Kategorie: Büro

Lieferdienst und Paypal

Weil ich heute vormittag nur unterwegs war, hatte ich ausser Kaffee und einer Scheibe gebutterten Toast praktisch kein Frühstück.
Zum Mittagessen hatte ich Lust auf was richtiges, also kein Müsli. Ich bemühte den üblichen Lieferdienst, und erinnerte mich daran, dass die plötzlich Gebühren für eine Zahlung per Paypal erheben.
Genau 29 Ct. sollten es sein.
Obwohl ich gerade gestern eine Auszahlung aufs Paypalkonto erhalten habe, wollte ich diese Gebühr lieber ins Trinkgeld für die Fahrerin investieren und habe auf Barzahlung gewechselt.
Da weiss ich sicher, dass es auch ankommt.

Mietkautionskonten – ein ewiger Spass

Wir haben etliche Kautionskonten angelegt, bei verschiedenen Banken.
Wenn ein Mietverhältnis beendet wird, geht die Kaution zumindest zum grossen Teil wieder an die Mieterinnen zurück, den Rest gibt es nach der letzten Betriebskostenabrechnung.
Dieses Verfahren hat sich bewährt, es ist früher leider vorgekommen, dass Mieterinnen nach Rückzahlung der Kaution nicht mehr erreichbar waren, z.B. erneut umgezogen, und die Eigentümer im schlimmsten Fall auf zwei Betriebskostennachzahlungen sitzen geblieben sind. Von daher behalten wir zumindest immer einen entsprechenden Teil ein.

Auflösung bzw. Teilauszahlung eines Sparbuches sind schon schlimm genug, z.B. muss trotz der Kontovollmacht, die ich habe, der Eigentümer weiterhin unterschreiben, andernfalls müsste ich wahrscheinlich für jedes einzelne Sparbuch eine eigene Kontovollmacht erteilt bekommen.
Noch aufwändiger: der Betrag wird erst auf das Girokonto des Eigentümers transferiert, dann erst werden Überweisungen auf das Konto der Mieterinnen erzeugt.
Immerhin muss ich bzw. der Eigentümer für diese Überweisung keine extra Unterschrift leisten.

Warum bei Banken, die keine Sparbücher anlegen, sondern Unterkonten, meine Unterschrift dank entsprechender Kontovollmacht nicht reicht, sondern auch hier der Eigentümer unterschreiben muss, erschliesst sich mir dagegen nicht.

Du kommst hier nicht raus

Die Personalsoftware ist nicht in der Lage, eine vom Arbeitsamt geforderte Arbeitsbescheinigung für eine ehemalige Mitarbeiterin zu erstellen und zu versenden. So weit, so nervig.

Ich muss das also online über sv.net erstellen. Das alte Portal gibt es nicht mehr, ist nur noch für bestimmte Anwendungen einsetzbar. Ob es für Arbeitsbescheinigungen ginge, konnte ich nicht mehr ausprobieren, da man die ehemals verwendete Registrierung klammheimlich gelöscht hat.

D.h. man muss sich für das neue Portal registrieren, das – Gott sei’s gepriesen – bis Ende des Jahres noch kostenlos nutzbar ist, wenn man sich bis Ende März registriert hat. Das habe ich gerade noch so hinbekommen, aber auch nur, weil ich bereits ein gültiges Elster-Zertifikat einsetzen kann. Ohne ginge nicht einmal eine Registrierung und das würde auch dauern, weil man (vorläufige) Zugangsdaten im digitalen Zeitalter natürlich nur schriftlich zugeschickt bekommt.
Ich habe mich also durch ein Registrierungsformular gequält, und da man unbedingt eine persönliche Ansprechpartnerin eintragen muss, auch dieses getan. Fertig? Denkste. Für diese Ansprechpartnerin erhält man – im digitalen Zeitalter – nur schriftlich einen Zugangscode, mit dem man dann endlich die Registrierung abschliessen kann.
Die kam irgendwann in meinem Osterurlaub.

Zurück aus diesem wollte ich heute die Arbeitsbescheinigung erstellen. Dazu muss man die Mitarbeiterin anlegen, Beschäftigungsdaten, Steuerdaten, Sozialversicherungsdaten pipapo eintragen, für mindestens 12 Monate Entgeltmeldungen eintragen und natürlich alle möglichen Kündigungsdaten (zu wann, mit Abfindung, warum, Abmahnungen, Freistellungen usw.).
Das hat mich ungefähr eine halbe Stunde gekostet. Am Ende wollte ich die Eingaben natürlich prüfen, bevor sie versendet werden. Fehlermeldungen. Das meiste liess sich einfach beheben, einfach Feld ausfüllen.

Eine Fehlermeldung blieb übrig. Man darf nämlich bei der Registrierung in den sog. Basisdaten den Namen des Unternehmens ohne Beschränkungen eintragen. Im Formular sind jedoch nur höchstens 30 Zeichen erlaubt.

Darf ich das direkt im Formular ändern? Nein!
Gehe dazu in die Verwaltung, in die Basisdaten, ändere auf eine verträgliche Länge und speichere, nicht ohne vorher zu entscheiden, ob noch schnell alles an die Sozialversicherung übermitteln werden soll. Soll übrigens nicht.

Zurück zur Arbeitsbescheinigung. Darf ich nun den geänderten Unternehmensnamen übernehmen? Nein!
Ich speichere also den Entwurf, rufe das Formular neu auf, finde den Entwurf nicht wieder, entdecke ihn nach längerem absuchen im Postfach, wo er sich per versehentlichem Klick irgendwohin (einen Button oder Link gibt es nicht) wieder öffnen lässt.
Aber, dort steht immer noch der nicht konforme Unternehmensname, wie festgetackert, und lässt sich auch nicht ändern.
Ich fange also ganz von vorne an …
Immerhin darf ich die Stammdaten der Mitarbeiterin abrufen, die aber lediglich aus Name und Adresse bestehen. Das hat jetzt wirklich geholfen.

Wie war das noch mit der Vereinfachung und Abschaffung der Bürokratie? Ich habe jetzt jedenfalls schlechte Laune.

Endlich darf ich auch mal

… eine Anfrage aus Datenschutzgründen ablehnen. 😉

Der Strom Grundversorger rief an und erkundigte sich nach einer Mieterin, die aber längst nicht mehr hier wohnt.
Die Dame am Telefon fragte nach der neuen Adresse. Was ich aus o.g. Gründen ablehnte mitzuteilen.
Die Mieterin ist zwar leider eine von der Sorte „nimm“ gewesen, und ich hätte liebend gern dazu beigetragen, sie in ihre Grenzen zu weisen. Trotzdem gebe ich wildfremden Menschen, die sich naturgemäss am Telefon nicht ordentlich ausweisen können, keine persönlichen Daten weiter.

Fasse dich kürzer

Es stehen immer noch einige technische Geräte aus dem Nachlass als Kleinanzeige online.
Ab und zu kommt sogar noch eine Anfrage, aber oft mit einer viel zu niedrigen Preisvorstellung. Wenn ich dann im Gegenzug von meinem ersten Preis heruntergehe, aber – natürlich – oberhalb ihres Angebotes bleibe, kommt entweder keine Reaktion, oder man verabschiedet sich gleich wieder.
Was ist an VB = Verhandlungsbasis eigentlich nicht zu verstehen?

Den Vogel hat jedoch eine Nutzerin abgeschossen, die ohne Anrede, ohne Gruss, ohne irgendeinen Namen o.ä. mir lediglich eine Zahl entgegenwarf.
Ja, wirklich, da stand nur eine Zahl, nicht einmal für eine Währung hat es gereicht. 😉 (Ich hatte schon Angebote in Pfund, von daher ist eine Währung durchaus eine Erwähnung wert, deucht mich.)
Da der Preis diesmal im akzeptablen Rahmen lag, schrieb ich zurück, nämlich dass 50 € ok wären.
Antwort: Adresse
Wirklich, sonst nix, nur dieses eine Wort. Diesmal sah ich mich genötigt nachzufragen, da ich Versand und Abholung anbiete. Irgendeiner Person, die es nicht einmal für nötig hält, mir wenigstens einen Vornamen zu gönnen, oder gar einen ganzen Satz, Gott bewahre mich davor, werde ich bestimmt nicht meine Privatadresse mitteilen. Und mir dann vielleicht noch eine Blüte unterjubeln lassen.
Das riecht entweder nach absoluter sozialer Inkompetenz, oder nach Betrug, oder einfach nur nach unverschämt.

Der/die Nutzerin verstieg sich zuletzt darauf, mir statt einer adäquaten Antwort einen niedrigeren Preis zu nennen mit der Bemerkung „komme es Sofort abhollen“.
Was mir verschiedene Dinge zeigt:
– es handelt sich um einen Nutzer, der meint, mich als erkennbare Frau nicht ernst nehmen zu müssen, was den Preis betrifft
– er kann nicht gut Deutsch, was verzeihlich ist; was ihn aber immer noch nicht davon enthebt, wenigstens eine rudimentäre Kommunikation zu führen bzw. wenigstens etwas höflich zu sein

Ich vermute, falls wir uns wider Erwarten doch noch einig werden sollten, dass er nicht den dann vereinbarten Preis zahlen will. Weshalb ich mich übrigens nur am hellichten Tag an einem öffentlichen Ort treffen würde. Auf gar keinen Fall werde ich irgendwelche persönlichen Daten preisgeben.

Blöde Telefonakquise

Ich bin heute den ersten Tag im neuen Jahr im Büro. Eigentlich wollte ich diese Woche noch Urlaub machen, da ich noch viel Resturlaub habe, aber die Zählerstände in den Häusern mussten abgelesen werden, und nur dafür in die Stadt zu gurken hatte ich ja so gar keine Lust.
Also Büro.
Es regnet seit heute nacht, alles ist patschnass, auf dem Weg zur Arbeit war es stockduster – ich wäre lieber im Bett geblieben.
Der Kaffeebecher hat sich unter dem Auslauf wegbewegt, der Kaffee lief ungehindert in die Abtropfschale, die Küchenwaage hat ihren Geist aufgegeben, die Banane fürs Frühstücksmüsli glitschte immer wieder unter der Gabel weg – ich wäre lieber im Bett geblieben.

Da kam mir der Anruf der netten Dame gerade recht, die mich als erstes fragte, ob ich ein wenig Zeit hätte, oder ganz wichtige Sachen zu berechnen (wohl wegen Ingenieurbüro).
Zweiter Satz: ob ich ihr schnell 6 Chefinnenfragen beantworten könnte.
Ich fragte, worum es überhaupt geht, ob sie mir was verkaufen will, sie wich von ihrer „ich will Ihnen nur 6 Chefinnenfragen stellen“ Strategie nicht ab.
Nach drei Nachfragen, worum es geht, wurde es mir zu bunt und ich legte mit den Worten „für so einen Unsinn habe ich keine Zeit“ auf.

Das war schön. 😉 Im Sinne des Frustabbaus.

Fachkräftemangel

In der Immobilienbranche ist es momentan superwichtig, Handwerker an der Hand zu haben, mit denen man am besten schon jahrelang zusammenarbeitet und gute Stammkundin ist.
Eine dieser Firmen, die wir für Heizung und Sanitär hatten, hat im Sommer aufgegeben bzw. die Mitarbeiterinnen sind von einer anderen Firma übernommen worden.
Womit sich diese Firma wohl tatsächlich übernommen hat.
Seit August renne ich hinter diversen Reparaturarbeiten hinterher, z.B. eine simple WC Drückerplatte in einer Wohnung austauschen zu lassen.
Heute habe ich mal wieder angerufen und war zugegebenermassen langsam etwas ungehalten. Ich fragte nach dem Auftrag, der Mensch am Apparat suchte wohl im System und bequemte sich nach einiger Zeit, ziemlich lahm zu antworten: „Jaaaa, ich gucke, ob wir mal einen Termin machen können.“ Ich weise darauf hin, dass das jetzt über 2 Monate dauert, als Ausrede kam, es wäre ja jetzt kalt und Heizungen würden ausfallen, das hätte Priorität. Verstehe ich. Dennoch konnte ich mir nicht verkneifen, zu sagen, dass es im August noch nicht kalt war …
Daraufhin war er beleidigt. Ein Mimöschen als Handwerker.
Liebe Leute, sagt doch gleich bescheid, wenn es an Kapazität fehlt, dann habe ich wengistens eine Chance, nach einer Alternative zu suchen. So sind nur beide Parteien genervt.

Nörgelig

Es gibt so Menschen, die haben grundsätzlich einen nörgelnden Unterton, wenn sie was sagen. Das hört sich dann an, als wäre die gesamte Welt angetreten, sie zu unterjochen.
Sowas musste ich mir grad auf dem AB anhören.

Da tropft es in einer Wohnung und ein Lichtschalter hat einen Wackelkontakt. Vorgetragen, als hätte der arme Mensch schon seit Wochen darum gebettelt, dass man sich darum kümmere, man hätte ihn aber immer wieder vor die Tür geworfen.

Sollte es sich zum einen um einen verstopften Syphon handeln (Haare – ich kann selbst ein Lied davon singen) und zum anderen um ein lockeres Leuchtmittel – ich werde diesen Menschen die Rechnung selbst bezahlen lassen. Allein, damit er sich weiter schlecht fühlen und aufführen kann.

Rauchgeruch

Man sollte rauchen nur noch in den geschlossen zu haltenden Privaträumen der Raucherinnen erlauben.
Hier im Büro kann ich praktisch kein Fenster aufmachen, weil entweder in der Praxis nebenan auf dem Balkon, oder in der Wohnung unten drunter auf der Terrasse gequalmt wird.

Ich bin da sehr geruchsempfindlich, habe schon die Balkontür in meinem Büro geschlossen und nur das Küchenfenster auf Kipp stehen. Aber genau durch dieses Küchenfenster nehme ich dann diesen üblen Zigarettengeruch auf.
Echt nervig, weil ich im Sommer auch gerne frische Luft hätte, anstatt mit diesem Gestank beglückt zu werden.

Ein Gesetz müsste her, das passive mitrauchen müssen belästigt schliesslich nicht nur meine empfindliche Nase, sondern schädigt auch meine Gesundheit.
Ob ich mal eine Petition verfasse? 😉

Büro vs. nicht Büro

Wenn mich jemand im Büro anruft, spreche ich, notiere ich, veranlasse alles nötige.
Wenn mich jemand auf der Strasse anspricht, weil ich zufällig einer Mieterin begegne, dann kann das sein, dass ich mit dem Kopf nicke, mir nichts notiere und auch nichts veranlasse.
Weil, ich bin nicht im Büro. Ich bin nicht 24/7 abrufbereit. Und ich bin in dem Alter, wo ich mich am nächsten Tag zwar dumpf an eine Begegnung erinnern könnte, alles andere aber verdrän… äh vergessen habe.

Also bitte, liebe Mieter und Mieterinnen, ruft mich im Büro an, mailt mir, schreibt mir Briefe.
Auf der Strasse, beim einkaufen, in Theater, Kino, im Café oder sonst wo bin ich privat. Okay?

Manchmal komme ich mir echt vor wie „Oh, Sie sind Arzt. Ich habe da so Schmerzen, da hinten, können Sie mir sagen, was das ist?“ inkl. kostenloser Untersuchung auf dem Parkplatz und Spontanheilung.