Schlagwort: Gartenvögel

Mehlwürmer und Co.

Ich probiere aktuell neues Futter fürs Gartenvogelvolk aus.

Vor kurzem habe ich Energieblöcke mit Insekten dem Speiseplan hinzugefügt, das kommt momentan sehr gut an, morgens Block hingehängt, nachmittags aufgefressen.
Auch die Meisenknödel sind wieder etwas gefragter, so ein bis zwei am Tag werden vertilgt.

Seit gestern kann ich auch getrocknete Mehlwürmer anbieten, habe gleich abends das Futtersilo des Vogelhäuschens damit befüllt. Riecht ja ein bisschen streng, nur gut, dass die Terrasse etwas weiter vom Haus entfernt liegt. 😉
Heute morgen war es noch nicht aufgefressen, aber es flogen etliche Vögel herum, u.a. war auch mal wieder eine Amsel dabei.

Beim gemischten Streufutter habe ich bei der letzten Bestellung leider daneben gegriffen und kein schalenloses Futter bestellt. Im aktuellen Beutel ist u.a. ungeschälter Hafer, der wird konsequent verschmäht und landet auf dem Terrassenboden.
D.h. dieses Wochenende ist anscheinend grosses Terrasse reinemachen angesagt. 😉

Morgen kommt ein Probierpaket mit verschiedenen Energieblöcken, mal sehen, was Vögels davon halten.

Brutzeit

Es ist wieder Brutzeit im Garten, was ich daran merke, dass Vögels den Fettblock mit Insekten jetzt innerhalb eines Tages aufgefressen haben. Nebst normalem Streufutter.

Damit nicht immer alles am Vogelhäuschen hängen muss, sondern auch mal in den umliegenden Büschen, habe ich eine neue Vogelfutterstation mit Sitzstangen und grossem Auffangteller gekauft, sonst fällt alles auf den Rasen, wo es beim nächsten Regen entweder anfängt, zu keimen, oder sich in eine glitschige Masse verwandelt, die Vögel fressen halt viel und schmeissen auch viel zu Boden.

Apfelstücke habe ich bis jetzt immer auf dem Boden serviert, oder im Vogelhäuschen, aber das wird dann über die gesamte Terrasse verteilt und verwandelt sich beim nächsten Regen – genau – in eine glitschige Masse.
Deshalb habe ich jetzt 3 Apfelhäuschen aus Holz gekauft. Im Prinzip nur ein Holzrahmen, durch den man einen Spiess steckt, auf dem der Apfel zur Gänze aufgespiesst werden kann.
Die drei kann ich nun strategisch im Gebüsch verteilen und hoffen, dass die Äpfel nicht mehr zu Hause vergammeln, sondern auch gefuttert werden.

Die verschiedenen Utensilien zur Vogelfütterung summieren sich damit auf ein Standvogelhäuschen, eins zum aufhängen aus Holz, eins aus Plastik (mit grossem Silo), zwei Futterstationen für Streufutter, davon eins mit Solarlicht, drei einzelnen Meisenknödelkäfigen, zwei mittleren Meisenknödelsilos und einem grösseren Meisenknödelsilo (mangels Interesse an Meisenknödeln gerade ungenutzt), einer Vogeltränke am Boden, einer zum aufhängen, einer Insektentränke, drei Apfelhaltern, einem Fettblockhalter, einer Bodenfutterschale, ja, ich glaube, das war’s.

Und ich freue mich jeden Tag, wenn ich nach Hause komme, die Terrassentür aufmache und die vielen Vögel höre. 🙂

Heute oder morgen kommt eine Outdoorkamera, die sich per App motorisiert steuern lasst, inkl. Nachtsicht, so dass ich auch tagsüber übers Internet immer mal einen Blick auf das Leben im Garten werfen kann.

Heute morgen hat mich übrigens eine weitere Katze überrascht, als ich gerade die Tränken säuberte und Futter auffüllte. Nicht die, die sich auf der Terrasse sonnt, eine andere halt.

Brutzeit

Im Januar hatte ich Fettblöcke mit Beeren und Früchten für die Vogelfütterung im Garten bestellt, extra mit Fettblockhalter, damit das Futter sauber bleibt.
Es hat ungefähr zwei Monate gedauert, bis sich die Vögel so richtig da rangewagt haben, quasi wochenlang habe ich den Fettblockhalter morgens raus- und abends unberührt wieder reingetragen (wegen der Waschbären, die nachts immer noch bei uns rumstreunen und alles auffressen würden).
In den letzten zwei Wochen hat sich das Blatt gewendet, jetzt ist so ein Fettblock innerhalb von 2 Tagen aufgefuttert.
Meine Ration, es waren 12 Fettblöcke im Paket, geht zur Neige. Deshalb habe ich eben 24 Fettblöcke, diesmal mit Insekten und Mehlwürmern geordert. Zur Brutzeit brauchen die Vögel extra proteinreiches Futter. 🙂

BTW, ich wünschte, sie würden auch die Meisenknödel wieder zum Fressen gern haben, aber seitdem ich das Vogelhäuschen und eine Futterstation mit Streufutter auffülle, werden die Knödel nicht mehr gut angenommen.

Birds

Ungefähr zwei Jahre, nachdem ich die tägliche Fütterung der Gartenvögel übernommen habe (zuvor Aufgabe des Stiefvaters), haben sie sich so ganz, ganz allmählich an mich gewöhnt.
Ich bemühe mich um zeitliche Routine, also morgens, wahlweise vor der Arbeit bzw. vor dem Frühstück erstmal Vögel füttern, Tränke saubermachen und frisches Wasser auffüllen.
Vielleicht hilft das ja auch.
Jedenfalls. Manchmal fliegen sie nicht panisch weg, wenn ich die Terrassentür öffne, sondern bleiben ein bisschen im Busch sitzen und flüchten erst, wenn ich kurz vor dem Vogelhäuschen stehe.
Sobald ich die Terrassentür wieder geschlossen habe, es dauert keine Minute, stehen?, sitzen?, fliegen sie dann Schlange am Futterhäuschen.

Wegen der Waschbären habe ich auch eine abendliche Routine: Meisenknödel- und Fettblockhalter sowie Schale mit evt. nicht verputzten Apfelstücken reinholen.
Das Futterhäuschen steht inzwischen mitten auf der hinteren Terrasse, dort können die Waschbären nicht hochklettern, hehe.
Habe ich neulich gesehen, als ich mal wieder die Wildkamera aufgestellt hatte. Sie haben quasi nur nach auf den Boden gefallenen Resten gesucht und dabei einen irgendwie sehnsüchtigen Blick nach oben geworfen. 😉

Gesehen habe ich aber, wie der Buntspecht am Pfahl des Vogelfutterhäuschens hochgeklettert ist. Wusste gar nicht, dass die das können.

Sobald Camtasia wieder läuft, gestern hatte ich nur Ton, aber kein Bild, schneide ich ein Video zusammen.

Heute morgen hatte, ich glaube, eine Amsel, wohl jegliche Scheu vor mir verloren: Ich kam aus dem Haus, sie flog von der Einfahrt auf und wirklich ganz knapp über meinen Kopf hinweg, so knapp, dass meine Haare geflattert haben. 😉

Ein Star im Garten

Dass wir bzw. ich seit mehr als 1 Jahr konsequent die Vögel im Garten durchfüttern, also wirklich jeden Tag, hat sich in der Vogelwelt offensichtlich herumgesprochen.
Immer noch sind es hauptsächlich Spatzen, also Feld- und Haussperling, und Meisen, Blau- und Kohlmeisen, die sich hier gütlich tun.
Aber auch Amseln und letztes Jahr Buntspechte und ihren Nachwuchs haben wir gesichtet.
Jetzt, wo ich ein neues Futterhaus auf der hinteren Terrasse aufgestellt habe, daneben eine auch im Winter gefüllte Vogeltränke, während unter der Schubkarre (= vor Nässe geschützt) immer ein Teller mit Apfelstücken steht, kommen ab und zu auch andere Vögel vorbei.
Ein Rotkehlchen habe ich heute z.B. wieder gesehen.

Und zum ersten Mal einen Star. Den aber nur durch einen unglücklichen Zufall. Unglücklich deshalb, weil er gegen das Wohnzimmerfenster geflogen war. Er lag ungefähr eine Minute schwer atmend am Boden, ich wollte jedoch ein bisschen warten, ob er sich von selbst berappelt, bevor ich rausstürze. Letztendlich hat er sich doch wieder umgedreht und ist erstmal in den Busch nebenan geflüchtet.

Dass es ein Star ist, habe ich erst hinterher gesehen, weil das Federkleid gar nicht metallisch glänzte, sondern eher so stumpf aussah.
(Falls es doch kein Star ist, korrigiert mich.)
Stare stehen übrigens auf der Liste der bedrohten Vogelarten, deshalb bin ich doppelt froh, dass er sich wieder berappelt hat.

Wählerisch

Wie lange brauchen Vögel, um sich an neues Futterhäuschen zu gewöhnen?

Das grosse Standvogelhaus war dermassen verrottet, dass wir es mit zum Sperrmüll gegeben haben. Dann haben wir noch ein weiteres Vogelhäuschen zum aufhängen, ebenfalls aus Holz, das leider auch schon recht alt, vermodert und nur sehr schwer, wenn überhaupt, zu reinigen ist.
Für Streufutter hatten wir nur noch eine Futtersäule, die ich zwischendurch zwei- bis dreimal am Tag befüllen durfte, so schnell war sie leergefressen.
Also kaufte ich ein neues Futterhäuschen zum aufhängen aus zugegeben eher grell-grünem Plastik, dafür aber mit viel Futteraufnahmevolumen, rund um das Futtersilo im Stil eines Häuschens (das Einfüllloch sieht wie ein Schornstein aus) Platz zum landen und picken.
Ich befüllte es und hängte es in die Nähe der Futtersäule, die ich ebenfalls befüllte. Vielleicht verirrt sich das ein oder andere Vögelchen von der Futtersäule zum Häuschen, dachte ich.
Dann stellte ich die Wildkamera in der Nähe auf und gedachte, alle fresswilligen heimlich aufzunehmen.
Tja. Das war vor 2 Tagen. Futtersäule und Häuschen bewegen sich sanft im Wind, aber bis auf eine Meise, die anfangs scheu vorbeiflog, blieben beide Futterstellen unberührt.
Stattdessen sitzen die Spatzen scharenweise am Boden und picken das auf, was sie Tage vorher immer aus der Futtersäule heruntergeworfen hatten.

Ist ja auch nicht schlecht, so wird der Rasen wieder halbwegs sauber.
Trotzdem: wie lange brauchen Vögel, um sich an eine neue Futterstelle zu gewöhnen? Oder sollte ich das Plastik umsprühen?