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Kuchen aus der Küchenmaschine

Ich sammele quasi Back- und Kochbücher, ein Regal ist bereits damit besetzt. Ab und zu möchte ich daraus auch mal was nachbacken oder nachkochen. Leider versprechen manche Buchtitel mehr als sie halten können.
Beispiel „Schnelle Kuchen aus der Küchenmaschine“, ein Marmorkuchen soll es sein. Wenn ich dem Rezept folgte, hätte ich anschliessend 5 Schüsseln mit verschiedenen Zutaten gefüllt, die Küchenmaschine 3 mal gründlich gereinigt, und immer noch keinen Kuchen. Abgesehen davon, dass ich natürlich immer noch den Backofen zum backen brauche.
Schnell und ressourcenschonend geht anders.
Ich werde also wieder zum guten alten Mixer greifen und nur zwei Schüsseln schmutzig machen.

Apropos Mixer, um Strom zu sparen, habe ich mir tatsächlich schon überlegt, wieder zur guten, alten Handkurbel zurückzukehren. Früher hatten wir so ein Teil, das funktionierte gut. Leider ist es irgendwann einmal aussortiert worden, zum guten Ton der Erstausstattung gehörte zu meiner Zeit ein Handmixer, den ich beim Einzug in die erste eigene Wohnung von meiner Oma – nebst englischem Kaffee- und Essgeschirr – geschenkt bekam. Das Geschirr habe ich immer noch, den Mixer leider nicht mehr, der taugte nämlich noch was.
Die heutzutage vertriebenen Handrührgeräte fangen nach 5 Minuten Dauergebrauch ja schon an zu qualmen …

Ich setze dann mal einen mechanischen Rührer auf die Wishlist. Allerdings habe ich noch keinen gefunden, dessen Kurbel mir wirklich durchdacht vorkam, die meisten Griffe sind z.B. lächerlich klein, kaum zum richtigen anfassen gedacht. Eine Kurbel mit 2 Fingern zu drehen erscheint mir nicht sehr effektiv.

Hochkalorische Tasse

Bei Kindle Unlimited sind auch öfter mal Rezeptbücher dabei, gerade heute habe ich mir ein Ebook mit Rezepten für Mug Cakes (in der Mikrowelle gebackene Tassenkuchen) geladen.
Ein Rezept mit Espresso habe ich ausprobiert, und weil ich es richtig Low Carb haben wollte, wurde das Weizenmehl durch entöltes Mandelmehl ersetzt. Da der Teig mir zu fest wurde, habe ich als Flüsigkeit mehr als die angegebene Menge Sahne eingerührt. Als kleines Goodie kamen noch ein paar Stückchen der heute erst gekauften Schokolade mit 99 % Kakao dazu.
Geschmeckt hat es ganz nett, bis auf die Schokolade, die ich eher kleiner geraspelt hätte untermischen sollen, so sind die grösseren Klumpen irgendwie am Gaumen und den Zähnen kleben geblieben, das fühlte sich nicht so doll an.
Der Hammer waren aber die kcal, die ich erst hinterher ausgerechnet habe: das Tässchen punktete zwar wirklich mit wenig KH, dafür aber mit sage und schreibe 726 kcal. :w00t:
Auskotzen ging leider nicht mehr, das kann ich sowieso nicht, aber für die nächste Tasse muss das Rezept dringend umgestellt werden: statt Sahne gibt es Mineralwasser, statt Stevia entweder 0 kcal Süssstoff oder Erythrit (gerade diese Woche gekauft, der hat faktisch nicht verwertbare kcal), weniger Margarine darf es auch sein, und die Schokolade lasse ich vielleicht weg. Damit käme ich – OMG – immer noch auf wahrscheinlich geschmacklose 415 kcal …
Okay, ich lasse das ganz, ein Proteinpfannküchelchen ist ja auch ganz kecker, wenn es was süsses sein muss. :whistle: