Archiv für das Tag 'Lebensmittel'

Quasi schon tot

Martina am 1. Juni 2018

Ich hab‘ ja immer unwahrscheinliches Glück mit verpackten Lebensmitteln.
Einst fand ich einen Teil eines Dichtungsringes in meinem Joghurt – nachdem ich erst ordentlich auf dem vermeintlichen Obst rumgekaut habe und das Teil wurd‘ und wurd‘ nicht kleiner … Und schmecken tat es halt auch nicht. 😉 (BTW, das ist wirklich schon lange her, heutzutage gibt es im Joghurt sowieso nichts, was man für Obst halten könnte.)

Neulich hatte ich ein grosses Stück Holz im Müsli (den Apfelstiel), konnte das herunterschlucken desselben gerade noch abwenden. (Da zeigt sich, dass es nicht gut ist, gierig zu schlingen.)
Von kleinen Plastikteilchen hie und da, die einem manchmal durch den Mund flutschen wollen, mal ganz abgesehen.

Und dann die Warnungen vor Verunreinigungen und dergleichen, die der geneigte Verbraucher leider immer erst dann erhält, wenn das Lebensmittel längst gelutscht.
So wie die biologisch angebaute Nusscreme ohne Zusatzstoffe. Nach dem (gierigen) Genuss erfuhr ich, man sollte das Zeug auf keinen Fall essen und Gläser sowie Inhalt sorgfältig vernichten, weil sich Metallteilchen darin befinden könnten. Das Fehlen von Zusatzstoffen war dann wohl eine irrige Annahme …
Immerhin wollte man das Geld für das Produkt erstatten, was bis heute übrigens nicht geschehen ist.

Da mutet die nicht korrekt verschweisste Packung, die ich neulich in der Hand hielt, und dessen eigentlich pulveriger Inhalt durch Feuchtigkeit zu einem unförmigen Klotz verschmolzen war, doch richtig harmlos an.

Na, jedenfalls, was ich eigentlich sagen wollte: clean eating hat seine Berechtigung. Industriefrass nicht.

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Ich werd‘ wohl doch zum Vegetarier …

Martina am 20. April 2016

… die Lebensmittelindustrie, und das evt. Rheuma, zwingen mich sanft aber nachdrücklich dazu. Und das kommt so:
Rheuma bedeutet, kein Schweinefleisch mehr zu essen. „Richtiges“ Schweinefleisch habe ich zwar sowieso selten gegessen, aber bei Wurstwaren bisher nicht darauf geachtet, und dort besteht halt sehr vieles aus billig produziertem Fleisch wahrscheinlich minderwertiger Qualität, das mit diversen Mittelchen aufgehübscht wird, machen wir uns da einfach mal nichts vor.

In Zukunft also nur noch Geflügel und ab und zu Rind. Ist doch gar nicht so vegetarisch, denkt Ihr?
Das vielleicht nicht, aber ich möchte auch gerne auf Industriezucker verzichten, und ihr glaubt ja gar nicht, wo überall Zucker (offen oder versteckt deklariert) drin ist. Ich habe mir in letzter Zeit die Mühe gemacht, und auf sämtlichen Verpackungen die Zutatenliste gelesen, erschreckend.

Heute ist es mir besonders sauer bei den Wurstwaren aufgestossen, da steht vegetarisch, bio, gesund, weniger Fett oder was weiss ich drauf, aber am Ende wird buchstäblich bei jeder Wurst mit Zucker (und verschiedenen Zusatzstoffen) herumgetrickst.

An der Riesenwand mit -zig Sorten Wurstwaren gab es zwar einige, die nicht aus Schweinefleisch „hergestellt“ wurden, aber keine einzige Sorte ist ohne Zucker und Konsorten ausgekommen.

Ach doch, eine Packung Geflügelleberwurst habe ich gefunden; ach ja, und ein paar Bifteki-Burger habe ich entdeckt. Beide waren nur mit Zusatzstoffen gepimpt, also Phosphate (verschiedene), Antioxidationsmittel, Konservierungsstoffe, Emulgatoren, Säuren und Gewürzextrakte, wobei ich vermute, dass sich hinter diesem Sammelbegriff auch die ein oder andere lebensmitteltechnische Gemeinheit verbirgt.

Ich bitte euch, was hat der ganze Scheixx in einem Lebensmittel zu suchen?
Reichlich frustriert mache ich mich demnächst wohl auf die Suche nach Rezepten, meine Wurstwaren selbst herzustellen, Pasteten oder Rillettes müsste doch gehen?

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