein Kunstwerk hinterlassen, bevor man sein so erwiesenermassen geschultes Auge auf die Werke anderer werfen darf.

So könnten wir endlich sinnvolle Zeit im Internet verschwenden, bauen unser Selbstbewusstsein quasi nebenbei auf („Du, ich durfte heute nach dem virtuellen Einschlagen von Nägeln mit höchstens 3 Mausklicks tatsächlich bei *setze hier den Heimwerkermarkt deiner Wahl ein* ein Brett online kaufen!“) und geben der virtuellen Gemeinschaft bei jedem Besuch irgendwas zurück. Und sei es nur ein „Ihr habt sie doch nicht alle!“

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In der Warteschleife

Martina am 18. Juni 2018

Ich hab‘ mich ja schon vor kurzem über die IP-Telefonie aufgeregt, die mangels Qualität dazu führte, dass wir auf dem Dorf neulich nicht einmal den Notruf anwählen konnten.
Jetzt wird auch das Büro zwangsumgestellt, der Anschluss wurde zum Ende des Monats gekündigt. Durch verschiedene Umstände sind wir jetzt erst dazu gekommen, uns zu kümmern. Um die Telefonnummer zu behalten, sind wir sowieso gezwungen, beim rosa Riesen zu verbleiben, alles andere wäre hochumständlich.
Dass es aber genauso umständlich ist, den Anschluss beim selben Anbieter zu behalten, hätte ich nicht gedacht.
Erstens ist es fast unmöglich, das telefonisch zu klären, bei jedem Versuch bekam ich Ansagen von Wartezeiten ab 15 Minuten aufwärts. Im Büro nicht tragbar, die Leitung so lange besetzt zu halten.

Also gedachte ich alternativ, den Auftrag online zu erteilen. Nach verschiedenen Login-Versuchen, Passwort wiederherstellen, Nummern eintragen etc.pp. (Ist ja nicht so, als hätte man bei der Telekom einen Single-Login, nein, für jeden – tschulljung – Scheixx gibt es extra Nummern und Passwörter und Kundenzugänge und was weiss ich nicht noch alles.) Irgendwann war ich tatsächlich soweit, ich erstellte einen Auftrag, als ich diesen jedoch abschicken wollte, ging das nicht, weil, da wäre ja noch ein Umstellungsauftrag in der Pipeline. Ich so: häh???
Ausser der Info, dass es sich um einen Kündigeranschluss handelte, fand sich nichts.

Also wieder telefonisch versucht, Wartezeit von 90 Minuten war mir dann aber doch zu viel.
Der nächste Versuch trieb mich in einen Telekomladen. Dort sah man nach, fragte, ob der Anschlussinhaber vor Ort sei, was ich verneinte (dieser weilt in Urlaub), woraufhin man ebenfalls verneinte, dass ich als Vertretung nichts machen könne. Und überhaupt wäre es ja jetzt reichlich spät, erst müsste die Kündigung gelöscht werden, das dürfte vor Ort nur der Inhaber selbst machen.

Telefonisch aber darf ich wohl. Wobei ich mir da noch nicht sicher bin. Evt. muss ich mich erst einer akustischen Leibesvisitation unterziehen und am Grab meiner Grosseltern auf 20seitige Datenschutzbestimmungen schwören, dass ich von einem Telefon aus anrufe, welches in einem Büro liegt, dessen Inhaber derjenige ist, welcher den Anschluss beizubehalten wünscht, um seinen Angestellten zu ermöglichen, weiterarbeiten zu können.

Es ist Montag und ich sitze dann mal die nächste Stunde vor einem Warteschleifenmusik absondernden Telefon. Und traue mich nicht einmal auf die Toilette …

Nachtrag 1: Schon nach 10 Minuten war jemand dran, der gefiel meine Stimme anscheinend nicht, denn als ich die Kundennummer aufsagen wollte, ertönte plötzlich wieder die Warteschleifenmusik. Allerdings weiss ich jetzt nicht, wie lange, und ob ich lieber neu anrufen sollte, um mich noch einmal einzureihen.

Nachtrag 2: Ich soll neu anrufen, man hat mich rausgeschmissen. 🙁
Wartezeit: 18 Minuten
Diesmal habe ich einer möglichen Aufzeichnung zugestimmt, vielleicht hilft das ja, dass mein potentieller Gesprächspartner in der Leitung bleibt?

Nachtrag 3: Uuund fertig. Zwischendurch dachte ich, man hätte uns vorzeitig abgeschaltet, anfangs jaulte in Abständen eine Tonfolge durch den Hörer, die meine Gesprächspartnerin aber gar nicht mitbekam, nach einer Zeit, war das Gespräch wiederum komplett weg. Die Dame rief diesmal aber zurück, und wir werden nun wohl doch nicht Ende des Monats aus dem Telefonnetz gekickt. 😉

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Contenance, s’il vous plaît

Martina am 15. Juni 2018

Ich hatte heute gleich zu Beginn des Arbeitstages eine Begegnung der besonderen Art.
In einem Haus musste der Hauptwasserzähler gewechselt werden. Das dauert keine 5 Minuten, der Mann von den Stadtwerken wartete, bis kein Wasser mehr durch die Rohre lief, dann tat er seine Arbeit.
Zurück im Hausflur begegnete uns allerdings ein erboster Mieter, der uns quasi ohne Vorwarnung anschrie, warum man nicht vorher bescheid gibt, wenn das Wasser abgestellt wird.

Wohoo, ich wähnte mich fast im falschen Haus.

Dass der Stadtwerker sich verbat, angeschrien zu werden, und ich erklärte, es handelte sich lediglich um einen Zähleraustausch, in denen für ca. 2 Minuten kein Wasser liefe, hat den Mieter nicht wirklich beruhigt, er zeterte noch eine ganze Weile, als hätten wir den Weltuntergang provoziert.

Also mal ehrlich: warum kann man sich nicht in vernünftigem Ton unterhalten? Ist das so schwer?

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Auf Kurs

Martina am 12. Juni 2018

Boah, wenn das so weitergeht, werde ich mit meinem Blender-Kurs erst nächstes Jahr fertig.

Das zusammenstellen und besorgen des Equipments hat schon recht lange gedauert.
Angefangen mit dem Mikro, derer vier ich jetzt getestet habe, bevor ich bei der Aufnahme ein zufriedenstellendes, akustisches Ergebnis erhalten habe.
Mein Rechner ist nämlich recht mächtig und braucht trotz Wasserkühlung den ein oder anderen Ventilator, der leise vor sich hin brummelt. Ausserdem steht er direkt neben dem Schreibtisch auf einem Rollschränkchen. Das heisst, mit dem kleinen aber leistungsstarken Lavalier Ansteckmikrofon, das sämtliche Umgebungsgeräusche gleich mit aufnimmt, hatte ich gleich gut danebengegriffen. Dieses Rauschen liess sich auch in der Software nicht mehr unterdrücken. 😉
Der zweite Nachteil an diesem Mikro: bei der Aufnahme gingen zuviele Frames verloren, d.h. am Ende liefen gesprochenes Wort und Screencast zunehmend asynchron, und ich habe es ums verrecken nicht hinbekommen, das zu verhindern.
Das erste „richtige“ Mikrofon dagegen hätte ich mir direkt vor die Lippen klemmen müssen, um eine einigermassen hörbare Lautstärke zu erhalten. Ging ja so gar nicht …
Dann besitze ich seit neuestem noch ein Bluetooth Gaming Headset mit Noise Canceling, aber damit fühle ich mich ehrlich gesagt ziemlich abgeschnitten. Die eigene Stimme während des Sprechens nicht zu hören, bei der Wiedergabe jedoch jedes Schniefen überlaut wahrzunehmen (in der Zeit war ich irgendwie dauererkältet), das führte nicht zu einer qualitativ hochwertigen Aufnahme.
Mit der letzten Anschaffung sollte es jetzt aber gut sein, denn ich habe mir ein Rode NT-USB Studio-Mikrofon gegönnt. Selbst, wenn ich das Mikro direkt neben dem PC stehen habe, lässt sich das Rauschen durch einen einfachen Softwarefilter gut unterdrücken, und die Stimme klingt relativ natürlich.
Damit bin ich also erstmal zufrieden.
Einen Akustikschirm fürs Mikrofon werde ich mir evt. trotzdem noch holen, derzeit habe ich lediglich eine einfache Pappe zwischen Rechnergehäuse und Schreibtisch mit Mikro geklemmt.

So, Akustik stimmt, Software spinnt. Neuerdingens, also quasi seit gestern.
Für die Screencasts durfte es die Standardsoftware Camtasia sein, nachdem ich zuvor eine uralte Software zwar wieder ausgekramt, aber nicht mehr so richtig in Gang bekommen hatte, und mit einem Leichtgewicht wie Snap überhaupt nicht zurechtgekommen bin.
Das Problem mit Camtasia: die ganze Zeit konnte ich den Recorder nach einer Aufnahme nicht neu starten. Er war zwar als Hintergrundprozess eingetragen, stand dort aber nur überflüssig herum. Ich musste wirklich jedesmal den Task-Manager öffnen und den nutzlosen Eintrag löschen, bevor der Recorder neu gestartet werden konnte. Bei vielen Aufnahmen (Versuchen) überaus lästig.
Das sagte sich Camtasia gestern wohl auch, denn der Recorder verabschiedete sich von da an mitten in der Aufnahme und stürzte beim Versuch, sie zu stoppen und zu retten, was zu retten ist, komplett ab. Über Umwege konnte ich die Aufnahmen zwar doch noch speichern, auch in Camtasia öffnen, aber eben nur bis zu einem gewissen Punkt, danach fror das Bild ein, während die Akustik munter weiterlief.
Ich gab es gestern irgendwann auf, probierte heute erneut – selbes Spiel. Also TechSmith bemühen, Programme als Administrator ausführen, Einträge in der Registry löschen, Einstellungen zurücksetzen, alles neu einrichten.
Immerhin konnte ich heute ein längeres Screencasting aufnehmen, an dem ich mir gestern noch die Zähne ausgebissen hatte.
Leider geht jetzt das Spielchen von vorne los, dass der Recorder nach der ersten Aufnahme ohne Funktion als Hintergrundprozess festklebt und über den Task-Manager gelöscht werden will. Nervig.
Ich warte quasi sehnsüchtig auf die neueste Camtasia-Version, die für Mitte/Ende des Monats angekündigt wurde.

Wahrscheinlich habe ich anschliessend das nächste Problem mit einer Soft- oder Hardware an der Backe. 😉
Deshalb werde ich wohl niemals eine Aufnahme mit Video von mir als Sprecherin im Screencast erstellen, das könnte buchstäblich „ins Auge gehen“ …
Muss mich ja jetzt schon zusammenreissen, dass ich während der Aufnahmen nicht dauernd vor mich hin fluche, um nicht allzu viel rausschneiden zu müssen. Oder ich mache am Ende einen Zusammenschnitt mit lauter Outtakes. 😉

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IP-Telefonie – für’n Ar…

Martina am 7. Juni 2018

Seit geraumer Zeit stellt der rosa Ele- äh, ihr wisst schon, das Telefonnetz auf IP-Telefonie um, man hat da als Kunde keine Wahl, weil einem der „normale“ Anschluss schlicht gekündigt wird.

Entweder sucht man sich einen anderen Anbieter, der allerdings ebenfalls nur die Leitungen der Telekom gemietet hat, oder man findet sich damit ab, zukünftig unter Umständen nicht telefonieren zu können. Das passiert nämlich auf dem Dorf, wenn das Netz vorher nicht entsprechend angepasst/ausgebaut wurde.

So auch bei uns, wir wurden ins IP-Netz gezwungen und wenn dann mal Not am Mann ist, kann man nicht telefonieren. Dass das Telefon und/oder WLAN nicht funktioniert, ist leider schon recht oft passiert, die Telekom findet aber nie etwas.

Ohne Handynetz ist man erst recht aufgeschmissen. Mit meinem Mobilfunkanbieter, über den ich nur dann telefonieren kann, wenn ich draussen im Garten herumlaufe, hätte ich insgesamt gesehen also in einer Notsituation schlechte Karten.

Wenn wir nicht noch über ein anderes Netz „nach draussen“ telefonieren könnten, hätten wir gestern abend dumm dagestanden. Vielleicht wird ja auch erwartet, dass man den Notruf alternativ per Brieftaube absetzt?

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