Monatsarchiv für September 2020

Warntag

Martina am 10. September 2020

Das war ja wohl nix mit dem gross ausgerufenen bundesweiten Warntag 2020.
Hier haben weder Sirenen geheult noch hat die App Katwarn (die ich schon recht lange nutze) irgendeinen Alarm ausgelöst.
Katwarn musste ich aktiv öffnen, um die Warnung zu erhalten, was irgendwie im tatsächlichen Katastrophenfall nicht so sonderlich effektiv sein dürfte.
Sirenengeheul war auf jeden Fall Fehlanzeige, obwohl die Feuerwache quasi in Rufweite zum Büro liegt.
Beim zweiten Mal öffnen von Katwarn erschien immerhin die Meldung, dass die Leitstelle für Stadt und Landkreis den Sonderfall ausgerufen hat, weil die Warnung technisch nicht ausgelöst werden konnte.
Aber auch dieser Sonderfall (lokales auslösen der Warnung) ging spurlos vorbei, und jetzt ist laut Katwarn wieder alles im grünen Bereich.

Immerhin, ob absichtlich oder zufällig, ich habe vorhin Glockengeläut gehört, also nicht die Mittagsglocke, sondern so mittendrin zwischen halb und voll. Vielleicht war das der verzweifelte Versuch, statt der Technik auf die gute alte „ziehen wir mal an der Glocke“-Methode zurückzugreifen. 😉

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Irgendwas ist ja immer

Martina am 9. September 2020

Aus Versehen Mit voller Absicht habe ich mich mal bei einem sog. Produkttester-Dienst angemeldet, Sitz immerhin in Deutschland, die dürfen also mit meinen Daten nicht irgendwo hausieren gehen.
(Wie das mit den Daten aussieht, die man bei den Produkttests weitergibt, naja, dazu später mehr.)
Was sich als Produkttester ausgibt, bedeutet nicht immer, dass man reale Produkte testet, oft, sehr oft sind es einfach Online-Angebote, für die auf diese Weise neue Nutzer generiert werden. Wenn man sich nach dem Test nicht gleich wieder abmeldet bzw. das Konto löscht, kündigt oder was auch immer.
Nun, für das anmelden und ausprobieren bekommt man also eine Provision/Vergütung, manchmal muss man in Vorkasse gehen, um z.B. bei einem Wettanbieter ein wie auch immer geartete Wette zu platzieren.

Was ich bei diesem Dienst bisher ausprobiert habe:

– Umfrageportale: damit habe ich persönlich kein Problem, weil ich schon viele Jahre bei verschiedenen Portalen angemeldet bin, ich bin sozusagen Online-Umfrage-Profi. 😉 Man sollte trotzdem vorher gucken, wo sich der Unternehmenssitz befindet, ob sich das Unternehmen an den Datenschutz hält und sich einer entsprechenden Organisation angeschlossen hat. Falls das nicht so ist, kann man immer noch mit seinen privaten Daten geizen, in dem man in Umfragen z.B. die Antwort beim Einkommen verweigert o.ä., oder man bricht Umfragen, die zu sehr ins private gehen (detaillierte Fragen nach Krankheiten z.B. fallen für mich ins No Go), einfach ab. Dadurch hat man keine Nachteile, ausser eben, dass man manchmal nicht mehr zur Zielgruppe gehört und eben keine Punkte für abgeschlossene Umfragen gesammelt hat.
Für diese Registrierungen muss man nicht in Vorkasse gehen, bekommt aber entsprechend wenig Vergütung.

– Amazon-Dienste: einen Dienst, bei dem ich noch nicht registriert war, habe ich im Probe-Abo ausprobiert, und nach Beantwortung der (Pseudo-) Fragen und Bestätigung des erfüllten Aufrages auch gleich wieder gekündigt. Amazon ist quasi ungefährlich, erstens wird man an jeder möglichen Stelle darauf hingewiesen, dass das Abo kostenpflichtig wird, zweitens kann man es problemlos jederzeit kündigen und erleidet dadurch auch keine Nachteile. Ich habe z.B. schon zweimal ein Kindle Unlimited Abo gehabt, jedesmal mit Testmonat, zwischendurch brauche ich aber einfach eine Pause, man kann ja nicht immer nur lesen, lol.

– Wettangebote: obwohl ich bereits beim staatlichen, hochoffiziösen Lotto in meinem Bundesland ein Konto habe, habe ich einen weiteren Anbieter über das Portal ausprobiert. Zwei Dinge, die man vorher bedenken sollte: welche Zahlungsarten bietet man dort an? Lastschriftverfahren ist noch fast das ungefährlichste, weil man das widerrufen kann. Western Union oder sonstiges: am besten nicht, damit wird viel Schindluder getrieben.
Was mir hier auch sehr sauer aufgestossen ist: die Kontonr. stand plötzlich im Klartext in meinem Profil. Das geht ja mal gar nicht.
Zweiter Knackpunkt: nicht bei solchen Diensten registrieren und darauf vertrauen, wenn jemand sagt, es wäre kostenlos. Solltet ihr nach Abschluss der Aufgabe das ganze vergessen und euch dort nicht mehr blicken lassen, bleibt sowas nämlich nicht immer kostenlos. Bei diesem speziellen Dienst habe ich durch Zufall gelesen, dass nach einer gewissen Zeit der Inaktivität eine – man höre und staune – Inaktivitätsgebühr fällig wird. Leck mich fett, dachte ich und habe das Konto sofort nach Abschluss des Auftrages wieder schliessen lassen. Bitte schreibt in solchen Fällen auch noch das Unternehmen an, damit vor allem eure sensiblen Daten wie Adresse, Kontonr. o.ä. gelöscht werden und euch dies auch bestätigt werden muss.

Welche Dienste bzw. Produkte ich garantiert nicht ausprobieren werde:

– Alles, wo ich mit mehr als 2,50 € in Vorkasse gehen müsste. Sorry, bei einer Auszahlungsgrenze von 50 €, und einem durchschnittlichen Verdienst von vielleicht 2 € pro Auftrag läppert sich da schnell eine schöne Summe zusammen, für die ich kein Geld vorab verwenden möchte.

– Bankkonten und Kreditkarten: 1. brauche ich keine fünf Bankkonten, noch weniger brauche ich mehrere Kreditkarten, mögen diese auch noch so kostenlos sein, dass es kostenloser gar nicht geht.
Selbst meine 2 Kreditkarten sind schon zuviel, da ich nur eine einzige ab und zu einsetze.
Abgesehen davon: solltet ihr wirklich auf der Suche nach einer neuen Bank und/oder Kreditkarte sein, macht euch selbst auf die Suche nach einer Bank und setzt eure Wunschkriterien um, nutzt nicht einfach ein beliebiges Angebot.
Ausserdem bieten viele Kreditinstitute einen viel höheren monetären Anreiz, als bei den Produkttesterseiten möglich ist, da diese einen Teil der Provision einstreichen, denke ich mal.
Ich habe z.B. eine Bank gesehen, bei der ich zufällig bereits Kunde bin, die Vergütung auf der Produkttesterseite belief sich auf – lasst mich lügen – 20 €, bei meinem Kontoabschluss damals vor Ort bekam ich 50 € … In meinem Fall bekam der Werbende auch noch einmal 50 € – rechnet selbst nach.

Mein Fazit:
Gesunden Menschenverstand nutzen, nicht alles glauben, was euch aufgetischt wird, und immer kritisch überlegen, wo der Haken sein könnte.
Und, ganz wichtig: bei den Produkten und Webseiten, die getestet werden sollen, immer ins Impressum gucken, die AGB etc. lesen und auf versteckte Kosten oder mögliche Abos abklopfen.
Nur in Vorkasse gehen, wenn ihr den Totalverlust des Geldes locker verschmerzen könnt.
Denn, die Auszahlungsgrenze bei den Produkttesterseiten liegt manchmal jenseits dessen, was man so locker flockig in zwei Tagen erreichen könnte, zumal, wenn man ein bisschen picky bei der Wahl der Aufträge ist.
Bei meinem Test liegt die Grenze z.B. bei 50 €, das finde ich schon relativ happig, vor allem, wenn man bei einigen Sachen wie dem Lottoanbieter in Vorkasse tritt, aber lange warten muss, bis man diese 50 € bei durchschnittlich – sagen wir mal 2 € Verdienst pro Auftrag zusammengesammelt hat.
Und diese 50 € sind nicht einmal der Netto-Verdienst, davon muss natürlich der Betrag, den man vorgestreckt hat, abgezogen werden.
Ob sich das tatsächlich lohnt, möge jede/r nun selbst entscheiden.

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Marketing at it’s best

Martina am 3. September 2020

Wenn man etwas verkaufen und/oder online Geld verdienen will, ist Marketing das Mittel der Wahl, um Umsatz zu generieren. Ohne Marketing geht gar nix.
Vor dem Marketing kommt jedoch die Reputation. Nun kann man seine Reputation organisch aufbauen. Oder mit Brachialgewalt.
Da ich schüchtern bin *hüstel*, bin ich auf dem organischen Weg: meine Followerzahlen erkaufe ich mir nicht, ich melde mich nicht irgendwo an und folge tausenden von (Pseudo-) Leuten wild durch die Social Media Landschaft etc.
Und ich beglücke andere, die mir gerade eben zurückgefolgt sind, nicht mit Werbebotschaften.
Im Gegentum, kommt mir so etwas unter, wird derjenige sofort wieder entfolgt.

Da bin ich seit einiger Zeit also auf einer Künstlerseite unterwegs, übrigens eine gute Alternative zu DeviantART, die in meinen Augen mit ihrem Relaunch ein grosses Durcheinander, wenn nicht sogar Desaster produziert haben.
Ich stelle dort also regelmässig Bilder (-serien) zum anschauen ein, habe nach vielen Monaten ein erstes Freebie als Produkt in den angeschlossenen Shop geworfen und heute einen Render zu den Art Prints geschafft.

Erste Reaktion auf die Veröffentlichung: ein Mann schickt mir eine Direktnachricht, ich möchte doch bitte seinen YT-Kanal abonnieren.
Keine Eingangsfloskel – hey, ich erwarte bei solchen Mails, wenigstens mit einem kleinen Sätzchen Honig ums Maul geschmiert zu bekommen! – keine weitere Info, wieso, weshalb, warum, nur die dürre Aufforderung, dass.

Bei solchen Mails bin ich ja schmerzbefreit: ich ignoriere sie. Alle. Immer.
Soviel zu erfolgreichem Marketing. 😉

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Alles Gewöhnungssache

Martina am 2. September 2020

Es gibt da so ein paar wenige (obwohl sie permanent behaupten, viele und/oder gar „wir“ zu sein), die sehen im tragen eines Mundnasenschutzes einen Eingriff, in ihre Freiheit, in die Grundrechte, in whatever.
Am liebsten sind mir diejenigen, die Kinder nach vorne schieben, über Kindesmisshandlung zetern und ihre Brut anschliessend auf Demos schleifen, um sich mitten ins Getümmel zu stürzen.
Diese Kinder tun mir mehr leid, als solche, die (oft sogar freiwillig) ein Läppchen vor Mund und Nase tragen, weil sie gerne ihre Freunde und Freundinnen schützen wollen.

Leute, wenn ihr das Mittelalter zurück haben wollt, wandert aus, gründet auf einer einsamen Insel euren eigenen Staat, lebt, wie ihr wollt, aber geht mir nicht mit eurem Mist auf den Sack.
Eure Meinung ist nicht massgebend, da ihr in der Minderheit seid, ergo habt ihr euch der Mehrheit unterzuordnen. Oder zu gehen.
Laut herumzukrakelen, andere zu beschimpfen, andere Meinungen niederzubrüllen oder anderen eure (abstrusen) Vorstellungen aufzwingen zu wollen, ist grosse Kinderkacke.

Zurück zur Maske, an der sich alle aufreiben: sie schützt, also setzt sie auf, wenn ihr euch in geschlossene Räume begebt, die nicht zu eurer Wohnung gehören. Das ist eine minimale Einschränkung, die zeitlich begrenzt ist, aber viel bewirkt.
Seit Mai trage ich jetzt regelmässig Maske (mit FFP2-Filter inwzischen), z.B. beim einkaufen, und habe mich schon so daran gewöhnt, dass ich sie gar nicht mehr merke.
Wenn man keinen Sport damit betreiben muss – obwohl man sich bestimmt auch daran gewöhnen könnte, es gibt genug Sportler, die z.B. in Höhenluft trainieren, um effektiver fit zu werden – ist das überhaupt kein Problem.
Also hört auf zu jammern und tut lieber was für die grosse Gemeinschaft, als euer unsägliches „Ich Ich Ich“ zu skandieren.

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