Schlagwort: Garten

Besucherkatze

Nachbars Katze gewöhnt sich an unseren Garten. Wo sie bisher nur ab und zu übers Grundstück streunte, um sich vielleicht ein Vögelchen schnappen zu können, habe ich sie heute zum zweiten Mal erwischt, wie sie auf dem Abtreter vor der Terrassentür lag und sich ungeniert sonnte.
Von da aus hat sie auch einen guten Blick auf die hintere Terrasse, auf dem zur Zeit das Vogelhäuschen steht.
Immerhin funktioniert von der Terrasse aus kein anschleichen, bis die Katze am Vogelhäuschen ist, sind die Vögel über alle Berge.

Gartenfreundin

Bin ich nicht, wrede ich wohl auch nicht mehr, obwohl ich mir Mühe gebe.
Aber so‘n Garten wächst in alle Richtungen und damit diametral zu meinem Ordnungsempfinden. Vor dem teuflischen Wunsch, alles rauszureissen und in Reih und Glied wieder anzusiedeln, hat mich bisher nur das taktische fernhalten von ihm bewahrt.
Bisher hat mein Stiefvater das Äussere ums Haus herum versorgt, aber mit seiner Erkrankung und dem Alter darf er das gar nicht mehr.

Also haben wir angefangen, alles, was Arbeit machen könnte, auszureissen und stattdessen Rasen auszusäen. Das dauert, vor allem, wenn man nur abends oder am Wochenede mal ein Stündchen einschieben kann. Aber zum Herbst will ich fertig sein, dann sollen auch endlich die ringsherum als Sichtschutz gepflanzten Büsche und Bäume heruntergeschnitten werden, die uns seit 2 Jahren – der Gärtner hat uns letztes Jahr damit im Stich gelassen – buchstäblich über den Kopf wachsen.
Und dann gibt es nur noch 3 kleine Beete um die Terrasse herum und ein mobiles Hochbeet auf der Terrasse.
Das heisst, wenn ich den Stiefvater davon abhalten kann, Wildkräuter auszugraben und in Töpfe zu pflanzen, die von einem Tag auf den anderen überall im Garten auftauchen.

Aber egal, ich habe mir angewöhnt, abends noch einmal durch den Garten zu gehen, die Vogelfutterstationen aufzufüllen, Trinkwasser nachzugiessen, und Töpfe mit, ähm, Unkraut klammheimlich wieder verschwinden zu lassen, ebenso wie die zahlreichen Stöcke, die zur Stütze an, ähm, Unkraut angebracht wurden. 😉

Sollte ich dereinst das Rentenalter erreicht haben, noch rüstig genug sein und immer noch in diesem Haus wohnen, ändert sich die Lage vielleicht und ich finde Freude und Musse an Gartenarbeit, wer weiss.
Bis dahin stehe ich auf Rasen. Und einen Gärtner.

(geschrieben, während ich mir jede Menge Grünzeug aus den Haaren und von drn Klamotten klaube, weil ich vorhin angefangen habe, das zugewachsene, ehemalige Gemüsebeet zu befreien)