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Es bimmelt, oder auch nicht

Martina am 12. Mai 2020

Anfang des Jahres ist meine Mutter verstorben, Anfang März bin ich / sind wir dazu gekommen, uns auch mal um den Telefonanschluss zu kümmern, der auf ihren Namen lief.
Wir dackelten – damals durfte man das noch – in den nächsten T-Punkt, der Mitarbeiter durfte zwar für uns nichts regeln, füllte aber ein Formular aus, welches ich unterschreiben und mit Sterbeurkunde versehen abschicken sollte.

Mitte April, nachdem wieder einmal die Rechnung an die alte E-Mail kam und vom alten Konto abgebucht wurde, erinnerte ich mich: da war doch was, brauchen die etwa so lange, einen Namen umzuschreiben und ein Konto zu ändern?

Also rief ich die hotte Line an, ein Mitarbeiter wühlte in den Eingeweiden des Konzerns herum und behauptete zunächst, es gäbe keinen Auftrag. Schlau, oder auch misstrauisch, wie ich nun einmal bin, oder vom Leben gezeichnet, wie man es halt nimmt, hatte ich eine Kopie des Auftrages gemacht und konnte ihm damit auf die Sprünge helfen. Es stellte sich heraus:
der Mitarbeiter im T-Punkt hatte eine völlig falsche Telefonnummer eingetragen, keine Ahnung, wie er das geschafft hat. Die Abteilung hatte es daraufhin aber nicht hinbekommen, eine Rückfrage unter meiner angegebenen Handynr. oder der E-Mail-Adresse zu starten, sondern hatte Auftrag samt Sterbeurkunde in den Papierkorb geworfen.

Ich war also gezwungen, den ganzen Scheiss mit korrekter Telefonnummer erneut zu beauftragen. Diesmal lud ich die Dokumente über die auf dem Auftragsformular angegebene Website hoch.

Schon zwei Wochen später bekam ich Rückmeldung per E-Mail, man dürfe den Vertrag nicht umschreiben, da jetzt noch der Erbschein fehle. Zur Hölle, hätte das a) der T-Punkt Mitarbeiter oder b) der Hotline-Mitarbeiter nicht sagen können? Beide habe ich gefragt, welche Dokumente benötigt werden.

Da in der E-Mail keinerlei Hinweis darauf existiert, ob man die fehlenden Unterlagen einfach per Mailantwort zuschicken kann und ob diese überhaupt ankommen, weil weder Vorgangsnummer noch Auftragsnummer o.ä. genannt werden, habe ich mich also zum zweiten Mal zur Website bemüht, alle Daten neu eingegeben und wollte auch alle drei Dokumente erneut hochladen, man weiss ja nie, ob entwder der Auftrag, oder die Sterbeurkunde oder gleich beides inzwischen wieder in den Papierkorb befördert wurden.
Nun darf man zwar alle möglichen Formate hochladen, aber nur insgesamt 8 MB und wenn es etwas lesbares sein soll, reicht das schon bei zwei mehrseitigen Dokumenten im Leben nicht aus.
Ich scheiterte also nach hochladen von Auftrag und Sterbeurkunde am dritten Dokument, weil damit die 8 MB überschritten werden.
Also löschte ich Auftrag und Sterbeurkunde, lud den Erbnachweis hoch und schrieb ins „Haben Sie weitere Wünsche“-Feld, sie sollten sich doch verfickt nochmal ein einheitliches Vorgehen überlegen, gleich alle notwendigen Dokumente anfordern und ihre Uploadgrenze überdenken.
Okay, nein, das schrieb ich natürlich nicht, ich dachte es nur, stattdessen verwies ich auf die bereits vorliegenden Dokumente.
Und hoffe nun inständig, dass der Vorgang nach nun mehr als 10 Wochen irgendwie mal erledigt wird.

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