Archiv für das Tag 'Bank'

Zielmarktprüfung

Martina am 22. Oktober 2018

Zielmarktprüfung. Produktüberwachung.
Noch nie gehört? Ich auch nicht.
Bis ich heute im Online-Postfach meiner Bank auf ein Schreiben stiess, dass mir sinngemäss mitteilte:
Man sei gesetzlich verpflichtet, bei Kunden, die ohne Empfehlung des Anlageberaters (an der Börse) handeln, Erfahrungen und Kenntnisse des Kunden mit den Merkmalen des Wertpapiers abzugleichen.
Fällt diese Zielmarktprüfung negativ aus, ist das Wertpapier für den Kunden nicht handelbar.

Nach welchen Kriterien dieser Abgleich zustandekommt, erwähnt man nicht. Man erwähnt bloss, welche Kriterien keine Rolle spielen. Das interessiert den Kunden ja auch brennend. Wozu muss er wissen, was relevant ist, wenn er erfahren kann, was nicht relevant ist.
Ah, ich liebe diese Untertöne, die einem auf die sanfte Tour verklickern, dass man für blöd gehalten wird. Nicht.

Ich warte trotzdem mal ab, wann die Zielmarktprüfung zuschlägt. Momentan ist mein offizielles Risikolevel B für ausgewogen, das ändert sich aber quasi stündlich, oft hänge ich in der Klasse C für schon weniger ausgewogen rum.
Hoffentlich erinnere ich mich auch noch an diese drei Zeilen meiner Bank, wenn ich eine Order mal nicht ausführen „darf“, weil der Algorithmus einen Mangel an irgendwas feststellt.

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fishing for peanuts

Martina am 13. Mai 2009

Über die Banken könnte man sich nicht nur im grossen, sondern auch im kleinen kräftig aufregen.
Wir tragen die gesammelten Einnahmen aus den Münzwaschautomaten und -trocknern in den Häusern alle paar Wochen zur Sparkasse, wo wir eine Quittung bekommen und nach Zählung des Geldes eine Wertstellung auf dem Konto.
Die Sparkasse macht Reklame mit ihren tausenden Filialen, deshalb wird das Geld eben auch in der nächstgelegenen Filiale abgegeben, und nicht in der Hauptstelle, wo es den einzigen Zählautomaten der Stadt gibt. Neulich war es wieder soweit. Und schon nach fast 14 Tagen war das Geld dem Konto gutgeschrieben. :blink:
Wir haben natürlich nachgefragt, warum das so lange dauerte, Kreditzinsen werden schliesslich auch taggenau berechnet. Die Begründung hat mich ja fast vom Hocker gehauen:
Das Geld wird nur einmal in der Woche abgeholt, an Montagen. Es wurde an einem Donnerstag abgegeben, der Montag darauf war Ostermontag, also blieb es halt noch eine Woche liegen, wurde erst am darauffolgenden Montag abgeholt, am Dienstag gezählt und am Mittwoch gutgeschrieben. :angry:
Warum man die Abholung in solchen Fällen nicht einen Tag später durchführt, stattdessen einfach ausfallen lässt? Oder, warum man nicht die Wertstellung zum Tag des einreichens vornimmt? Darauf blieben die Banker leider eine Antwort schuldig …

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