Wiedervorlage

Geschrieben von Martina am 8. Juli 2020

Kennt ihr die Wiedervorlage? Das ist ein Begriff aus Anwaltskanzleien, in denen meist die Sekretärin dafür zu sorgen hat, dass noch nicht abgeschlossene Vorgänge in regelmässigen Abständen eben wieder vorgelegt werden, um zu überprüfen, wie weit man damit ist, und ob der Vorgang auch irgendwann mal abgeschlossen werden kann.

So komme ich mir bei manchen Erbschaftsangelegenheiten, die mich ein halbes Jahr nach dem Tod meiner Mutter immer noch begleiten, auch vor. Es gibt da so einen Bausparvertrag, den ich auf mich umschreiben lassen und fortführen möchte, zum Zeitpunkt des Abschlusses wurde nämlich eine gute Verzinsung vereinbart, die es heutzutage nicht mehr gibt.
Zunächst versuchte ich, online Kontakt aufzunehmen, der Vertrag wird schliesslich online verwaltet. Null Reaktion.

Dann hatten wir einen Termin bei der Bank und zufällig trafen wir dort auch den Mitarbeiter an, der für die Bausparkasse zuständig ist. Er versprach, sich zu kümmern und gab mir eine Visitenkarte.

Nach vier Wochen fragte ich mal nach, Visitenkarte sei Dank hatte ich ja nun einen Ansprechpartner: angeblich müsste die Bausparkasse noch Unterlagen von mir haben, ob sie mir denn nicht geschrieben hätten.
Kurze Zeit später kam tatsächlich Post, ein Schelm, wer denkt, das hätten sie erst nach meiner Nachfrage losgeschickt. Da ich das Schreiben schon per E-Mail dem Ansprechpartner beantwortet habe und er versprach, es sofort weiterzuleiten, übte ich mich weitere vier Wochen in Geduld.

Im Online-Portfolio war inzwischen zu lesen, dass die Prämie gutgeschrieben wurde und das Lastschriftverfahren eingestellt. Immerhin, konnten wir doch nach nunmehr drei Monaten nun endlich das Konto schliessen, für das nach dem Tod und der Neueröffnung eines anderen Kontos auf den Witwer jeden Monat fast 10 € Gebühren abgebucht wurden, für quasi nichts, weil dort keine Bewegungen mehr stattfanden, bis auf diese eine Buchung.

Nach den zweiten vier Wochen fragte ich erneut nach, ob man den Vertrag denn auch mal umzuschreiben gedenke. Die Antwort, man habe einen Bearbeitungsstau.
Das war vor drei Wochen.
Nächste Woche ist es wieder soweit, ich trete in Wiedervorlage und werde die Schlagzahl vielleicht erhöhen müssen, damit endlich was passiert.

Meine bösartige Vermutung ist, dass man ein Schlupfloch sucht, um die Vertragsübernahme abzuwenden, die vereinbarte Verzinsung dürfte ihnen derzeit in der Seele weh tun.

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Das grosse Vergessen

Geschrieben von Martina am 7. Juli 2020

Mieter vergessen, ihren Strom anzumelden, und wenn sie es dann doch mal tun, vergisst der Strom-Anbieter, die Daten auch tatsächlich aufzunehmen, weil man das ja jetzt alles kontaktlos telefonisch machen muss, und der Telefonist lieber an den Nägeln kaut, als Daten in eine Datenbank einzugeben. Ach ja, und wenn dann die Anmeldung auf welchem Weg und egal von wem auch immer vergessen wurde, vergisst der Stromanbieter auch mal wochenlang, den Eigentümer zu benachrichtigen, er liefert selbstvergessen Strom, und richtet mitunter erst ein halbes Jahr später ein euphorisches Schreiben an den Eigentümer, hier zack zack zu blechen, für einen Vertrag, den dieser nie abgeschlossen hat, rückwirkende Kündigung und Umschreibung auf den vergessenden Mieter selbstverständlich nur bis zu 6 Wochen möglich, was gleichbedeutend mit viel Verwaltungsarbeit verbunden ist, wenn man die entstandenen Kosten auf den säumigen Mieter abwälzen möchte.

BTW, beim Strom darf ja jede/r jede/n anmelden und/oder Zählerstände mitteilen, er braucht bloss eine Adresse, eine Zählernummer und das Geburtsdatum. Gestern erst alles durchexerziert.
In einem anderen Fall hat ein Mieter in seliger Umnachtung die Zählernummer eines Nachbarn für sich in Anspruch genommen, dieser Nachbar hatte seinen Strom passenderweise vergessen anzumelden, und wir bekamen nach besagtem halben Jahr Mahnungen zu einem Stromvertrag, den niemand abgeschlossen hat, inklusive der Ankündigung, den Zähler von dem Mieter stillzulegen, der zwar bereits für den Strom zahlt, aber eben für den nachbarlichen Anschluss.

Ehrlich, einen Hühnerstall zu beaufsichtigen, ist einfacher …

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Belästigung

Geschrieben von Martina am 2. Juli 2020

Heute nur ein Satz, der mir aus einer gestrigen Fernsehsendung nachdrücklich in Erinnerung geblieben ist:
Bitte belästigen Sie mich nicht mit Ihrer Heiterkeit.

Es ging um eine Art Brosche, die man früher als trauernde Witwe tragen „durfte“, und die genau das der Umgebung signalisieren sollte.
Heutzutage ist trauern ja fast genauso verpönt und wird tunlichst unter der Decke gehalten, wie Depressionen.
So eine Brosche, die entsprechend beachtet wird, hätte ich mir in den letzten Monaten dringlichst ersehnt.

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Microkredite

Geschrieben von Martina am 30. Juni 2020

Im digitalen Universum gibt es auch winzig kleine Dinge, die viel wert sind, mehr als die ganzen Verschwörungsgurus (ist euch schon einmal aufgefallen, dass es hauptsächlich Männer sind, die in der Öffentlichkeit so richtig am Rad drehen?) und Ewignörgler.

Eines dieser kleinen Dinge, die viel bewegen, sind Microkredite. Dabei geben viele Menschen etwas Geld als Kredit, das gebündelt an die Kreditnehmer verliehen wird, die damit z.B. ein Geschäft aufbauen, ausbauen etc.
Das ganze passiert auf Plattformen wie z.B. Kiva, bei der ich mich vor etlichen Jahren bereits angemeldet habe. Anfangs habe ich nur die Mindestsumme, 25 $, verliehen und immer brav gewartet, bis diese zurückgezahlt war, bevor ich die Summe erneut verliehen habe.
Meine Kriterien sind dabei ganz einfach gewesen: es sollte eine Frau sein (dabei bin ich grösstenteils auch geblieben), es sollte etwas hergestellt werden, und es sollte etwas aus dem Fashionbereich sein, als Betreiberin des weithin bekannten *hüstel* Taschenblogs boten sich diese Kriterien für mich an.
Inzwischen sehe ich das nicht mehr so eng, ich bin dem Team Klimalotsen beigetreten und habe bei einem der letzten Kredite eine Frau gewählt, die so heisst, wie meine verstorbene Mutter und die ähnlich wie meine Mutter gerne backt und kocht bzw. das zu ihrem Geschäft gemacht hat.
Natürlich ist es auch nicht bei den 25 $ geblieben, die ich immer wieder neu verleihe, ab und zu fliesst eine Spende an die Organisation, und die Rückzahlung erfolgt auch nicht immer zu 100 %, wobei ich sagen muss, dass sich zumindest mein Verlust in sehr engen Grenzen hält.
Manchmal gibt es Aktionen, bei denen ein Kredit von anderen verdoppelt wird, so dass man nicht nur 25 $ verleiht, sondern noch 25 $ oben drauf bekommt, die man ebenfalls verleihen kann; diese werden natürlich nicht an mich zurückgezahlt, sonst würde ich ja Geld daran verdienen, und das ist absolut nicht die Absicht hinter den Microkrediten.

Seit kurzem – ich glaube, das gibt es noch nicht so lange – kann man quasi einen Dauerauftrag fürs einzahlen auf das eigene Kivakonto einrichten, dem habe ich mich vor einigen Monaten angeschlossen. Nur mit einer kleinen Summe, die tut mir auch in diesen Zeiten nicht weh, selbst, wenn ich das Geld niemals wiedersehen würde.
Zusätzlich kann man das eigene Portfolio so einrichten, dass automatisch ein/e Kreditnehmer/in – nach bestimmten, vorher von mir festgelegten Kriterien – ausgewählt wird, sobald sich die Mindestsumme von 25 $ angesammelt hat. Damit will man dafür sorgen, dass das Geld nicht nutzlos im Portfolio herumliegt.
Bald ist es soweit, und mein erster, automatischer Kredit kann vergeben werden. Ich bin schon gespannt, wen Kiva auswählt.

Update: Wer sich jetzt berufen fühlt, über Kiva ebenfalls Kleinkredite zu verleihen, darf sich gerne über diesen Link von mir einladen lassen. Für jede Registrierung bekomme ich zur Zeit 25 $ zum verleihen in mein Portfolio geschickt, ihr tut also gleich doppelt gutes. 🙂

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Automatische Werbung

Geschrieben von Martina am 3. Juni 2020

Uff, jetzt habe ich mal die automatische und angeblich optimierte Werbeanzeigengestaltung von Google ausprobiert, aber ich befürchte, das muss ich ganz schnell wieder abschalten.

1. Obwohl ich die Anzahl inzwischen auf das absolute Minimum reduziert habe (leider ist das nur ein nichtssagender Slider, wieviele Anzeigen die Position des Sliders tatsächlich bedeuten, ist nicht herauszufinden, vielleicht ist es auch nur ein spielerischer Gag, der gar keinen Einfluss hat), erscheinen auf der Blogseite immer 7 Werbeblöcke.

2. Die Werbeblöcke erscheinen mitten im Post, haben aber mit dem Inhalt desselben überhaupt nichts zu tun.
Oder habe ich jemals irgendwo irgendwas über Ohrenschmalz geschrieben? Ernsthaft, Ohrenschmalz? Versehen mit einem wunderbaren äh ekelhaften Bild, das ein Riesenohr zeigt, aus dem just ein riesiger, gelber Wurm Ohrenschmalz gezogen wurde?

Ich werde das wieder abschalten, was zu ekelig ist, ist zu ekelig.

Kategorie/n: Aufreger
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DeviantART

Geschrieben von Martina am 2. Juni 2020

Ich bin schon gefühlt Jahrzehnte zahlendes Mitglied bei dA, einer Art Künstlercommunity, mein erstes Bild habe ich am 4. Juni 2009 hochgeladen.

Irgendwann in den den letzten 2-3 Jahren wurde es an eine israelische Firma verscherbelt, die Webdesign/-hosting zu ihrem Geschäftsfeld zählt, und die – wie alle das immer so tun – versicherte, nichts ändern zu wollen.
Dann fingen sie an, am Design herumzufrickeln. Ich gebe zu, das alte dA ist im Laufe der Zeit ein bisschen in die behäbige Ecke abgedriftet, aber was diese Firma, die sich Webdesign auf die Fahnen schreibt, daraus gemacht hat, das ist unterirdisch.
Ziemlich lange konnte man zwischen altem und neuem Layout wählen, und jedesmal, wenn sie euphorisch vom superduper tollen Eclipse berichteten und es einem klammheimlich mal wieder unterjubeln wollten, bin ich stracks zum alten dA zurückgekehrt.
Im Mai gab es leider kein Entkommen mehr, das alte Design wurde zwangsabgeschaltet. Und jetzt sitzen wir mit einem Usability-Desaster da, welches schon ich weiss nicht wieviele User dazu genötigt hat, ihre zahlende Mitgliedschaft aufzukündigen.
Leider funktioniert das meiste hinten und vorne nicht, am irrwitzigsten finde ich jedoch, dass man es nicht abwarten konnte, und nun mit einem Mischmasch aus altem und neuem Design leben soll. Die Gruppen, deren eine ich als Admine betreue, sind noch im alten Design zu haben, also das innere, der Rahmen ist neu, und ehrlich, das sieht so Scheisse aus …
Abgesehen davon findet man manche Funktionalitäten nicht wieder, oder sie sind jetzt nicht mehr mit ein oder zwei Klicks erreichbar, sondern mit vier oder fünf.
Ehrlich, welcher Depp denkt sich sowas aus? Habt ihr noch nie was von Usability gehört oder gelesen? Eine Seite mit Scripten vollzustopfen, die laden und laden und laden, die nicht das tun, was sie sollen, oder ihre Anzeige nach Ausführung eines Befehles nicht ändern, so dass man der Meinung ist, der Befehl wäre gar nicht ausgeführt worden, das ist euer Geschenk an die Community?
Liebe dA-Betreiber, ich würde lieber bezahlen, um die alte, funktionierende Seite zurückzuhaben, als euch für diesen Schund noch mal Geld zu geben.
Aber vielleicht wollt ihr das ja? User vergraulen, damit ihr guten Gewissens die ganz Community in die Tonne kloppen könnt, weil nicht genug Kunden zu eurer Website rübergewandert sind?
Das ist nämlich der nächste Punkt, plötzlich wurde man mehr oder weniger genötigt, die alte Portfolio-Seite aufzugeben und eine neue bei den Betreibern einzurichten. Genauso ein dämlicher Homepagebaukasten, wie es jetzt bei dA versucht wird zu implememtieren. Natürlich erhofft man sich, dass daraus zahlende Kunden werden.
Das muss ich undankend ablehnen.

Kategorie/n: Technikgedöns
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Reverse Split

Geschrieben von Martina am 1. Juni 2020

Man – ich – lernt ja nie aus, was das Aktiengeschäft angeht. Ende letzten Monats wurde ich mit der Nachricht über die Ausführung einer Order überrascht, die ich nicht in Auftrag gegeben hatte und über die ich weder vorher noch hinterher irgendwelche Informationen bekommen hatte.
Es ging um Aurora Cannabis, die, wie ich erst nach eigener Recherche erfuhr, einen Reverse Split durchgeführt hatten, um nicht von der Börse zu fliegen. Soweit, so gut oder so schlecht.
Ich wunderte mich jedoch ebenfalls, dass ich keine neuen Aktien erhielt. Erst nach weiterer Recherche las ich, dass Anleger, die weniger als 6 Aktien hielten, einfach gekickt wurden. Nun hielt ich zwar mehr als diese 6 Aktien, beim Reverse Split kam jedoch ein Verkauf von 0,irgendwas Aktie heraus.
Es muss ich dann wohl um die Anzahl nach diesem Split handeln, womit ich also definitiv rausgeflogen bin.
Was mich zwar nicht glücklich macht, aber da es sich trotz alledem um keinen grossen Verlust handelt, kann ich es verschmerzen.
Der Kauf dieser Aktie geht sowieso auf eine Empfehlung zurück, und damit bin ich zum zweiten Mal reingefallen, weil ich nicht auf mein eigenes „Bauchgefühl“, sondern auf andere gehört habe.
Erst war es das Modeunternehmen, jetzt die Cannabisproduzenten.
Fazit: nur noch auf mich hören. 😉




Kategorie/n: In eigener Sache
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Klingeln in den Ohren

Geschrieben von Martina am 27. Mai 2020

Neben dem Büro logiert eine Zahnarztpraxis, diese hat in den Coronazeiten nun auch quasi dichtgemacht, ich sehe/spreche die Zahnärztin nur noch recht selten.
Offensichtlich hat sie sich nun auch entschlossen, die Zeit mit umfangreichen Renovierungs- und Umbaumassnahmen zu füllen.
Heute morgen schwante es mir bereits, als ich die Gerätschaften und Handwerker sah. Jetzt ist es akustische Gewissheit: es wird wieder gebohrt.
Und zwar in Beton. Dazu hämmern, poltern, rummsen, so, als ob gleich die Wand zu uns durch wäre.
Von allen Geräuschen am schlimmsten ist aber das bohren in Beton, laut, kreischend, mit schrillen Obertönen.
Inzwischen habe ich ein klingeln in den Ohren.
Telefonieren ist unmöglich, vorhin rief jemand an, und wenn ich ihn hätte verstehen wollen, hätte ich mir beide Ohren zuhalten müssen, was dann irgendwie auch nichts gebracht hätte. 😉
Der Mensch konnte auflegen, ich kann das nicht.

Ich kann höchstens nach Hause fliehen, in die Ruhe am Rande des Dorfes. Letzte Woche haben wir das erste Mal im Jahr draussen gesessen und gegrillt. Ausser dem zischen des Grillgutes und viel Vogelgezwitscher – ja, wir betreiben eine Futterstation für wie es scheint alle Vögel im Umkreis von mehreren Wäldern, diese vertilgen mindestens 3 Meisenknödel am Tag – war nichts zu vernehmen.
Momentan würde ich nichts davon hören, obwohl der Bohrer gerade Frühstückspause macht, klingelt es immer noch in den Ohren.

Kategorie/n: Büro
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Beim Friseur

Geschrieben von Martina am 23. Mai 2020

Wie sich die Zeiten ändern. Was früher lästige Pflicht war, wenn man nicht auf Rastagewirr stand, ist heute ein heiss ersehntes Ereignis: der Friseurbesuch.

Wir waren gestern, nach langen Monaten und mit langen Haaren.
Es war wie beim Arzt, nur dass das Wartezimmer draussen vor der Tür lag. Wir warteten im Auto, bis die Sprechstundenhilfe äh Friseurin vor die Tür trat und uns einzeln hereinbat. Dazu musste die Gesichtsmaske ordentlich sitzen, und am Eingang wurden die Hände desinfiziert. Die Friseurin war ebenfalls angetan mit Maske, zusätzlich mit einer Plastikschürze, die, wenn sie nicht durchsichtig, und blutbefleckt gewesen wäre, original wie eine Schlachterschürze ausgesehen hätte.
Haare waschen ist nun obligatorisch, ich muss das nächste Mal nach dem Shampoo fragen, das hat meinen trockenen Haaren ganz gut getan.
Danach schneiden mit Maske auf, das war schon etwas gewöhnungsbedürftig, eine Zeitlang musste ich die Maske vor dem Gesicht festhalten, weil die Bänder hinter dem Ohr beim schneiden störten.

Wie gut, dass ich diese Maske getragen hatte, und nicht den Loopschal mit Filter von Urbandoo, der um den ganzen Kopf geht. Oder die Silikonmaske von Koziol, die mit Gummibändern hinter dem Kopf befestigt wird.
Jaaaa, ich habe inzwischen ein Maskenarsenal angeschafft, alle mit austauschbaren Filtern. Das gibt mehr Sicherheit, und der nächste Lockdown kommt bestimmt.
Vor allem, wenn sich die Menschen weiterhin so unvernünftig verhalten, wie die Bekloppte gestern vor dem Backshop im Geschäft, die sich bis auf wenige Zentimeter an mich ranwanzte und mal eben mit blossen Händen das Brot aus dem Regal griff. Als ich sie auf ihr unmögliches Verhalten hinwies – ich war echt sauer – wurde sie nur rot und war ganz schnell verschwunden.

Am Ende des Friseurbesuches musste Adresse und Telefonnummer hinterlegt werden, bezahlen konnte ich noch bar, wenn auch der Kassentresen mit so einem Teil versehen war, also dem Ding, was man eigentlich nicht mehr Spuckschutz nennen darf, was aber de facto ein Spuckschutz ist, na, ihr wisst schon.

Insgesamt war es alles etwas aufwändiger, und in unserem kleinen Friseurladen auf dem Dorf durften wegen der räumlichen Gegebenheiten nur zwei Kunden gleichzeitig bedient werden, nach jedem Kunden musste geputzt werden, aber die Friseurin war natürlich froh, dass sie wieder arbeiten durften.

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Ich stehe hier nur so rum

Geschrieben von Martina am 18. Mai 2020

Wenn man die Nachrichten/Berichte so hört, driften immer mehr ehemals normale Menschen in eine Parallelwelt ab. So viel verschwurbelten Mist habe ich echt schon lange nicht mehr gehört und gesehen, wie anlässlich der sog. Hygienedemos abgesondert wird. Ob sich diese Leute nicht mal um ihre geistige und seelische Hygiene kümmern können?
Erschreckend finde ich, dass es sich z.T. um alte Menschen handelt, denen ich rein aus ihren Lebenserfahrungen heraus eine gewisse Krisenfestigkeit zugestehen wollen würde.

Heute beim Discounter meines Unvertrauens – dessen eh schon enge Gänge übrigens wieder einmal mit auszupackenden Waren, Verpackungsresten, Paletten etc.pp. verstopft waren, so dass man sich z.T. nicht einmal mit einem Einkaufswagen vorbeischlängeln konnte – stand wieder ein Hygienebeauftragter am Eingang. Und eine ältere Dame mit Einkaufswagen. Sie bewegte sich weder vor noch zurück, blockierte aber in schönster Dreistigkeit den Eingang, und den Herrn Türsteher focht es nicht an.
Als ich die Dame fragte, ob sie mich denn vorbeilassen könnte, schaute sie mit einem recht ratlosen Gesichtsausdruck zurück und begriff scheinbar überhaupt nicht, was ich wollte. Der Herr Hygienebeauftragter schaute derweil genauso aus der Warnwäsche.
Bis sich die Dame dann tatsächlich doch noch bewegte, und ich um die beiden herumlavieren konnte …

Abgesehen davon hat mich heute schon beim auslösen des Einkaufswagens die Wut gepackt. Die lieben Mitmenschen entblöden sich nicht, ihre Einkaufswagen voll mit Müll, benutzten Handschuhen und anderen Bösartigkeiten wieder in die Schlange zu reihen.
Rücksichtslose Arschlöcher und alle bekloppt …

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