Kategorie: Technikgedöns

Die besondere Schönheitskur

Jede Minute schiessen Websites aus dem Boden, deren einziger Zweck darin besteht, mit dürftigem Content in den Suchmaschinen möglichst weit oben zu stehen, und dadurch viele Klicks auf Affiliate Links zu generieren.
Normalerweise sind die Inhalte halbwegs dem Domainnamen angepasst.
Was ich heute fand, als ich nach einem elektrischen Unkrautvernichter suchte (auf Chemie würde ich gerne verzichten, andererseits hasse ich diese Gas-Flammenwerfer, und mechanisches ausreissen hasse ich noch mehr bzw. kann ich in meinem Alter nicht mehr …), das ist dann aber doch ziemlich kurios:

Unkrautvernichter

Noch ’ne Community

Es gibt so Tools/Apps, da schwappen in Wellen die Userinnen herein; eine fängt an, dann müssen irgendwann alle mit, wenn sie nichts verpassen wollen.
Und es gibt Communities, da muss man hin, will man z.B. Produktsupport o.ä. erhalten. So etwas ist z.B. Discord. Ich bin da bisher eigentlich nur aus diesem Grund gewesen, selten noch dazu.
Das rächt sich entweder, oder Discord hat es sich zur Aufgabe gemacht, mich zu trietzen. 😉
Jedenfalls, will ich mich mal wieder einloggen, dann muss ich IMMER die IP bestätigen. Danach melde ich mich zum zweiten Mal an. Bevor ich den Server betreten darf, muss ich aber auf jeden Fall noch per Haken bestätigen, dass ich ein Mensch bin. Und noch irgendwelche Puzzle lösen, deren Aufgabe dank unverständlichem Deutsch in halben Sätzen nicht einfach zu lösen ist.
Habe ich diese Prüfung erfolgreich bestanden, leitet man mich doch bestimmt ohne weitere Umwege direkt zu meinem Account, oder?
Nö.
Denn jetzt muss ich mich erstmal erneut anmelden.
Dat neeervt.

Digitales Hausverbot

Es gab vor einiger Zeit eine Abmahnwelle wegen der Einbindung von Google Fonts auf Webseiten, wobei sich eine Abmahnerin nebst Anwaltskanzlei besonders eifrig hervortat. Einige dieser Abmahnungen wurden bereits zurückgewiesen.
Ein Hotelier aus Österreich ging noch einen Schritt weiter und sprach der Abmahnerin ein digitales Hausverbot aus, verbot ihr also, seine Webseite zu besuchen, da sich die Abmahnerin bei dem Besuch dieser unwohl fühlte, was, wenn ich es richtig verstanden habe, der Grund oder einer der Gründe für ihre Abmahnung war.
Da musst ich schon grinsen und dachte: recht so. 😉 Es steht jedem frei, zu bestimmen, wer das Unternehmen betreten bzw. besuchen darf und eben auch Hausverbote auszusprechen, zumindest, wenn es sich nicht um ein essentielles, lebenswichtiges, einzigartiges Unternehmen handelt, wie z.B. die einzige Apotheke weit und breit. Soweit ich weiss, bedarf es dazu nicht einmal einer Begründung.
Die Abnahmerin hat die Unterlassungserklärung übrigens nicht unterschrieben, worauf die Geschichte vor Gericht landete und dem Hotelier, analog zur Möglichkeit der Erteilung eines realen Hausverbotes, recht gegeben wurde.
Die Abmahnerin scheint mir aber beratungsresistent zu sein, denn anstatt das Urteil anzunehmen, will sie Rechtsmittel einlegen.
Vielleicht hat aber auch nur der Anwalt geraten, das nicht hinzunehmen, damit das nicht zu einem Vorbild für alle von dubiosen Massenabmahnungen geplagten Webseitenbetreiberinnen wird.
Ich finde die Idee des digitalen Hausverbotes jedenfalls knorke. Wer nur herkommt, um zu stänkern oder irgendwas abzuzocken, dem möchte ich gerne dauerhaft die Tür weisen können. In Foren, Communities etc. geht das doch auch.

(Quelle)

Reger Mailverkehr

Ich habe tatsächlich eine Anfrage wegen des falschen E-Bons gestellt. Seitdem stehe ich im regen Mailverkehr mit inzwischen 3 (oder 4?) verschiedenen Mitarbeiterinnen.

Erst bekam ich eine automatische Antwort.

Mail Nr. 2 von Mitarbeiterin Nr. 1 teilte mit, dass man mein Anliegen an die zuständige Fachabteilung weitergeleitet hätte.

Mail Nr. 3 von Mitarbeiterin Nr. 2 fragte nach der Adresse des Marktes, in dem das Malheur passiert sei.

Mail Nr. 4 von Mitarbeiterin Nr. 3 fragte nach der Kundennummer der Payback Karte und nach dem Beleg.

Ich weiss jetzt nicht mehr, wonach man noch fragen könnte, ausser meiner Augenfarbe habe ich hoffentlich in den vergangenen 3 Tagen alle relevanten Informationen, immer schön peu à peu, beigebracht.
D.h. ich erwarte, in der nächsten Mail tatsächlich eine Stellungnahme zu erhalten. Die wahrscheinlich nach einem technischen Problem klingen wird. Aber wenigstens habe ich es dann versucht. 😉

Eines muss man löblich vorab erwähnen, egal, was am Ende herauskommt: die Reaktionszeiten sind gut.

Abrechnung Strom / Photovoltaik 2023

Deutlich früher als angekündigt kam heute schon die Jahresabrechnung unserer Photovoltaikanlage.
Wie bereits vorhergesagt bekommen wir fast 400 € zurück und müssen für dieses Jahr keine Vorauszahlungen leisten, weil wir den Freibetrag voraussichtlich nicht ausschöpfen werden – vorausgesetzt, die Sonne scheint uns ähnlich aus den Knopflöchern wie letztes Jahr.
Einen Strompreis von durchschnittlich 40 Cent vorausgesetzt hat sich unsere Anlage letztes Jahr mit ca. 2000 € amortisiert.

Sonnenbilanz 2023

Bilanz PV-Anlage für 2023

Da ich gestern den Zählerstnd übermittelt habe, habe ich auch gleich die Gelegenheit ergriffen, Bilanz für die PV-Anlage im abgelaufenen Jahr 2023 zu ziehen.
Da die Sonnen App zu ungenau ist, die Enphase App hinwiederum den Batteriespeicher nicht berücksichtigt, habe ich noch den Zählerstand herangezogen und selbst gerechnet.

Die wichtigste Zahl vorweg: ca. 80 % Autarkie
Insgesamt haben wir 12,44 MWh Strom erzeugt, davon 8760 kWh eingespeist, ergo 3680 kWh selber verbraucht. Dazu kommt der Netzbezug von 919 kWh, ergibt einen Gesamtverbrauch von 4599 kWh.
Wir haben dieses Jahr also auch noch signifikant weniger Strom verbraucht als die Jahre zuvor.
Ich nehme an, das wird nächstes Jahr noch etwas runtergehen, weil Keyboard und Fernseher, Radio und Co. weggefallen sind.

Jedenfalls rechne ich mit einer fetten Erstattung von mehreren hundert Euro, da wir a) die Freistrommenge nicht verbraucht haben, b) die Vorauszahlungen zurückbekommen und c) die garantierte Gewinnbeteiligung für die Netzstabilisierung dazu kommt.

Gute Vorsätze

Na, feilt ihr auch schon an den guten Vorsätzen fürs nächste Jahr, die es möglichst rasch ad absurdum zu führen gilt?

Ich habe bisher nur einen, soeben beschlossen, weil ich gerade von Ex-Twitter komme. Der lautet: Ex-Twitter nächstes Jahr nicht mehr anzufassen, sondern auf allen Geräten zu löschen.
Und das wird klappen. 🙂 Da ich mich bereits weitgehend entwöhnt habe, und nur noch beim warten in der Werkstatt oder ähnlich frustrierenden Aufenthalten aus lauter Langeweile zum Handy und zu Ex-Twitter gegriffen habe.
Wobei ich dann auch nicht mehr richtig gelesen habe – Inhalte von meinem Freundinnen und Bekannten wird in meiner Timeline vom Algorithmus inzwischen konsequent ausgeblendet, oder sie twittern auch nichts mehr – sondern nur noch geschaut, wen ich blockieren kann.
Das spare ich mir künftig ebenfalls. Man kann davon ausgehen, dass KI auch diesen Zweig des Internets erobert hat und irgendein Fuzzi einen Bot programmiert hat, der Ex-Twitter mit widerlichen Inhalten flutet.
Ich drücke die Daumen, dass es einmal soweit ist, dass die Wut-/Hass-/GegenAlles-Bots sich nur noch gegenseitig auf den Keks gehen und alle wirklichen Menschen längst zu einem besseren Dienst abgewandert sind.

Kickstarter

Jedes Mal, wenn ich einen Newsletter von Kickstarter mit tollen, neuen Projekten erhalte, rufe ich mich zur Ordnung.
Ausserdem rufe ich das letzte Projekt auf, an dem ich mich vor inzwischen fast 3 Jahren mit fast 200 $ beteiligt hatte.

Die Spitzbuben haben in der Finanzierungsrunde mehr als eine halbe Mio. USD eingesammelt und sind damit stiften gegangen.
Da das projektierte Produkt kurz darauf (oder gleichzeitig?) bei Alibaba angeboten wurde, scheint es ziemlich wahrscheinlich, dass es sich um einen geplanten Betrug handelte.

Was mich an der Stelle echt wurmt: wenn Kickstarter schon Projekte mit ihrem „Projects We Love“ auszeichnet, dann erwarte ich doch, dass man die JungunternehmerInnen noch mehr auf Herz und Nieren prüft, als sowieso schon.

Offensichtlich hat man das aber nicht getan. Das Startup hat weder eine ordentliche (ladungsfähige) Anschrift angeben müssen, noch überhaupt verifizierbare Kontaktdaten. Jedenfalls wir Backerinnen haben so etwas nicht zu sehen bekommen.

Was mich vermuten lässt, dass scheinbar eine x-beliebige Email-Adresse (hier war es eine Outlook-Adresse) reicht, etwas aufgehübschtes und/oder geklautes Blabla rund um ein (Fake-) Projekt, und natürlich eine Bankverbindung, an die das eingesammelte Geld gehen soll, um alle übers Ohr zu hauen.

Wenn ich mit meinen Überlegungen wieder einmal soweit gediehen bin, bin ich auch von allen „will ich Geld für ausgeben“ Ambitionen geheilt. 😉

Verkauft 5

Das Tyros 5, das ich letztes Jahr für den Stiefvater beschafft habe, ist zwar noch nicht so ganz verkauft, aber hoffentlich auf dem Weg, bald verkauft zu werden, ich hoffe ja immer noch auf das Weihnachtsgeschäft.
Ich habe mich gestern abend aufgerafft und den Händler angeschrieben, bei dem es gekauft wurde.
Dieser hat sich gleich heute morgen telefonisch gemeldet und will es in Kommission nehmen, hat eben sogar ein GLS Ticket geschickt, mit dem es bei uns abgeholt wird. Wir müssen es nur noch verpacken.
Sehr aufmerksam, sehr zuvorkommend.

Da kenne ich ehrlich gesagt andere Händler, die so’n bisschen Starallüren an den Tag legen.

Den anderen Händler, bei dem sich mein Stiefvater kurz zuvor eine Orgel gekauft hatte, habe ich ebenfalls angeschrieben, da bin ich aber eher weniger hoffnungsfroh, dass da irgendwas zustande kommt.
Vielleicht sollte ich mal mein Netzwerk befragen, ob die irgendeinen Verkaufstipp haben.

Der Stromanbieter wieder

Neulich bekam ich ja Post vom Grundversorger über einen nie abgeschlossenen Vertrag, der natürlich auch nie bezahlt wurde, und den man jetzt zu meiner Überraschung anmahnte, gleich mit Androhung einer Sperre.
Soll heissen, ich habe weder Vertragsunterlagen noch Rechnungen oder vorhergehende Mahnungen für diese Wohnung erhalten.
Da ich mir eine halbe Stunde Kopfschmerzen verursachende Warteschleife nicht antun wollte, schrieb ich eine E-Mail.
Früher bekam man darauf wenigstens noch eine Eingangsbestätigung, die man zu Beweiszwecken hätte horten können (reagiert wurde auf die solchermassen mitgeteilten Anliegen sowieso nie), das scheint man sich jetzt ebenfalls zu sparen. Ein Schelm, wer böses dabei denkt …
Jedenfalls, heute lag das nächste Schreiben im Briefkasten, Poststempel vom 29.11., dank Überlastung erst am Freitag oder Samstag im Briefkasten. Inhalt sinngemäss: zahlen Sie bis übermorgen in irgendeiner Poststelle bar ein, sonst wird der Stromanschluss gesperrt.

Tja, und so sitze ich hier, lasse mir die Ohren mit furchtbarer Musik vollplärren (Ihre Wartezeit beträgt 10 Minuten …) und habe wirklich, wirklich schlechte Laune.

20 Minuten später: der Mitarbeiter war sehr freundlich und hat laufend betont, dass sowas nicht hätte passieren dürfen, ich ihm aus Datenschutzgründen aber am Telefon weder die Daten der Mieterin nennen darf, noch darf er anschliessend in deren Konto gucken …
(Radio Eriwan, bist du das?)

Ich schickte die Mail, die ich schon nach der letzten letzten Mahnung geschickt habe, noch einmal raus, diesmal gab es sogar eine Eingangsbestätigung, hurra, und der Mitarbeiter hat hoch und heilig versprochen, zuzusehen, dass er diese aus den wahrscheinlich tausenden Mails herausfischen und an die zuständige Stelle weiterleiten wird.
Ich bin skeptisch.