Schlagwort: Apotheke

Prime-Zustellung

Die sollte nach deren eigener Vorstelllung immer am nächsten Tag geliefert werden. Einer der wenigen Vorteile, neben der kostenlosen Lieferung, die ich schätze.
Gestern hatte ich für den Garten bestellt, eine Kehrmaschine, Akku für diese, und einen Vertikutierer. Von zwei verschiedenen Herstellern, aber alles über Prime. Nachhaltig wäre gewesen, wenn alles in einer Lieferung ankommen täte, dafür würde ich auch den oder anderen Tag Wartezeit dazugeben, durfte ich ja schon einmal auswählen, habe ich gemacht.
Hier war das nicht möglich. Akku für Kehrmaschine und Vertikutierer sollten heute kommen, Kehrmaschine morgen.
Akku per Versand durch Amazon – kam an.
Vertikutierer per Versand durch GLS – kam nicht. Angeblich wurde das Paket erst abends bei GLS eingeliefert, laut Amazon „jetzt erwartet bis 25. August“. Also, ich erwarte das nicht. GLS übrigens auch nicht, die geben für morgen sogar ein konkretes Zeitfenster an.
Bleibt noch die Kehrmaschine, Versand ebenfalls per Amazon, aber wahrscheinlich von verschiedenen Standorten, soll ebenfalls morgen kommen.
3 Pakete in 2 Tagen, das ist ja fast nachhaltig. 🥴

Seit E-Rezept bemühen sich übrigens auch Versandapotheken um einen zügigen Versand. Früher habe ich mich immer gefragt, warum man überhaupt Rezepte bei denen einlöst, wenn das Prozedere mindestens 4 Tage benötigt, man Medikamente aber sofort braucht.
Und ehrlich, auch heute sehe ich das nicht ein und löse meine Rezepte immer in der Apotheke ein. Unsere Versorgung vor Ort mit erreichbaren Apotheken ist super, wenn etwas nicht vorhanden ist, wird es ebenfalls spätestens am nächsten Tag kostenfrei nach Hause geliefert.
Sollte man nicht mobil sein, besteht ausserdem die Möglichkeit, dass Ärztin Rezept direkt an Apotheke schickt, die direkt nach Hause liefert. Macht auf jeden Fall Sinn bei Dauermedikation mit vielen verschiedenen Verschreibungen.
So machen wir das hier aufm Dorf. 😉

Das Einkaufswagenabstandsdilemma

Apropos einkaufen: ich habe jetzt alle meine Stammeinkaufsstätten durch und jedes setzt die Hygienevorgaben anders um, z.T. muss man sich bei jedem Einkauf in ein und demselben Geschäft auf andere Bedingungen einstellen.
Mal steht jemand vor dem Laden und desinfiziert dir die Hände (und/oder den Einkaufswagengriff), und achtet zusätzlich darauf, dass nur die vorgeschriebene Höchstzahl an Personen Zutritt hat.
Mal steht jemand vor dem Laden und achtet lediglich darauf, dass man nicht ohne (schmutzigen) Einkaufswagen, den zuvor jede/r begrabbelt hat, den Laden betritt.
Mal muss man den Einkaufswagen auslösen und darf ihn und sich am Eingang selbst desinfizieren (was zu 90 Prozent nicht passiert, die Leute sind entweder zu faul oder zu ignorant, wobei ich vermute, dass letztere Personengruppe in direkter Verwandtschaft zu den Dränglern und „Abstand, was für ein Abstand, ich habe doch Mundschutz“-Idioten steht).
Mal hat man den Eingangs- und Ausgangsbereich durch Aufkleber und Barrieren getrennt, wird persönlich mit Desinfektionsmitteln besprüht (also die Hände jetzt) und findet erst danach fertig desinfizierte Wagen vor, die man nicht mit einem Chip oder Geldstück bestücken muss. Eine Lösung, die ich eindeutig bevorzuge.

Ein Phänomen, was ich ebenfalls noch beobachten konnte: es hängt von der Art des Geschäftes ab, wie diszipliniert und verantwortlich sich die Leute verhalten.
Im schnöden Lebensmittelladen ist alles wie gehabt, man drängelt sich seitlich vorbei, hält den aufgeklebten Mindestabstand an der Kasse nicht ein, atmet dir in den Nacken und greift am Backshop weiterhin ungeniert mit blossen Händen ins Brötchenfach.
Vor der Apotheke dagegen bilden sich abstandhaltende Schlangen, man wartet geduldig, bis man eintreten darf, und, wo es möglich ist, wird man durch einen anderen Ausgang wieder aus dem Laden geschleust.
Vielleicht sollten sich alle Lebensmittelgeschäfte ein Apothekenschild drüberkleben?