Monatsarchiv für Juni 2020

Microkredite

Martina am 30. Juni 2020

Im digitalen Universum gibt es auch winzig kleine Dinge, die viel wert sind, mehr als die ganzen Verschwörungsgurus (ist euch schon einmal aufgefallen, dass es hauptsächlich Männer sind, die in der Öffentlichkeit so richtig am Rad drehen?) und Ewignörgler.

Eines dieser kleinen Dinge, die viel bewegen, sind Microkredite. Dabei geben viele Menschen etwas Geld als Kredit, das gebündelt an die Kreditnehmer verliehen wird, die damit z.B. ein Geschäft aufbauen, ausbauen etc.
Das ganze passiert auf Plattformen wie z.B. Kiva, bei der ich mich vor etlichen Jahren bereits angemeldet habe. Anfangs habe ich nur die Mindestsumme, 25 $, verliehen und immer brav gewartet, bis diese zurückgezahlt war, bevor ich die Summe erneut verliehen habe.
Meine Kriterien sind dabei ganz einfach gewesen: es sollte eine Frau sein (dabei bin ich grösstenteils auch geblieben), es sollte etwas hergestellt werden, und es sollte etwas aus dem Fashionbereich sein, als Betreiberin des weithin bekannten *hüstel* Taschenblogs boten sich diese Kriterien für mich an.
Inzwischen sehe ich das nicht mehr so eng, ich bin dem Team Klimalotsen beigetreten und habe bei einem der letzten Kredite eine Frau gewählt, die so heisst, wie meine verstorbene Mutter und die ähnlich wie meine Mutter gerne backt und kocht bzw. das zu ihrem Geschäft gemacht hat.
Natürlich ist es auch nicht bei den 25 $ geblieben, die ich immer wieder neu verleihe, ab und zu fliesst eine Spende an die Organisation, und die Rückzahlung erfolgt auch nicht immer zu 100 %, wobei ich sagen muss, dass sich zumindest mein Verlust in sehr engen Grenzen hält.
Manchmal gibt es Aktionen, bei denen ein Kredit von anderen verdoppelt wird, so dass man nicht nur 25 $ verleiht, sondern noch 25 $ oben drauf bekommt, die man ebenfalls verleihen kann; diese werden natürlich nicht an mich zurückgezahlt, sonst würde ich ja Geld daran verdienen, und das ist absolut nicht die Absicht hinter den Microkrediten.

Seit kurzem – ich glaube, das gibt es noch nicht so lange – kann man quasi einen Dauerauftrag fürs einzahlen auf das eigene Kivakonto einrichten, dem habe ich mich vor einigen Monaten angeschlossen. Nur mit einer kleinen Summe, die tut mir auch in diesen Zeiten nicht weh, selbst, wenn ich das Geld niemals wiedersehen würde.
Zusätzlich kann man das eigene Portfolio so einrichten, dass automatisch ein/e Kreditnehmer/in – nach bestimmten, vorher von mir festgelegten Kriterien – ausgewählt wird, sobald sich die Mindestsumme von 25 $ angesammelt hat. Damit will man dafür sorgen, dass das Geld nicht nutzlos im Portfolio herumliegt.
Bald ist es soweit, und mein erster, automatischer Kredit kann vergeben werden. Ich bin schon gespannt, wen Kiva auswählt.

Update: Wer sich jetzt berufen fühlt, über Kiva ebenfalls Kleinkredite zu verleihen, darf sich gerne über diesen Link von mir einladen lassen. Für jede Registrierung bekomme ich zur Zeit 25 $ zum verleihen in mein Portfolio geschickt, ihr tut also gleich doppelt gutes. 🙂

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Automatische Werbung

Martina am 3. Juni 2020

Uff, jetzt habe ich mal die automatische und angeblich optimierte Werbeanzeigengestaltung von Google ausprobiert, aber ich befürchte, das muss ich ganz schnell wieder abschalten.

1. Obwohl ich die Anzahl inzwischen auf das absolute Minimum reduziert habe (leider ist das nur ein nichtssagender Slider, wieviele Anzeigen die Position des Sliders tatsächlich bedeuten, ist nicht herauszufinden, vielleicht ist es auch nur ein spielerischer Gag, der gar keinen Einfluss hat), erscheinen auf der Blogseite immer 7 Werbeblöcke.

2. Die Werbeblöcke erscheinen mitten im Post, haben aber mit dem Inhalt desselben überhaupt nichts zu tun.
Oder habe ich jemals irgendwo irgendwas über Ohrenschmalz geschrieben? Ernsthaft, Ohrenschmalz? Versehen mit einem wunderbaren äh ekelhaften Bild, das ein Riesenohr zeigt, aus dem just ein riesiger, gelber Wurm Ohrenschmalz gezogen wurde?

Ich werde das wieder abschalten, was zu ekelig ist, ist zu ekelig.

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DeviantART

Martina am 2. Juni 2020

Ich bin schon gefühlt Jahrzehnte zahlendes Mitglied bei dA, einer Art Künstlercommunity, mein erstes Bild habe ich am 4. Juni 2009 hochgeladen.

Irgendwann in den den letzten 2-3 Jahren wurde es an eine israelische Firma verscherbelt, die Webdesign/-hosting zu ihrem Geschäftsfeld zählt, und die – wie alle das immer so tun – versicherte, nichts ändern zu wollen.
Dann fingen sie an, am Design herumzufrickeln. Ich gebe zu, das alte dA ist im Laufe der Zeit ein bisschen in die behäbige Ecke abgedriftet, aber was diese Firma, die sich Webdesign auf die Fahnen schreibt, daraus gemacht hat, das ist unterirdisch.
Ziemlich lange konnte man zwischen altem und neuem Layout wählen, und jedesmal, wenn sie euphorisch vom superduper tollen Eclipse berichteten und es einem klammheimlich mal wieder unterjubeln wollten, bin ich stracks zum alten dA zurückgekehrt.
Im Mai gab es leider kein Entkommen mehr, das alte Design wurde zwangsabgeschaltet. Und jetzt sitzen wir mit einem Usability-Desaster da, welches schon ich weiss nicht wieviele User dazu genötigt hat, ihre zahlende Mitgliedschaft aufzukündigen.
Leider funktioniert das meiste hinten und vorne nicht, am irrwitzigsten finde ich jedoch, dass man es nicht abwarten konnte, und nun mit einem Mischmasch aus altem und neuem Design leben soll. Die Gruppen, deren eine ich als Admine betreue, sind noch im alten Design zu haben, also das innere, der Rahmen ist neu, und ehrlich, das sieht so Scheisse aus …
Abgesehen davon findet man manche Funktionalitäten nicht wieder, oder sie sind jetzt nicht mehr mit ein oder zwei Klicks erreichbar, sondern mit vier oder fünf.
Ehrlich, welcher Depp denkt sich sowas aus? Habt ihr noch nie was von Usability gehört oder gelesen? Eine Seite mit Scripten vollzustopfen, die laden und laden und laden, die nicht das tun, was sie sollen, oder ihre Anzeige nach Ausführung eines Befehles nicht ändern, so dass man der Meinung ist, der Befehl wäre gar nicht ausgeführt worden, das ist euer Geschenk an die Community?
Liebe dA-Betreiber, ich würde lieber bezahlen, um die alte, funktionierende Seite zurückzuhaben, als euch für diesen Schund noch mal Geld zu geben.
Aber vielleicht wollt ihr das ja? User vergraulen, damit ihr guten Gewissens die ganz Community in die Tonne kloppen könnt, weil nicht genug Kunden zu eurer Website rübergewandert sind?
Das ist nämlich der nächste Punkt, plötzlich wurde man mehr oder weniger genötigt, die alte Portfolio-Seite aufzugeben und eine neue bei den Betreibern einzurichten. Genauso ein dämlicher Homepagebaukasten, wie es jetzt bei dA versucht wird zu implememtieren. Natürlich erhofft man sich, dass daraus zahlende Kunden werden.
Das muss ich undankend ablehnen.

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Reverse Split

Martina am 1. Juni 2020

Man – ich – lernt ja nie aus, was das Aktiengeschäft angeht. Ende letzten Monats wurde ich mit der Nachricht über die Ausführung einer Order überrascht, die ich nicht in Auftrag gegeben hatte und über die ich weder vorher noch hinterher irgendwelche Informationen bekommen hatte.
Es ging um Aurora Cannabis, die, wie ich erst nach eigener Recherche erfuhr, einen Reverse Split durchgeführt hatten, um nicht von der Börse zu fliegen. Soweit, so gut oder so schlecht.
Ich wunderte mich jedoch ebenfalls, dass ich keine neuen Aktien erhielt. Erst nach weiterer Recherche las ich, dass Anleger, die weniger als 6 Aktien hielten, einfach gekickt wurden. Nun hielt ich zwar mehr als diese 6 Aktien, beim Reverse Split kam jedoch ein Verkauf von 0,irgendwas Aktie heraus.
Es muss ich dann wohl um die Anzahl nach diesem Split handeln, womit ich also definitiv rausgeflogen bin.
Was mich zwar nicht glücklich macht, aber da es sich trotz alledem um keinen grossen Verlust handelt, kann ich es verschmerzen.
Der Kauf dieser Aktie geht sowieso auf eine Empfehlung zurück, und damit bin ich zum zweiten Mal reingefallen, weil ich nicht auf mein eigenes „Bauchgefühl“, sondern auf andere gehört habe.
Erst war es das Modeunternehmen, jetzt die Cannabisproduzenten.
Fazit: nur noch auf mich hören. 😉




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