Monatsarchiv für Oktober 2018

Youtube Premiere

Martina am 23. Oktober 2018

Dass man Videos bei Youtube hochladen und zu einem bestimmten Termin veröffentlichen kann, gibt es ja schon länger. Ist aus Marketingsicht nützlich, weil man die Zuschauer/Abonnenten so regelmässig mit Content versorgen kann, ohne die persönliche Zeitschiene nach einem Youtube-Plan ausrichten zu müssen. Ausserdem nützlich im Urlaub bzw. generell bei Auszeiten, um Durststrecken zu überbrücken. Man produziert für solche Fälle einfach vor, und Youtube, oder besser Google, und die Nutzer, strafen einen nicht ab, wenn man mal keinen Bock hat. 😉

Diese Möglichkeit wurde nun erweitert, mit einem exciting new feature: man kann tatsächlich mit seinen eigenen kleinen Videos eine Premiere feiern. Das Video wird wie gehabt hochgeladen, verschlagwortet, betitelt, beschrieben, mit einem Veröffentlichungstermin versehen, und dann wird’s magisch *hüstel*; man klickt Premiere, und die Abonnenten werden informiert, also eingeladen, sich zu diesem Zeitpunkt in deinem Kanal einzufinden. Das ganze wird mit einer Veröffentlichungsseite und einem begleitenden Chat garniert.
Holla, die Waldfee. Warum gab es das nicht schon eher? Ich bin totally überzeugt, dass meine 54 Abonnenten nur darauf warten, dass ich mein nächstes Video (entweder selbst geklöppelte Musik, oder ein modellieren-in-Blender-Zeitraffer-Dings, oder das nächste Tutorial zum uv-mappen in Blender) damit zu einem Knaller machen … Life-Chat mit virtueller Sektkorkenknallerei.
Mann, ich bin schon so aufgeregt, dass ich mir glatt den Kaffee übers Kinn hinunter in den Kragen des Pullovers geschüttet habe.

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Zielmarktprüfung

Martina am 22. Oktober 2018

Zielmarktprüfung. Produktüberwachung.
Noch nie gehört? Ich auch nicht.
Bis ich heute im Online-Postfach meiner Bank auf ein Schreiben stiess, dass mir sinngemäss mitteilte:
Man sei gesetzlich verpflichtet, bei Kunden, die ohne Empfehlung des Anlageberaters (an der Börse) handeln, Erfahrungen und Kenntnisse des Kunden mit den Merkmalen des Wertpapiers abzugleichen.
Fällt diese Zielmarktprüfung negativ aus, ist das Wertpapier für den Kunden nicht handelbar.

Nach welchen Kriterien dieser Abgleich zustandekommt, erwähnt man nicht. Man erwähnt bloss, welche Kriterien keine Rolle spielen. Das interessiert den Kunden ja auch brennend. Wozu muss er wissen, was relevant ist, wenn er erfahren kann, was nicht relevant ist.
Ah, ich liebe diese Untertöne, die einem auf die sanfte Tour verklickern, dass man für blöd gehalten wird. Nicht.

Ich warte trotzdem mal ab, wann die Zielmarktprüfung zuschlägt. Momentan ist mein offizielles Risikolevel B für ausgewogen, das ändert sich aber quasi stündlich, oft hänge ich in der Klasse C für schon weniger ausgewogen rum.
Hoffentlich erinnere ich mich auch noch an diese drei Zeilen meiner Bank, wenn ich eine Order mal nicht ausführen „darf“, weil der Algorithmus einen Mangel an irgendwas feststellt.

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Podcasts bei Spotify anmelden

Martina am 17. Oktober 2018

Kurze Meldung für die Podcaster-Community: Wer das PowerPress Plugin von blubrry einsetzt, kann seinen Podcast jetzt auch direkt bei Spotify anmelden, ohne dass er bei blubrry hostet. 🙂

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Warum man sich aus Social Media fernhalten sollte

Martina am 9. Oktober 2018

Spätestens nach den letzten Datenpannen bei Facebook und – ganz aktuell (okay, was man so aktuell nennt, wenn das Datenleck bereits 2015 aufgetreten ist …) – Google+ – sollte sich wirklich jede/r im Internet herumeiernde, reale Mensch überlegen, welche Daten überhaupt noch ungefährlich sind und welche Aktionen er gefahrlos unternehmen kann.

Geburtsdatum zum Beispiel für ein Gewinnspiel preisgeben? Niemals! An dieser Stelle halte ich Lügen für sehr berechtigt. Das geht datenkrakende Unternehmen überhaupt nichts an, zumal die meisten anschliessend so gesammelte und verifizierte Daten gewinnbringend verkaufen. Ja, auch Daten bzw. User für Werbung zur Verfügung zu stellen, nenne ich verkaufen.

Zahlungen per Kreditkarte habe ich mir inzwischen abgeschminkt, nachdem mal ein Shop gehackt wurde und man über mein Konto fröhlich Flugleistungen buchen konnte. Der Ärger, den ich damit hatte, dem „Sicherheitsunternehmen“ klar zu machen, dass ich weder Rumänen noch Bulgaren Flüge quer durch Europa gesponsert habe, hat mir gereicht. Zweimal musste ich eine eidesstattliche Versicherung abgeben … Abgesehen vom Geld, dass ich erst nach 2 Monaten wieder gesehen habe.
Überweisungen und/oder Vorkasse sind ebenfalls gestrichen. Diese kann man nämlich nicht zurückrufen, sollte man die Ware nicht erhalten.
Treuhandsysteme wie Paypal werden im Moment von mir bevorzugt. Gut, solange jedenfalls, bis auch diese gehackt sind. Wäre ja nicht die erste Bank, die geknackt wurde.
Das ist (fast) das einzig positive, was ich der DSGVO abgewinnen kann: Firmen müssen ihr Datenpannen unverzüglich melden. Zumindest die europäischen.
US-amerikanische haben da wohl keine Aktien drin, wenn ich daran denke, dass Google seine Datenpanne immerhin „schon“ im März des Jahres entdeckte, diese aber erst einmal ein halbes Jahr für sich behielt.

Stichwort Aktien: jetzt ist wieder ein guter Zeitpunkt, neue Facebook-Aktien zu kaufen. Meine haben erstmals seit Kauf ein Minus eingefahren …

Warum manche Menschen so überaus freigebig mit ihren persönlichen Daten umgehen, ob es sich um Gedankenlosigkeit oder Naivität handelt? Vielleicht liegt es tatsächlich am Alter, weil man erst haufenweise Erfahrungen mit den ganzen Betrügereien sammeln muss, bevor man immer misstrauischer wird.

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