Archiv für das Tag 'Kurs'

Schneller, höher, weiter

Martina am 10. Juli 2018

Kennt ihr diesen Selbstoptimierungswahn? Das letzte Gramm Fett muss weg vom Körper, Tattoos müssen imaginäre Makel überdecken, Botox jedes natürlich Lächeln im Keim ersticken, die Karriere straight up to the air verlaufen. Und ich mitten drin.
Äh, nein, der Zug ist abgefahren. 😉
Aber ich versuche, in meinem bescheidenen Rahmen, schon ein bisschen hier und da zu optimieren. Aktuell mache ich einen Online-Kurs zum Thema High-Performance-Speed-Reading, das ist schnelles Lesen bei vollem Textverständnis.
Gestern habe ich den ersten Test gemacht, meine Netto-Lesegeschwindigkeit lag bei 186 Wörtern pro Minute. Nicht besonders gut, aber auch nicht ganz schlecht. Am Ende des Kurses, und mit entsprechender Übung, soll der 2-3 fache Wert herauskommen. 400 Worte pro Minute wären schon nicht schlecht.
Apropos Geschwindigkeit, der Kursleiter kann vielleicht schnell lesen, aber an einer etwas flüssigeren Redeweise muss er schon noch arbeiten. Mitunter stockt er mitten im Satz und wartet sekundenlang, als müsste er Gedanken sortieren, um dann unvermutet weiterzureden.

Schneller reden ist also auch so ein Optimierungsding, mal schauen, ob es einen Kurs gibt, damit ich meinen Kurs endlich fertig bekomme. 😉
Da laufe ich derzeit leider wieder in die Perfektionismusfalle, das fällt mir auch bei meinen Probepodcasts auf, nur ein falsches Wort, ein Stotterer, schon muss ich die ganze Episode verwerfen. Mühsam gewöhne ich mir gerade an, stattdessen einfach eine kleine Pause zu lassen, den Satz neu anzufangen, und das akustische Ärgernis anschliessend auszuschneiden.
Wenn man dann fertig ist mit schneller reden, könnte man nahtlos zu schneller hören üben übergehen. Viele Online-Kurse bieten die Möglichkeit, das Video mit erhöhter Geschwindigkeit ablaufen zu lassen. Ob das wohl so wie beim Spead Reading läuft? Also Spead Hearing? Gibt’s da schon einen Kurs?

Spead Writing wäre das nächste, was mir an Optimierung des Workflows einfiele. Wenn die Diktatapps, die ich bisher getestet habe, das mitmachen könnten, wäre viel Schreibarbeit im Nu erledigt. Leider muss man langsam und deutlich sprechen sowie an Satzzeichen und Formatierungen denken, das behindert den Gedankenfluss erheblich.

Apropos Gedanken: ich wünsche mir eine App, die meine Gedanken aufnimmt und automatisch verarbeitet, also entweder niederschreibt oder als Audiofile zur Verfügung stellt. Wenn dann noch die Visualisierungen als Video dazu kämen – perfekt!

Um von diesem ganzen Trip wieder runterzukommen, werde ich irgendwann einen Kurs anbieten, Thema: Die Schönheit des Unperfekten.
Ich glaube, da besteht Bedarf. 😉

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Auf Kurs

Martina am 12. Juni 2018

Boah, wenn das so weitergeht, werde ich mit meinem Blender-Kurs erst nächstes Jahr fertig.

Das zusammenstellen und besorgen des Equipments hat schon recht lange gedauert.
Angefangen mit dem Mikro, derer vier ich jetzt getestet habe, bevor ich bei der Aufnahme ein zufriedenstellendes, akustisches Ergebnis erhalten habe.
Mein Rechner ist nämlich recht mächtig und braucht trotz Wasserkühlung den ein oder anderen Ventilator, der leise vor sich hin brummelt. Ausserdem steht er direkt neben dem Schreibtisch auf einem Rollschränkchen. Das heisst, mit dem kleinen aber leistungsstarken Lavalier Ansteckmikrofon, das sämtliche Umgebungsgeräusche gleich mit aufnimmt, hatte ich gleich gut danebengegriffen. Dieses Rauschen liess sich auch in der Software nicht mehr unterdrücken. 😉
Der zweite Nachteil an diesem Mikro: bei der Aufnahme gingen zuviele Frames verloren, d.h. am Ende liefen gesprochenes Wort und Screencast zunehmend asynchron, und ich habe es ums verrecken nicht hinbekommen, das zu verhindern.
Das erste „richtige“ Mikrofon dagegen hätte ich mir direkt vor die Lippen klemmen müssen, um eine einigermassen hörbare Lautstärke zu erhalten. Ging ja so gar nicht …
Dann besitze ich seit neuestem noch ein Bluetooth Gaming Headset mit Noise Canceling, aber damit fühle ich mich ehrlich gesagt ziemlich abgeschnitten. Die eigene Stimme während des Sprechens nicht zu hören, bei der Wiedergabe jedoch jedes Schniefen überlaut wahrzunehmen (in der Zeit war ich irgendwie dauererkältet), das führte nicht zu einer qualitativ hochwertigen Aufnahme.
Mit der letzten Anschaffung sollte es jetzt aber gut sein, denn ich habe mir ein Rode NT-USB Studio-Mikrofon gegönnt. Selbst, wenn ich das Mikro direkt neben dem PC stehen habe, lässt sich das Rauschen durch einen einfachen Softwarefilter gut unterdrücken, und die Stimme klingt relativ natürlich.
Damit bin ich also erstmal zufrieden.
Einen Akustikschirm fürs Mikrofon werde ich mir evt. trotzdem noch holen, derzeit habe ich lediglich eine einfache Pappe zwischen Rechnergehäuse und Schreibtisch mit Mikro geklemmt.

So, Akustik stimmt, Software spinnt. Neuerdingens, also quasi seit gestern.
Für die Screencasts durfte es die Standardsoftware Camtasia sein, nachdem ich zuvor eine uralte Software zwar wieder ausgekramt, aber nicht mehr so richtig in Gang bekommen hatte, und mit einem Leichtgewicht wie Snap überhaupt nicht zurechtgekommen bin.
Das Problem mit Camtasia: die ganze Zeit konnte ich den Recorder nach einer Aufnahme nicht neu starten. Er war zwar als Hintergrundprozess eingetragen, stand dort aber nur überflüssig herum. Ich musste wirklich jedesmal den Task-Manager öffnen und den nutzlosen Eintrag löschen, bevor der Recorder neu gestartet werden konnte. Bei vielen Aufnahmen (Versuchen) überaus lästig.
Das sagte sich Camtasia gestern wohl auch, denn der Recorder verabschiedete sich von da an mitten in der Aufnahme und stürzte beim Versuch, sie zu stoppen und zu retten, was zu retten ist, komplett ab. Über Umwege konnte ich die Aufnahmen zwar doch noch speichern, auch in Camtasia öffnen, aber eben nur bis zu einem gewissen Punkt, danach fror das Bild ein, während die Akustik munter weiterlief.
Ich gab es gestern irgendwann auf, probierte heute erneut – selbes Spiel. Also TechSmith bemühen, Programme als Administrator ausführen, Einträge in der Registry löschen, Einstellungen zurücksetzen, alles neu einrichten.
Immerhin konnte ich heute ein längeres Screencasting aufnehmen, an dem ich mir gestern noch die Zähne ausgebissen hatte.
Leider geht jetzt das Spielchen von vorne los, dass der Recorder nach der ersten Aufnahme ohne Funktion als Hintergrundprozess festklebt und über den Task-Manager gelöscht werden will. Nervig.
Ich warte quasi sehnsüchtig auf die neueste Camtasia-Version, die für Mitte/Ende des Monats angekündigt wurde.

Wahrscheinlich habe ich anschliessend das nächste Problem mit einer Soft- oder Hardware an der Backe. 😉
Deshalb werde ich wohl niemals eine Aufnahme mit Video von mir als Sprecherin im Screencast erstellen, das könnte buchstäblich „ins Auge gehen“ …
Muss mich ja jetzt schon zusammenreissen, dass ich während der Aufnahmen nicht dauernd vor mich hin fluche, um nicht allzu viel rausschneiden zu müssen. Oder ich mache am Ende einen Zusammenschnitt mit lauter Outtakes. 😉

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