Kategorie: Unterwegs

Verkehrshindernisse

Heute morgen war von der Vollsperrung nichts zu sehen, offensichtlich hatte auch der Bus noch Gelegenheit, die normale Strecke vom nächsten Ort bis zu uns zu bewältigen. Mal sehen, wie es nachmittags aussieht.

Im Altdorf, 30iger Zone, irgendwann muss ich da rechts abbiegen, wobei auch rechts vor links gilt, kam heute morgen ein Radfahrer direkt mal auf meiner Strassenseite angeradelt. Da ich wegen der dort parkenden Autos sowieso immer sehr langsam abbiege, hatte er noch Gelegenheit, vorbeizuschlenkern, bevor er mir auf der Motorhaube sass. War wohl noch nicht ganz wach.

Das letzte abbiegen auf die Zufahrt zur Tiefgarage gestaltete sich heute auch unfreundlich, irgendein Trottel hatte einen E-Scooter direkt an der Strasse so quer über den Fussweg abgestellt, dass dieser möglichst viele Fussgängerinnen, Fahrrad- und Autofahrerinnen optimal behindern konnte.
Und ich dachte, diese Dinger wären schon wieder out, weil soviel Schindluder damit getrieben wird.

World Refugee Day

Heute ist Tag der Flüchtlinge. Als Bewohnerin eines demokratisch geführten Landes, in dem ich, im Gegensatz zu vielen anderen Menschen, im Wohlstand aufgewachsen bin, ist es quasi Pflicht, diesen Tag mit einem Mikrokredit an eine aus ihrem Heimtland geflüchtete Person zu feiern.
Glücklicherweise hatte ich genau diese 25 $ aus zurückgezahlten Mikrokrediten in meinem Konto bei Kiva.
Womit ich mir den vierten Badge verdient habe. 😊 Dieses Badges sind schon ein Anreiz, an jeder Challenge teilzunehmen, das befriedigt irgendwie mein Sammlerherz. 😉

Kiva Badge zum World Refugee Day

Hier darf man sich anschliessen und selbst verleihen.

Parken

Mein verkehrliches Highlight des heutigen Tages war der Mercedesfahrer, der entgegen der Ausfahrt schwungvoll um die Gebäudeecke fuhr (ohne was zu sehen) und gleich dort vor den Fahrradparkplätzen anhielt, wo er die Fahrradfahrerinnen optimal behindern konnte.
Es entstieg, nein, eher kraxelte, ein alter weisser Mann dem Auto und schlenderte grinsend, weil ich ihn kopfschüttelnd visierte, an zahlreichen, leeren Parkplätzen vorbei ins Geschäft.
Alle Klischees erfüllt. Maximal unsympathischer Typ.

Par. 1 StVO

Der Weg zur Arbeit war heute mit einem Fahrer garniert, der rücksichtsloses Verhalten offensichtlich zu seinen Kernkompetenzen zählt.
In einer 30iger Zone, nicht einsehbare Kurve, Strasse auf meiner Seite zugeparkt, kommt von unten ein Taxi angeschossen, als ich schon halb durch die Kurve bin. An einer Einfahrt hätte ich eine Lücke zum ausweichen gehabt. Was macht der Taxifahrer? Hält genau gegenüber dieser Einfahrt, damit ich mich zentimeterweise an dem Trottel vorbeischieben muss. Das Ar…loch hat er sich jedenfalls redlich verdient …

Local Fashion

Zum zweiten Mal erhalte ich eine Nachricht, dass Google Street View im Landkreis unterwegs wäre und wir eine virtuelle Tour durch unser Fashion Unternehmen (hier: das Taschenblog) bekommen könnten.
Letztes Mal sind sie die von der Ortsdurchfahrt abgehenden Sackgassen, an deren einen Ende ich residiere, nicht abgefahren.
Vielleicht sollte ich mich diesmal melden?
Allerdings wüsste ich nicht so recht, wie die virtuelle Ortsbegehung aussehen sollte. Ich könnte ihnen den Keller zeigen, in denen ein paar Kisten mit Taschen lagern. Oder den Dachboden.

Eingesperrt 2

Vollsperrung der Ortsdurchfahrt über zwei Wochen.
Ein Anruf bei der Sachbearbeiterin der Gemeinde hat nicht unbedingt Klarheit gebracht. Man wäre bei der Besprechung der Bauarbeiten vor Ort dabei gewesen und wüsste um das Problem. Die Baufirma hätte informieren sollen, hat dies offensichtlich noch nicht. Vielleicht will man dem Shitstorm aus dem Weg gehen und plant eine Info am Tag des Beginns der Bauarbeiten …
Nach Absprache hätte man die Möglichkeit, mit dem Auto über die Baustelle zu hoppeln. Auf eigene Gefahr selbstverständlich, also, wenn Auto kaputt, dann selbst schuld.
Hört mal, ist das euer Ernst?

Dann hiess es noch, letztendlich ist der Landkreis zuständig, rufen Sie doch Frau Sowieso an. Das wollte ich wohl gerne tun, nur, Frau Sowieso glänzt durch Abwesenheit.
Aber ich bleibe dran.

####################

Ui, Frau Sowieso hat zurückgerufen, gibt’s denn sowas. *staun*
Nach dem Telefonat stellt sich die Situation nicht mehr ganz so dramatisch dar, die Ortsdurchfahrt wird praktisch nur 2 Tage nicht befahrbar sein, wenn der „Kleber“ auf die Fahrbahn aufgebracht wird und trocknen muss.
Na gut, für zwei Tage werde ich wohl Urlaub nehmen. Irgendwo auf der anderen Seite des Dorfes zu parken, die einzige Möglichkeit wäre der Friedhof, ist keine schöne Option.

Danach hätte ich eine schöne Strasse, meinte Frau Sowieso noch. Ich musste grinsen und so schieden wir mit einem Lachen voneinander.

Eingesperrt

Heute habe ich en passant in den Gemeindenachrichten gelesen, dass unsere Ortsdurchfahrt bis zum nächsten Dorf wegen Sanierungsarbeiten für mehrere Wochen voll gesperrt wird.
Wie, voll gesperrt?
Alle Strassen, die an diesem Teil der Ortsdurchfahrt hängen, sind Sackgassen. Wer Haus und Hof verlassen will, muss das über diesen Teil der Ortsdurchfahrt tun.

Ich kann mir schwer vorstellen, dass man uns hier mehrere Wochen entweder einsperren will, oder verlangt, dass wir das Auto irgendwo an der Landstrasse abstellen (öffentliche Parkplätze an der Landstrasse gibt es natürlich nicht) und mit Sack und Pack jeden Tag zu Fuss über die gesperrte, wahrscheinlich aufgerissene Strasse hypfen.

Hier wohnen übrigens überwiegend ältere Leute, ich will zwar nicht behaupten, dass der Notarzt jede Woche aufschlägt, aber es gibt schon einige, die aufgrund ihres Alters und von Krankheiten so etwas nicht bewältigen können.

Jedenfalls habe ich gleich mal in der Gemeindeverwaltung angerufen, die Dame am Telefon wusste zwar auch, worauf ich hinaus wollte, konnte mir jedoch nur eine Durchwahl zu einer anderen Dame geben, die aber erst morgen erreichbar wäre.
Angeblich soll die Baufirma die Anwohnerinnen auch rechtzeitig informieren, die Sperrung beginnt aber schon in gut einer Woche.
Klingt alles schon sehr wie „mir doch egal, wie ihr wann wohin komt, und Notfälle interessieren uns erst recht nicht“ … 🤔

Die drei Damen vom Wahllokal

Auch in unserem Minidorf gibt es ein Wahllokal, im Gemeindehaus, das sich für uns nicht einmal 100 Meter die Strasse runter befindet.
Da man niemals in Jogginghosen, mit vom kochen bekleckerten Shirt, das Haus verlässt, auch nicht auf dem Dorf, habe ich mich eben in die schwarze Sonntagshose und eine saubere Bluse geworfen, und bin zur Wahl geschritten.
Vor dem Gemeindehaus sassen drei Damen in der Sonne, die sich, als sie meiner angesichtig wurden, flugs erhoben, wobei es so aussah, als würden sie vor mir flüchten, worüber sie selbst lachen mussten.
Das Wahllokal war nämlich so überhaupt nicht frequentiert, dass sie sich zwischen den vielen Wählerinnen zum Schwätzchen vor die Tür setzen können.

Jedenfalls, ich habe meine Bürgerinnenpflicht hiermit erledigt. Und ich hoffe sehr, ihr auch. Jede Stimme, die nicht zu dem rechten Gesox geht, zählt.
Das ganze hat nicht einmal 10 Minuten gedauert, wobei der Rückweg den Berg hoch noch am anstrengendsten war. 😉

Retoure, aber wohin?

Apropos Vergesslichkeit. Auch Onlineshops können das.
Ich hatte eine Outdoorkamera bestellt, die ich beim besten Willen nicht ans laufen bekam.
Also wollte ich sie zurückschicken. In diesem Shop muss man dazu erst eine Retoure beantragen und bekäme laut FAQ ein paar Tage später ein Retourenlabel per Mail zugeschickt.
Beantragt. Eine Woche gewartet. Nix kam. Noch einmal die FAQ abgegrast, in den Bestellungen nach dem Stand der Dinge gesucht (= Retoure beantragt). Noch ein paar Tage gewartet, vielleicht ist der Begriff Mail in diesem Shop ja auch ein neudeutsches Synonym für Post.
Nach 2 Wochen hatte ich die Faxen dicke und schrieb per Kontaktformular.
Liess sich erst nicht aufrufen.
Beim zweiten Anlauf füllte ich alles aus, nächste Hürde: schieben Sie den Regler auf die Zahl 79, bevor das Formular abgesendet werden kann.
Es war bloss kein Regler da, nur ein sich drehender Kreis. Ein sich unendlich drehender Kreis.
Ich lade die Seite neu, fülle alles von vorne aus, vergesse diesmal nicht, den Text für alle Fälle zu kopieren.
Statt das Formular abschicken zu können, wurde ich vom Konto abgemeldet.
Ich melde mich neu an, navigiere zum zweiten Mal zum Formular und fülle alles zum dritten Mal aus. Diesmal sehe ich auch den Regler und kann – hurra, hurra – das Formular abschicken.
Ob das ganze jetzt angekommen wäre, darüber erhalte ich natürlich keine Nachricht, auch keine Kopie meiner E-Mail.
Deshalb screenshotte ich sowas immer, bevor ich das abschicke. Evt. muss ich ja beweisen, dass ich was geschickt habe, und was ich wann geschickt habe.

Einen Tag später kam übrigens so gut wie kommentarlos das Retourenlabel per E-Mail.

Das ganze Prozedere sieht fast so aus, als wollte man vor der Rücksendung noch schnell ein paar Hürden setzen; und als gäbe es nur eine Mitarbeiterin, die jeden Einzelfall händisch und persönlich prüft.

Vergesslichkeit

Vergesslichkeit, wer kennt sie nicht. Mit fortschreitendem Alter lernt man sie immer besser kennen …

Heute war ich kurz im Discounter, um den – hüstel – Vorrat an Müllbeuteln aufzustocken, der zu Hause auf 2 Rollen in Kosmetikeimergrösse geschrumpft war.
Zwei Einkaufswagen vor mir stand eine alte Dame an der Kasse, die mit Karte bezahlen wollte und sich beim besten Willen nicht an die passende Geheimzahl erinnern konnte.
Bevor die zwei Hanseln vor mir noch unlustiger wurden, weil sie warten mussten, hat die Kassiererin die alte Dame beiseite geschickt, damit sie sich an die Geheimzahl erinnern kann.
Da stand sie nun, ganz in Gedanken versunken, suchte auf dem Telefon und im Portemonnaie nach der verschollenen Zahl.

Als ich an der Reihe war, fragte ich erstmal nach der Summe, die die Dame schuldig war. Da es sich nur um einen kleinen Einkauf handelte, habe ich ihn kurzerhand mit meinem Einkauf zusammen bezahlt. Erst hiess es zwar, das ginge technisch nicht, aber am Ende konnte der Einkauf doch problemlos auf meinen Kassenzettel dazugebucht werden.

Die Dame stand halt immer noch und überlegte, und am Ende hätte sie wohl ohne Einkauf abziehen müssen, weil das Bargeld nicht reichte.
Einen Zwanziger fand sie im Portemonnaie, den hat sie mir in die Hand gedrückt, als ich ihr sagte, ich hätte für sie mitbezahlt.

Etwas später, ich belud gerade den Wagen, kam sie sogar noch einmal hinterher und wollte mir ihr ganzes Kleingeld geben.
Das habe ich abgelehnt. Ein bisschen Bargeld sollte man einfach im Portemonnaie behalten.
Und mich macht die kleine Differenz, die zu ihrem Einkauf fehlte, wirklich nicht arm. 😉