Archiv für das Tag 'Kreditkarte'

Alles gefaket

Martina am 28. August 2018

Seid ihr auch schon einmal auf einen Fake Shop hereingefallen?
Für jemanden, der häufig online shoppt und nicht nur bei Amazon unterwegs ist (wobei, auch da gibt es natürlich Betrüger …), ist es fast unmöglich, dem zu entgehen.
Und die Betrüger haben aufgerüstet, wie ich gelesen habe, ködern sie Kunden mit deutschen Domains, mit Impressum, Datenschutz, AGB und allem Zick und Zack.
Lediglich an den Zahlungsmethoden scheint man sie bisher von ehrlichen Shops abgrenzen zu können.
Kleiner Tipp am Rande: wer nur Vorkasse oder Zahlungen an die berühmt-berüchtigte Western Union und Konsorten anbietet, von dem sollte man immer die Finger lassen.

Ich bin aber auch schon auf jemanden hereingefallen, der Kreditkartenzahlungen und Paypal angeboten hat.
Einmal war es ein Kickstarter-Projekt, bei dem ich nachträglich über den Shop des Anbieters geordert hatte. Die Backer auf Kickstart – das habe ich erst später gelesen – haben sich haufenweise darüber beklagt, dass ihr Geld dank der übererfolgreichen Finanzierung eingezogen wurde, sie aber auch viele Monate später noch keine Ware erhielten und mit fadenscheinigen Updates hingehalten wurden.
Da war ich tatsächlich froh, dass ich über Kreditkarte gezahlt hatte: ich habe einfach die Bank angeschrieben und mitgeteilt, dass nicht mit einer Lieferung in absehbarer Zeit zu rechnen ist. Schwups, hatte ich das Geld zurück. 🙂

Auch bei Paypal habe ich schon Geld zurückgeordert, weil die Ware nicht ankam und der Händler sich nicht rührte. Das dauerte ein bisschen länger, weil Paypal erst dem Händler die Möglichkeit gibt, auf den Disput zu reagieren und z.B. den Versand bzw. Empfang der Ware nachzuweisen o.ä. Letztendlich habe ich aber doch das Geld erstattet bekommen.

Ich mache es inzwischen wie beim Handel an der Börse, wenn ich mir nicht sicher bin, ob der Shop ehrlich ist: nur für einen Betrag einkaufen, den man im Ernstfall auch als Totalverlust verschmerzen könnte.
Ist nicht ideal, und man sollte immer versuchen, das Geld zurückzubekommen, bewahrt einen aber davor, auch noch unnötig Frust zu schieben.
Manchmal bekommt man ja tatsächlich Ware, diese ist aber so minderwertig, dass man mit Herstellung und Versand lediglich die Umwelt geschädigt hat, und ein Rückversand gegen Kostenerstattung ist keine Option, weil der Händler z.B. in China sitzt.

PS: Apropos China bzw. Fernost
„Fernost“ – irgendwie ein poetisches Wort, obwohl es schnöde eine Regio fern von uns und im Osten beschreibt. Aber egal.
Gerade las ich, dass es häufige Beschwerden über die Shopping-App Wish gibt, deren Händler oder Anbieter vorwiegend in eben diesem fernen Osten beheimatet sind.
Das soll lange Lieferzeiten bedeuten, z.T. sogar Monate, während die Bezahlung der Ware schon nach 14 Tagen erfolgen soll. Wenn man dann die Ware nicht erhalte, oder diese eben von minderwertiger bis zu nicht brauchbarer Qualität sei, könne man das Geld nicht von Wish zurück erhalten, sondern müsse sich selbst darum kümmern.
Das kann ich aus persönlicher Erfahrung nicht ganz so bestätigen.

Zunächst möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass man sich über minderwertige Qualität nicht wundern muss, wenn man zu absoluten Dumpingpreisen einkauft. Mal ehrlich, welche Qualität kann ein Produkt schon haben, das normalerweise sagen wir mal 30 Euro kostet, dort aber für 3 Euro angeboten wird (inkl. freiem Versand …)? Da sollte doch wirklich der gesunde Menschenverstand anschlagen, möchte man meinen.
Wenn ich denn wirklich günstig einkaufen muss, weil es die wirtschaftliche Lage nicht anders gestattet, gibt es hier vor Ort Geschäfte, in denen man die Ware wenigstens vorher mal anfassen kann, und probieren, ob z.B. das Kleid passt oder nicht, bevor ich im fernen Ausland von schönen Bildchen geblendet etwas bestelle, was sich als besserer Putzlappen entpuppt.
Zurückschicken lohnt sich bestimmt nicht. Erstens kostet das weiteres Geld, zweitens ist nicht sicher, ob man den Einkaufspreis erstattet bekommt, Wish ist dabei – meiner Meinung nach zu Recht – aussen vor, man muss sich mit dem Anbieter direkt auseinandersetzen.

Zu den angeblich Monate dauernden Lieferzeiten: habe ich bisher nicht feststellen können, auch Ware aus China kommt meist innerhalb von 14 Tagen hier an. Also, unabhängig davon, ob man über Wish kauft oder über einen anderen Shop.

Ich habe selbst auch schon bei Wish gekauft, sogar bei einem chinesischen Händler. Ich glaube, es waren 3 Kleinigkeiten ohne nennenswerten Wert, der evt. Verlust von Geld und/oder Ware hätte mich nicht wirklich geschmerzt, aber ich wollte es halt mal ausprobieren. Und – ich gebe es zu – ich bin natürlich auch auf die ansprechende Präsentation hereingefallen. 😉
Nein, im Ernst, bei einem Produkt handelte es sich um Filzdeko für Weihnachten, unterhalb der Zollgrenze angesiedelt, bei dem anderen um ein kleines Täschchen, das ich verschenken wollte.
Das Täschchen kam rechtzeitig an, war auch in annehmbarer Qualität; die Weihnachtsdeko kam dagegen nicht. Okay, die paar Euro, geschenkt (im wahrsten Sinne des Wortes).
Dennoch habe ich Wish natürlich darüber informiert, nach Weihnachten, dass die Ware nicht eingetroffen ist.
Ich bekam daraufhin eine sehr freundliche Antwort, dass sie es bedauern und mir das Geld natürlich erstatten. Das Geld kam.
Die Ware übrigens auch. 😉 Aber tatsächlich erst viele Wochen später. An welcher Stelle das Briefchen hängenblieb konnte ich trotz Sendungsverfolgung – ja, auch die Chinesen haben ihre Hausaufgaben gemacht und bieten sowas an – nicht nachvollziehen.

Ich muss zugeben: das war schon vor mehreren Jahren, danach habe ich noch nichts wieder bei Wish bestellt. Vielleicht hat sich deren Politik inzwischen gedreht, und Wish war nur zu Anfangszeiten so schnell und rigoros, als sie neu auf den deutschen Markt gekommen sind.
Wenn ihr andere Erfahrungen mit Wish gemacht habt – schreibt das gerne hier in die Kommentare rein.

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Die Zeit rennt, alles andere schleicht

Martina am 12. November 2014

Ende letzter Woche bekam ich doch tatsächlich noch ein Schreiben der Kreditkarten betreuenden Firma, die Fluggesellschaft, bei der u.a. meine Kreditkarte unberechtigt belastet wurde, weigerte sich, die Zahlungen zu stornieren. So habe ich zum zweiten Mal eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, dass ich den Betrüger/Schmarotzer/Gauner/Halunken – möge er in der Hölle schmoren – nicht kenne, ihm niemals meine Kreditkarte überlassen hätte und diese sowieso immer schön an meinem Busen bewahrt habe, wie es sich gehört.
Sie schickten übrigens eine Buchung mit Namen und Adresse des Betrügers/Schmarotzers/Gauners/Halunken – möge er in der Hölle schmoren -, der irgendeine Zusatzleistung, nicht einmal Flüge selbst, auf meine Karte gebucht hatte. Ob er auch die anderen 5 Buchungen bei dieser Fluggesellschaft getätigt hat, weiss ich nicht, vielleicht kommen sie ja demnächst mit weiteren Widersprüchen um die Tragfläche.
Ob es wohl Sinn macht, mit dem Namen und der Adresse bei der Polizei Anzeige zu erstatten?

Gestern gab es dann auch mal eine halbwegs gute Nachricht, die Versicherung hat endlich die Renovierung/Wiederherstellung meines Wohnzimmers sowie Flur und Küche freigegeben. Darauf warten wir ja erst seit 2 Wochen … Nicht schön ist, dass der Maler in den nächsten 2 Wochen nicht wird kommen können. Der Wiedereinzug wird sich also noch einige Zeit hinziehen. Drückt mir die Daumen, dass wir es wenigstens bis Weihnachten schaffen.

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Kreditkartenmissbrauch

Martina am 11. September 2014

Jetzt hat es mich auch erwischt, meine Kreditkartendaten wurden geklaut – wahrscheinlich von einem US-Shop, bei dem ich letztes Jahr mal mit Karte eingekauft hat, und der letzten Monat gehackt wurde.
Da ich seit der letzten Abrechnung mit der Karte nicht eingekauft hatte, nur eine Subscription eingelöst wurde, dachte ich, mich trifft der Schlag, als ich gestern abend die aktuelle Abrechnung angesehen habe. :wassat:
Zwei Seiten Buchungen, die ich nicht getätigt habe, manches wurde zurückgebucht, anderes nicht.

Was mich doch wirklich sehr wundert: Anfang des Jahres hatte ich viel Spass mit der Firma, die die Kreditkartenzahlungen überwacht und meine Karte bei Kleinbeträgen mehrmals hintereinander auf Legitimationsprüfung gesetzt hat.
Aber die wirklich verdächtigen Buchungen jetzt über ein rumänisches MobilePay System, die sind der Firma nicht aufgefallen? :blink:

Jedenfalls habe ich gestern abend gleich die Karte sperren lassen (falls ihr es mal braucht, die Notruf-Sperrnummer für alle Karten lautet: 116 116) und heute die Abrechnung hergenommen und einen Chargeback-Antrag gestellt. Hoffentlich werden die Buchungen storniert, bevor man die Summe vom Bankkonto abbucht …

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Einmal jammern bitte

Martina am 26. Februar 2014

Manchmal läuft es nicht ganz so rund, dann muss man sich irgendwo auskotzen, warum nicht hier im Blog? :biggrin:

Letzte Woche bekam ich ein Schreiben von First Data, so’n Unternehmen, das Kreditkartentransaktionen im Auftrag überwacht. Einer meiner Kreditkarten wurde – anscheinend ohne besonderen Grund – auf „Legitimationsprüfung“ gesetzt, was soviel heisst wie, nix geht mehr. Mit der freundlichen Drohung Ankündigung, die Karte komplett zu sperren, falls ich mich nicht melde, wurde ich um Anruf gebeten. Ich rief an, und legitimierte mich mit allerlei Daten, die ich sonst niemals übers Telefon herausposaunt hätte, wir klärten zwei wirklich unbedeutende Zahlungen (unter 5 €) und der Herr versprach, die Karte wieder freizugeben.
Am Dienstag konnte ich die Karte immer noch nicht wieder einsetzen, also rief ich erneut an. Jupp, der Herr hat gar nichts gemacht, dafür durfte ich mich bei der Hotline-Dame wieder mit allerlei persönlichen Daten legitimieren und über die zurückgewiesenen Zahlungen austauschen. Auf meine Frage, ob ich jetzt jedesmal anrufen müsste, um eine Zahlung zu autorisieren, versicherte sie, dass die Karte wieder freigegeben sei. Diesmal stimmte es sogar …

Die zweite unheilvolle Geschichte ist leider zu lang, um sie hier ausführlich zu bejammern. Nur soviel: um rechtlich abgesicherte AGB/Widerrufe für über Etsy verkaufbare Produkte zu erhalten, habe ich einen Vertrag mit einem Dienstleister abgeschlossen. Ich möchte bei Etsy eigentlich downloadbare 3D-Produkte für Poser und Co. anbieten, genau für downloadbare Produkte gilt das Paket jedoch nicht. Das erfuhr ich nach Vertragsabschluss, als ich meinen Etsy-Shop bei dem Dienstleister einstellen bzw. konfigurieren wollte. Für diese Produkte sollte ich auf ein anderes, wesentlich teureres Paket upgraden. Nach vielem Hin und Her mit dem Dienstleistungsansprechpartner, meinte dieser letztendlich, das würde man klar kommunizieren, siehe Passus sowieso in den AGB. So, wie ich das verstehe, steht dort sinngemäss, welche Leistung man bekommt, das würde man sehen, wenn man seinen Shop konfiguriert. Also nach Vertragsabschluss, für den man als Unternehmen übrigens kein Widerrufsrecht hat. Ich fühle mich gelinde gesagt verarscht und bin stinksauer.
Nach nochmal drüber schlafen bin ich jedoch zu dem Schluss gekommen, dass ich die natürlich im voraus zu entrichtende Gebühr jetzt als Lehrgeld verbuchen und mich nicht weiter damit herumärgern, sondern stantepede kündigen werde.

Achja, und zu guter Letzt habe ich heute morgen versucht, ein Einschreiben fürs Büro abzuholen. Wäre ich letzte Woche nicht krank zu Hause gewesen, hätte es mir der Postbote problemlos im Büro ausgehändigt. So musste ich leider zu einer entfernten Poststelle pilgern, um zu erfahren, dass man mir den Brief ohne eine schriftliche Vollmacht nicht geben darf.
Da es sich um einen Rückläufer eines Einschreibens von uns handelt, ist mir das nun – bis auf die verschwendete Zeit – relativ wurscht. Sollen sie es halt hin und her transportieren, an die anscheinend falsche Empfängeradresse, wieder zu uns, erneut an den Empfänger … :devil:

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