Schlagwort: Twitter

Gute Vorsätze

Na, feilt ihr auch schon an den guten Vorsätzen fürs nächste Jahr, die es möglichst rasch ad absurdum zu führen gilt?

Ich habe bisher nur einen, soeben beschlossen, weil ich gerade von Ex-Twitter komme. Der lautet: Ex-Twitter nächstes Jahr nicht mehr anzufassen, sondern auf allen Geräten zu löschen.
Und das wird klappen. 🙂 Da ich mich bereits weitgehend entwöhnt habe, und nur noch beim warten in der Werkstatt oder ähnlich frustrierenden Aufenthalten aus lauter Langeweile zum Handy und zu Ex-Twitter gegriffen habe.
Wobei ich dann auch nicht mehr richtig gelesen habe – Inhalte von meinem Freundinnen und Bekannten wird in meiner Timeline vom Algorithmus inzwischen konsequent ausgeblendet, oder sie twittern auch nichts mehr – sondern nur noch geschaut, wen ich blockieren kann.
Das spare ich mir künftig ebenfalls. Man kann davon ausgehen, dass KI auch diesen Zweig des Internets erobert hat und irgendein Fuzzi einen Bot programmiert hat, der Ex-Twitter mit widerlichen Inhalten flutet.
Ich drücke die Daumen, dass es einmal soweit ist, dass die Wut-/Hass-/GegenAlles-Bots sich nur noch gegenseitig auf den Keks gehen und alle wirklichen Menschen längst zu einem besseren Dienst abgewandert sind.

Das gibt noch Ärger

Hoffe ich jedenfalls.
Wie Mashable schreibt, spielt Twitter seit neuestem nicht gekennzeichnete Werbung aus, die man weder blocken, liken noch reposten könnte, wenn man denn wollte.
Da musste ich doch gleich, in zwei Wochen das erste Mal wieder, zu Twitter gehen und die Timeline entlangscrollen.
Bei mir ist noch nichts zu sehen, ausser der üblichen Werbeflut alle 3 Tweets, die erst am unteren Ende, also, wenn man sie schon gesehen hat, als Werbung gekennzeichnet ist. Wo ich schon einmal dabei war, habe ich die gleich alle geblockt. Solange das noch geht. 😉

Was bin ich froh, dass ich mich innerlich bereits von Twitter verabschiedet habe. Sobald ein Pflichtabo kommt, bin ich dann auch äusserlich weg.
D.h. evt. werde ich meinen Account nicht löschen, kann aber sein, dass man keinen Zugriff mehr hat, wenn man nicht vorher ein Abo abschliesst.

Ich mag mein Fediverse, das Troetcafé. Ich mag, dass ich nicht mit Werbung zugeballert werde, dass ich bestimmen kann, wen ich lesen will, dass die Timeline chronologisch ist.
Dafür zahle ich dem Serverbetreiber auch gerne ab und zu einen Obulus. Freiwillig und ganz ohne Zwangsbeschallung geht nämlich auch. 🙂

X weg

Ich gewöhne mir Twitter langsam ab, und es funktioniert.

Wie?
Erst habe ich aufgehört, selbst zu twittern* und nur noch andere geliket, die mir wichtig sind und die ich unterstützen möchte, ein Like ist das geringste, was man tun kann.
Dann bin ich dazu übergegangen, alle Reklame wegzublocken, die sich mir beim lesen zu Hauf im Feed entgegenstellte und auch von wirklich jedem nichtsnutzigen Furz gebucht werden darf.
Ausserdem habe ich unter jedem Tweet, den ich gelesen habe, alle Trolle, Fakes, Faschisten, Querdenker etc. geblockt, und glaubt mir, das werden immer mehr. Das habe ich momentan also wieder eingestellt, dazu ist mir meine Zeit zu schade.

Die letzte Massnahme: ich habe Twitter aus meinen täglichen Lesegewohnheiten verbannt, d.h. den Tab aus der Firefox Startseite rausgeworfen.
Jetzt muss ich Twitter extra aufrufen, um etwas zu lesen.
Und da mir von meinen Bekannten und Freundinnen dank des unsäglichen Algorithmus sowieso niemand mehr angezeigt wird oder diese eh schon in den blauen Himmel (wo ich nicht bin) oder ins Fediverse (wo ich bin) gewechselt sind, gibt es keinen Grund, Twitter jeden Tag aufzurufen, lediglich, um sich eine Dosis Schmutz, Hass, Hetze, Lügen usw. abzuholen.

Nun ja, spätestens, wenn Twitter komplett kostenpflichtig wird, ist die Plattform endgültig dem Untergang geweiht. Niemand wird dafür bezahlen wollen, dass sie von jedem dahergelaufenen Bot oder unterirdisch sozialisierten Individuen beschimpft werden kann.

Bis das soweit ist, habe ich mir Twitter auch komplett abgewöhnt. Und es tut gar nicht weh, wenn man es ausschleicht. 😉

*Nicht mehr selbst zu twittern wurde nur von Reklame für gute Zwecke und Posts gegen diese unsäglichen Faschisten unterbrochen.

Nie wieder blocken? Ohne mich.

Hier, dieser Herr M. von Dingens, äh, diesem Dings, diesem X da, der hat irgendwann neulich mit irgendwem ge-x-t und dabei soll er geschrieben haben, dass ihm das blocken auf den Keks geht, deshalb will er das abschaffen.
Was wiederum mir massiv auf den Keks gehen würde, ich liebe das blocken auf Twitter (X kommt mir immer noch nicht ins Blog), das ist sozusagen meine digitale Aggressionsabbautherapie, das kann der mir doch nicht wegnehmen, dieser X, äh, Wicht.

Hashtag Free-Hate-Speech, Free-Dumpfbacken-Speech, Free-Idiotie, Free-Fake, Free-Troll, ich-bin-dann-mal-weg

Tagesroutinen

1. Routine
So, meine 5 Minuten Arxlöcher wegblocken auf Twitter, das offiziell nicht mehr Twitter heisst, in meinem Herzen aber immer Twitter bleiben wird, da kann Herr E.M. sich noch so sehr abmühen, die 5 Minuten hätte ich heute abgearbeitet.
Dazu noch die ganze irrelevante Werbescheixxe blocken, genau, das geht, und das mache ich ohne Ansehen der Person oder Organisation, es trifft fast nie die falschen.
BTW, inzwischen finde ich unter wirklich jedem Tweet, der mehr als 3 Antworten hat, diese Wixer.

2. Routine
Aktienmärkte, News, Indizes checken, um ein paar Aktien zu finden, die ich meinem Musterdepot hinzufügen könnte, die also eine Chance hätten, heute eine Wertsteigerung hinzulegen.
Short gehen könnte ich dieser Tage an jeder Ecke, leider funktioniert das im Musterdepot nicht.
Also steht nur Long auf dem Plan.
Wobei ich mich auch im realen Depot schwer tun würde, es liegt mir einfach nicht, mit quasi geliehenem Geld zu spekulieren.

3. Feststellen, dass sich auch am Aktienmarkt gefühlt die Gaps häufen, wobei ich die teils sehr heftigen Kurssprünge nach oben oder unten meine.
Das scheint mit dem allgemeinen Verhalten der Menschheit zu korrelieren, bei der auch alles immer nur himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt sein darf.
Wie so eine gigantische manisch-depressive Welle, die sich ungehindert verbreitet.

Ich nehme ein Y

Aus Twitter wird jetzt X, wie niX …
Wenn man äh Elon sich schon auf einen einzigen Buchstaben versteifen muss (ist ihm alles andere vielleicht zu kompliziert?), dann hätte ich ihm doch eher zum Y geraten.
Dieses steht lautmalerisch auch für „why“ und diese Frage stelle ich mir dauernd, seit Herr M. das kleine blaue Vögelchen an sich gerissen hat, um es zu zerquetschen.
Warum? Why? Y?

Verschlimmbessert

Gestern – oder war’s schon vorgestern? – hat Elon M. sich mal wieder in die Hauptnachrichten gebracht, mit dem Dreh, dass er plötzlich eine Beschränkung einführte, wieviele Tweets eine geneigte oder auch nicht geneigte Nutzerin am Tag lesen darf, für nicht zahlende auf 600 beschränkt, für zahlende auf 6000.
Ich glaube ja langsam, dass diese „Spielereien“ nicht nur der Egozentrik des Herrn Musks entspringen, sondern er dies auch bewusst nutzt, um immer wieder Aufmerksamkeit zu generieren.
Wie ich schon neulich schrub: ich halte ihn schlicht für aufmerksamkeitsgeil …
Dass er das nun auf dem Rücken von soundsoviel Millionen Nutzerinnen austragen kann, ist sehr bedauerlich, vor allem für Twitter selbst.

Was mich aber immer wundert: wenn Herr E.M. wieder einmal eine peinliche Aktion rausgehauen hat, steigt der Wert der Tesla Aktie. Gestern waren es über 6 %.
Schön für mich, irgendwann wird sich die Aktie in meinem Portfolio vielleicht doch in den Plus-Bereich bewegen, damit ich sie endlich loswerde. 😉

Ob Twitter das überlebt, ist die Frage. Man liest, dass Tweetdeck durch diese Aktion völlig unbenutzbar wurde.
Abgesehen davon wurde Google auf der Suche nach den neuesten Inhalten ebenfalls ausgesperrt. Wenn man bedenkt, dass Twitter bei Katastrophen und Krisen jeglicher Art, die es inzwischen reichlich gibt, als schnelles Informationstool für Menschen genutzt wurde, ist das jenseits von bedenklich, sondern schlicht und einfach Mist.
Auf der anderen Seite gibt es ja immer weniger echte Menschen auf Twitter. Jetzt sind es halt nur noch 400 Trolltweets und 200 Werbeposts am Tag, die ich wegblocken müsste …

Dagegen sieht die kleine Verschlimmerung, die mit der neuen Version von Blender 3.6.0 daherkommt, geradezu lächerlich aus: in früheren Versionen konnte man die Tabs im N-Panel, in dem sich die meisten Plugins und Erweiterungen tummelten, einfach hoch- und runterscrollen, wenn sich die Maus dort befand. Neuerdingens muss man zusätzlich Ctr+Shift gedrückt halten, damit das noch geht. Ich meine – geht’s noch? Wozu soll das gut sein?

Blender 3.6.0 Screenshot

Twitter

Wenn Elon M. seinen Userinnen mal einen Gefallen tun will – okay, sehr unwahrscheinlich, Gefallen für andere entspricht wohl kaum seinem egozentrischen Verhalten, aber träumen wird man ja wohl noch dürfen – dann würde er eine Blockfunktion entwickeln lassen, die das blocken von Usern im Pulk erlauben würde.
Unter manchen Tweets muss ich gefühlt 90 Prozent der Kommentierenden blocken, für jeden 3 Klicks, das ist reichlich aufwändig.
Sollte es diese Funktion einst für ein monatliches Entgelt geben und wäre zu diesem fernen Zeitpunkt Twitter noch nicht so weit abgerockt, dass es eh nur noch von Fake-Profilen, russischen Trollen und anderen Propagandaarschlöchern bevölkert ist, würde ich es mir evt. sogar überlegen, dafür einen monatlichen Obulus zu entrichten.
Obwohl. Nein. Das wird nicht passieren.

Pleite oder nicht?

Nachdem Elon M. sich Twitter für einen Haufen Geld gekrallt und seine persönliche Note unter die Mitarbeiterinnen des Unternehmens geballert hat, ist der Wert von Twitter enorm gesunken.

(Übrigens nicht nur das, auch Tesla ist ordentlich abgestürzt, ich kann das sehr gut an den paar Aktien ablesen, die ich von Tesla besitze. Noch harre ich aus, aber sobald sich das Ding etwas erholt hat, möchte ich „adieu“ zu Tesla sagen.
Ob der Aktienwertverlust direkt mit Elons Gebaren bei Twitter zusammenhängt, ist natürlich reine Spekulation, da spielen mit Sicherheit viele andere Faktoren eine Rolle.)

Inzwischen geistern immer mehr Nachrichten durchs Internet, dass Twitter Miete für die Büros nicht mehr bezahlt, Lizenzgebühren für Musik und Gebühren für verschiedene Dienste bei Google ausstehen.
Dazu pöbelt Herr M. einerseits diese Unternehmen gerne an und jammert gleichzeitig, dass die Werbe – sowie Gebühreneinnahmen via Twitters blauen Haken so zurückhaltend fliessen würden.

Ich kann nur sagen: wen wundert’s? Wer will schon Geld an ein Unternehmen zahlen, dessen „Alleinherrscher“ quasi täglich auf die Meinungsfreiheit verweist, dabei einerseits Faschismusmist verbreitet bzw. für gut befindet, andererseits aber alles rausschmeisst bzw. anpöbelt, was nicht seiner Meinung ist.

Dass die Werbeeinnahmen eingebrochen sind, vermag ich fast gar nicht zu glauben, steht doch inzwischen nach jedem dritten Tweet oder Kommentar eine nicht gleich erkennbare Werbung.
Nicht gleich erkennbar, weil der winzige „gesponsert“ Hinweis von oben ganz nach unten unter den Tweet gewandert ist.
Da mich das im Lesefluss erheblich stört, bin ich dazu übergegangen, alle diese Firmen zu blocken, aber die Werbung wird einfach nicht weniger.
Vielleicht zahlen die aber auch ihre Rechnungen nicht, wie Elon M.? 😉

Abstumpfung

Anscheinend bin ich auf Twitter in einer Blase unterwegs, in der es nur wenige Sekunden dauert, bis unter (fast) jedem Beitrag Honks auftauchen, die relativieren, ablenken, vom Hölzchen aufs Stöckchen argumentieren, völlig am Thema vorbei labern, beleidigen etc.pp.
Normale Unterhaltung oder wenigstens eine Antwort, die nicht völlig übertrieben positiv oder negativ gefärbt ist? Gibt’s kaum, und bis man die herausgepickt hat, muss man sich seitenlang durch verbalen Schmutz und Dreck wühlen.
Die Twitteruser, die täglich mit dem absurdesten Mist konfrontiert werden, haben mein tiefstes Mitgefühl, und meinen Respekt, dass sie trotzdem weitermachen.
Eine Zeitlang konnte ich das echt nicht mehr lesen und habe nach wenigen Antworten Twitter geschlossen.
Inzwischen scheint ein Abstumpfungseffekt eingetreten zu sein, wie bei Werbung, man überliest den Mist einfach.
Ob’s in diesem Fall gut oder schlecht ist, weiss ich nicht.