Die Befreiung der Fusssohle

Geschrieben von Martina am 22. April 2020

Was so ein paar wenige Millimeter doch ausmachen können. Also, nicht, was ihr wieder denkt, es handelt sich um eine isolierende Einlage, die ich just aus dem Stiefel gepult habe.
Die Schuhe hatte ich wer weiss wie lange nicht mehr getragen, neulich im Schrank entdeckt, als ich die Sommer- von der Wintergarderobe trennte (ein anderes Drama …), und sie, weil sie längeren Schaftes sind, zu der irgendwie kürzer gewordenen Jeans angezogen, um die Lücke zwischen Socke und Hosen zu schliessen, quasi als Spuckschutz fürs Bein.
Wobei, Spuckschutz darf man ja nicht mal mehr sagen, glaubte man einer dubiosen österreichischen Unternehmung, die sich den Begriff passend zur Coronazeit markenrechtlich schützen liess, um damit ihr eigenes „Geschäftsmodell“, sprich Abmahnung, zu etablieren, aber auch das ist ein ganz anderes Drama.
Nun ja, jahreszeitlich angemessen stieg ich mit wärmeren, dickeren Socken ins Schuhwerk. Und fühlte mich beengt. Ich schob es erst einmal auf die zu Coronazeiten ebenfalls übliche Gewichtszunahme.
Bis eben der Fuss leichte Betäubungsgefühle absonderte. Ich musste ihn einfach ausziehen. Dabei erfühlte ich auch die Einlage, die ich offensichtlich vergessen hatte.
Diese kurzerhand entfernt, konnte ich wieder entspannt und mit ausreichend Bewegungsfreiheit in die Stiefel steigen.

Kategorie/n: In eigener Sache
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