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Zahlen!

Nein, ich zahl nix.
Aber heute gibt es Berichte der Big Tech Unternehmen Alphabet, Meta und Microsoft, in die ich alle zum Teil (für mein Portfolio) nennenswert investiert bin, ausserdem gibt die Fed den Zinsentscheid bekannt, wobei eine Zinssenkung erwartet wird.
Und morgen trifft der orange Lyin’ King auf Winnie Puh – wir dürfen uns auf tierisches Theater gefasst machen, fürchte ich.

Positiv

Meta und Microsoft haben nach den gestern vorgestellten Quartalszahlen ordentlich zugelegt, Meta mit etwas über 11 % und Microsoft mit etwas über 8 %, das macht in meinem Portfolio ein paar Euro plus. 😉
Insgesamt ist die Jahresbilanz jetzt endlich wieder positiv, der durch Trumps Zollpolitik ausgelöste Kurssturz im April mehr als ausgeglichen.

Meta und Microsoft

Während Meta gestern sehr gute Zahlen geliefert hat, und der Kurs darauf entsprechend hochgegangen ist, hat Microsoft nur in einem Punkt, im Cloudgeschäft, die Erwartungen um 0,6 % verfehlt. Was sich in einem 4prozentigem Kursrückgang niederschlug.
Da schlägt die Gier wohl wieder voll durch. Anstatt ein stetes, gutes Wachstum zu unterstützen, muss es immer mehr als erwartet sein, sonst wird abgestraft.

Ob die Leute im realen Leben auch so rigoros sind? Im Prinzip beobachte ich das schon länger, wenn etwas nicht mindestens hundert Prozent so ist, wie Individuen sich das in ihrem kleinen Köpfchen ausgemalt haben, dann ist es grundsätzlich schlecht und gehört quasi stantepede auf den Müll. Diese hehren Massstäbe legt man aber nur bei anderen an, man selbst ist selbstverständlich sehr von sich überzeugt und fehlerlos. Oder die anderen sind schuld. Oder man könne als einzelne gar nichts machen und sei daher immer unschuldig.
Ziemlich realitätsfern, ziemlich unreflektiert. Ich wünschte, man könnte Eigenschaften oder Verhalten wie beispielsweise Selbstreflexion bereits in Schule und Ausbildung resp. Uni etablieren und festigen.

Meta, Microsoft und alle anderen

Meta liefert starke Quartalszahlen über den Erwartungen, und die Aktie verliert trotzdem.
Microsoft liefert starke Quartalszahlen über den Erwartungen, und die Aktie verliert trotzdem.

Was ist passiert? Sind die Aktionärinnen inzwischen zu erfolgsverwöhnt? Zu ängstlich? Wollen lieber Gewinne mitnehmen?
Ich würde behaupten, es ist ein Mix aus allem. Zum einen sind nicht alle Sparten gleich erfolgreich, bei Microsoft z.B. schwächelt das Cloudgeschäft, bei Meta sind weniger Nutzerinnen als erwartet auf Facebook zu finden, zum anderen stecken gerade die Techwerte viel Geld in KI, was sich unter Umständen nicht sofort auszahlen wird und sich in realistischen Prognosen einfach niederschlagen muss, die aber nicht von allen gut aufgenommen werden.

Ausserdem gibt es da noch die Inflation, die im letzten Monat (in Deutschland) wieder etwas angezogen ist, und die Anlegerinnen verunsichert, zumal weitere, schnellere Zinssenkungen grad nicht anstehen.

Als Investorin, die mehr an der Entwicklung eines Unternehmens und an der Gewinnbeteiligung aka Dividende interessiert ist, finde ich Gewinnmitnahmen und quasi legale Beeinflussung der Kurse natürlich semioptimal.
Deshalb halte ich mich persönlich an gestandene Unternehmen, die schon lange und erfolgreich am Markt sind, und durch Marktmanipulationen eher nicht ins straucheln geraten werden.
Ein paar Prozente im Minus, wie jetzt bei Meta und Microsoft, muss ich dann eben aushalten. 😉

Der nächste Kurssturz bei Meta

Beim Blick ins Depot heute morgen habe ich mir erstmal die Augen gerieben. Gestern schien es sich vom Adobe Absturz schon wieder etwas erholt zu haben, heute hatte sich das alles in Luft und Liebe aufgelöst.

Gottseidank hatte ich nach dem letzten Absturz von Adobe wegen der am Ende doch nicht stattgefundenen Übernahme von Figma auf die Erholung gewartet und dann einen Grossteil verkauft, so dass ich nur noch wenige Aktien halte. Dank des relativ hohen Kurses tat der Absturz aber doch weh.

Bei Meta war es übrigens dasselbe Spiel, Kurssturz, ich wartete die Erholung ab und verkaufte bis auf wenige Aktien. Inzwischen hatte Meta wieder sehr deutlich aufgeholt und sogar eine erste Dividende ausgezahlt.
Und nun das. Warum? Die Quartalszahlen waren super, die Gewinne sprudeln nur so, Zuckerberg investiert sehr viel Geld.
Eine Erklärung, die ich gefunden habe: fürs zweite Quartal hätten die Anlegerinnen noch mehr Gewinn erwartet und wären von der Prognose enttäuscht. Ausserdem hätte es wohl einige (ähm, viele) Gewinnmitnahmen gegeben.

Wenn ich jetzt Geld übrig hätte, leider habe ich es gestern in Starbucks investiert, würde ich Meta wieder kaufen.
Adobe steht nicht auf dem Plan, die zahlen nach wie vor keine Dividende. Vielleicht verkaufe ich diese auch komplett, dann kann ich Meta kaufen. 😉