Schlagwort: USA

Nichts gutes

Heute muss ich mit mir selbst schimpfen: als ich vom Parkplatz fahren wollte, bin ich kurz von der Bremse gerutscht und dadurch fast auf die Fahrbahn gerollt, beinahe hätte ich einem anderen Fahrzeug die Vorfahrt genommen. Das konnte noch bremsen, ich ragte nur mit der Schnauze ein bisschen in die Fahrbahn, also alles noch einmal gut gegangen.
Merkwürdigerweise hat die Telematik das Bremsmanöver gar nicht registriert, wo es doch sonst immer so sensibel ist.

Die Wirtschaftsnachrichten berichten von einem Plus an den US-Börsen nach dem Zinsentscheid der Fed. Davon kann ich nur träumen, meine Depots sind mit einem ordentlichen Gap aufgewacht, obwohl ich einige amerikanische Werte im Portfolio habe, die aber alle nur nach unten gezündet haben. 🙁

Börsenkurse

Nase hoch

Der Shutdown ist nicht vorbei, sondern nur ausgesetzt, bis Februar müsse man sich einigen.
Börse und Aktionärinnen reagieren trotzdem positiv und werden die Zeit für ihre Jahresendrallye nutzen.
Soweit, so schön für mich. 😉

Aber dieses Biiiild im Oval Office! Eine Runde Personen stehen klatschend um den Tisch herum, Donald hält die Vereinbarung in die Kamera. Weil er als einziger sitzt, erscheint quasi nur seine Nase über der Vereinbarung …

Erinnert mich an eine Zeichnung aus meiner Zeichenphase:
Nase hoch

Rekorde

Dieser orangefarbige Typ, der sich selbst für den grössten hält, jetzt weiss ich, was seine Mission ist: er möchte Rekorde brechen, und zwar egal, welche.
Sich selbst mag er als denjenigen sehen, der alle Kriege beendet hat, die beste US-Wirtschaft aller Zeiten befördert, die besten Preise hervorruft, die höchsten Zölle (wobei, das mag ja sogar stimmen), die niedrigste Kriminalitätsrate usw.
Diese Rekorde existieren leider nur in seiner Einbildung, also, wie gesagt, ausser bei den Zöllen.

Die Rekorde, die man ihm aber zurechnen kann: mit dem heutigen Tag den längsten Shutdown in der Geschichte der USA hervorgerufen zu haben, wobei er seinen eigenen Rekord aus der letzten Amtszeit übertroffen hat. Hurra, wohl getan, Herr orange president.
Der schlechteste Präsident aller Zeiten zu sein, den USA in den ersten Monaten seiner Amtszeit so geschadet zu haben, sowohl wirtschaftlich als auch was das internationale Ansehen betrifft, wie kein Präsident zuvor.
Alles Rekorde, Hut ab, Mr.
Ob die erstrebenswert sind, nun ja. Wenigstens sind ihm sicherlich einige Zeilen in den Geschichtsbüchern sicher. Ist ja egal, ob positiv oder negativ, Hauptsache erwähnt.

Gute Wahl

Naja, eher gute Wahl. In New York wurde ein „linker“ Bürgermeister gewählt, in New Jersey und Virginia gibt es (wieder) demokratische Personen im Gouverneursamt.
DoP (der orangene Präsident) dürfte im Dreieck toben, hat er doch zuvor sogar gedroht, New York die Gelder massiv zu kürzen, sollte ein – igiiiiitt – Demokrat die Wahl gewinnen.
Aber alles toben hat nichts genützt, die amerikanische Bevölkerung erkennt vielleicht langsam, dass doP ein einziger fail ist. Sogar, wenn er versucht, die Presse zu manipulieren, sich selbst in Glitter zu hüllen und von allem das Gegenteil zu behaupten, was ihm nicht in die Selbstdarstellung passt.

Derweil die Aktionäre an den Börsen weltweit ihre Sachen packen, vorrangig, weil man Angst vor fehlender Zinssenkung der Fed hat und die Unkereien über die KI-Blase doch jetzt endlich mal wahr werden sollten.
Abgesehen vom immer noch andauernden Shutdown, der die armen bzw. ärmeren Amerikanerinnen ins „wo kriege ich die nächste Mahlzeit und notwendige Medikamente her“ stürzt.

Zahlen!

Nein, ich zahl nix.
Aber heute gibt es Berichte der Big Tech Unternehmen Alphabet, Meta und Microsoft, in die ich alle zum Teil (für mein Portfolio) nennenswert investiert bin, ausserdem gibt die Fed den Zinsentscheid bekannt, wobei eine Zinssenkung erwartet wird.
Und morgen trifft der orange Lyin’ King auf Winnie Puh – wir dürfen uns auf tierisches Theater gefasst machen, fürchte ich.

Shut the f… down

Die USA, grösste Wirtschaft der Welt, so behauptet man, können sich den Regierungsapparat nicht mehr leisten.
Naja, die Republikaner sind eh auf Sparkurs, da kommt ihnen der neueste Shutdown sicher recht.
Und wenn die Wirtschaft erst kaputt ist, kommt ihnen das sicher auch recht, sie finden schon irgendjemanden, den sie dafür verantwortlich machen können, die Woken, die Antifa, eben alle rechtschaffenen Menschen, die nur in Frieden leben wollen.

Ich habe heute morgen im Bad, da lasse ich mich gerne per YT bilden *hüstel* und gucke bzw. höre die ein oder andere Doku, eine Doku über die inzwischen immer mehr eingeschränkten Frauenrechte in den USA gesehen.

Allein die Abtreibungspolitik macht mich sehr wütend. Männer wollen bestimmen, dass man Frauen bedenkenlos vergewaltigen kann, weil, eine ordentliche Strafe dafür gibt es in den seltensten Fällen, und dass sie in der Folge nicht abtreiben dürfen.
Wenn die Täter wenigstens ordentlich bestraft werden würden, wenn die Täter wenigstens ordentlich dafür blechen dürften – eigentlich müssten sie ihr ganzes Vermögen für solche Taten hergeben und, falls nicht vorhanden, verdientes Geld bis aufs Minimum abdrücken – wenn die Allgemeinheit, die weitreichend über das Leben dieser Frauen bestimmen möchte, wenigstens Verantwortung übernimmt oder ausreichende Hilfe leistet. Aber nicht einmal das geschieht. Diese Frauen werden im Regen stehen gelassen, sie dürfen nicht abtreiben, sie dürfen nur mit dem Trauma leben.
Nicht einmal Notabtreibungen werden (rechtzeitig) ausgeführt, die, die das Leben der Frauen retten könnten, und zwar, weil die Ärzteschaft hinterher einer Anklage entgegensehen könnte. Da lässt man die Frauen lieber unversorgt und qualvoll sterben.

Die zweite Stufe: manche Bundesstaaten haben ein Gesetz, das verpflichtet Frauen, ihre Kinder zu schützen, und wenn sie es nicht tun, z.B. weil sie gar nicht da sind, werden sie zu langjährigen Haftstrafen verdonnert, während die eigentlichen Täter dagegen glimpflich davonkommen.
In einem Fall wurde die Frau von ihrem Mann und ihrer Schwiegermutter auf die Strasse gesetzt und durfte auf der Parkbank schlafen. In der Nacht hat sich der Mann schlafend auf das eigene Kind gewälzt und es so erstickt.
Der Mann bekam wenige Jahre, die Frau, die überhaupt nicht für den Tod ihres Kindes verantwortlich war, bekam 20 Jahre, natürlich beide verurteilt von einem Mann …

Frau könnte anfangen, Männer per se für triebgesteuerte Dumpfbacken zu halten. Aber nein, nicht alle Männer sind so. Frau könnte aber von Männern, die nicht so sind, mit Fug und Recht verlangen, dass sie sich an die Seite der Frauen stellen, und nicht an die solcher Männer. Oder? ODER?

Ein Schwätzer

Ich sehe den orangefarbigen Präsidenten nicht oft im TV, also nur in Zusammenfassungen. Die bestehen fast immer aus dem einen einzigen Punkt, den Donald T. immer wieder, ständig, gebetsmühlenartig wiederholt, über viele Minuten.
Irgendjemand muss T. mal gesagt haben, man muss in dieser dummen Welt, die ihm seiner Meinung nach ja nicht das Wasser reichen kann, solche hochfeinen Erkenntnisse nur oft genug wiederholen, dann wird man ihm schon glauben.

Man sollte sich eher einen Spass daraus machen, seine Entourage während dieser Reden zu beobachten. Ich glaube, es fällt allen schwer, bei dem BS, der da sekündlich im Brustton der Überzeugung abgesondert wird, ernst zu bleiben, sich das lachen zu verkneifen, nicht die Augen zu verdrehen, den Kopf zu schütteln oder sich mit der flachen Hand vor selbigen zu schlagen.
Deshalb stehen die bestimmt immer so stocksteif drum herum und versuchen, absolut keine Regung zu zeigen. Hände immer schön hinter dem Rücken oder fest gefaltet, einen Punkt in weiter Ferne fixieren usw.

Arme USA, die haben ja schon den ein oder anderen Präsidenten erlebt, der nicht das eigelbe war. Aber dieser hier toppt echt alles.

Alles neu macht der Boy

Elon M. will Spass haben, nicht Spass machen. Wesderhalb er angekündigt hat, der lieben USA eine neue Partei zu schenken. Warum, weiss ich nicht so recht, das weiss wahrscheinlich keiner dieser „Strategen“ so genau, hauptsache, man ist mit irgendwas in der Presse, die man ansonsten aber schon gerne verabscheut, weil sie einseitig, also eher anderseitig berichtet, als man gerne hätte. Man schreibt sich lieber Meinungsfreiheit auf die Fahne und trägt deren Schutz gross vor sich her, als diese auch tatsächlich zuzulassen.
Jetzt aber erstmal eine neue Partei, es läuft halt grad nicht so gut mit Tesla.

Und noch eine Religionsgemeinschaft, die klerikalen Deppen dort sind ja ganz grossartig darin, ihren Mitgliedsmenschen auch den grössten Mist aufzutischen und sie dabei um viel Geld zu erleichtern.

Später kommt dann noch als letzter Sargnagel, der den Untergang der USA besiegeln könnte, ein Medienkonzern dazu, der endlich, endlich, die ganze Meinungsfreiheit unter einem Dach zu vereinigen, also gleichzuschalten, trachten wird. Mit Space X ist der Grundstein dazu längst gelegt.

Ich bin schon sososooo gespannt. Nicht. Ehrlich, in den Usa möchte ich schon jetzt nicht mal mehr tot übern Zaun hängen.

Namen sind Schall und Rauch, oder?

Früher hiess es ja mal Golf von Mexiko, auf unseren Karten steht das weiterhin.
Dann kam so ein grössenwahnsinniger Präsident daher, der meinte, per Dekret liesse sich alles regeln. Er regelte also, dass, ganz im Sinne von „Mach Amerika wieder grossartig“, der Golf von Mexiko nun Golf von Amerika zu heissen habe. Und weil unglücklicherweise Google, das quasi die Internethoheit über das Kartensystem innehat, ein amerikanisches Unternehmen ist, wird dieses erpresst, der Umbenennung stantepede nachzukommen.

Wenn das wirklich so einfach wäre, könnten wir dann nicht auch Google veranlassen, Nord- und Südkorea wenigstens in Google Maps wiederzuvereinen, Tibet von Chinas Herrschaft zu befreien und alle besetzten Gebiete in der Ukraine den Russen wieder wegnehmen?

Leider ist das nur ein schöner Gedanke.
Weshalb Mexiko auch Klage gegen die willkürliche Umbenennung des Golfs von Mexiko erheben wird, man weiss nur noch nicht, vor welchem Gericht.

Namen sind eben mitnichten Schall und Rauch, sondern eine wichtige Frage der Identität, beginnend beim persönlichen Schmusenamen, endend bei IC 1101. Nein, das ist nicht der Intercity von Bottrop nach Haselünne, das ist die grösste, bisher bekannte Galaxie.

Die immerhin könnte man ohne nennenswerten Protest getreu dem Motto „Make another galaxy arise“, in was auch immer sich ein gewisser Präsident wünscht, umbenennen. Oder wir benennen einen Mondkrater nach ihm?

Zolleinigung, also nicht so richtig, aber

… die Börse tut wenigstens so, als wäre es eine Einigung, obwohl es zwischen China und den USA dank der Schweizer Gespräche am Wochenende lediglich zu einer Art Waffenstillstand gekommen ist, da für die nächsten 90 Tage das Zollfeuer eingestellt wird.

Ich gucke routinemässig heute morgen in mein Hauptdepot und staune nicht schlecht, als binnen weniger Stunden nach Handelsstart das Portfolio ein Plus von mehreren tausend Euro aufweist.
Die Gewinner bisher sind Meta, Microsoft und der USA ESG ETF, in absoluten Zahlen gesehen, bzw. Tobii AB, Meta und Apple, prozentual gesehen.
Und zum ersten Mal überhaupt ist mein Semiconductor ETF im Plus, da ich aber nur wenige Anteile besitze, macht sich das insgesamt eher wenig bemerkbar.

Im Minidepot natürlich das gleiche Bild, vor allem LVMH, deren verringerter Absatz bei den Chinesinnen schon ziemlich den Kurs heruntergezogen hat, und Stellantis haben ordentlich zugelegt.
Eli Lilly und Novo Nordisk dagegen gehören heute, bisher jedenfalls, zu den Verlierern.

Nun, gucken wir doch mal, wie sich das bis heute abend entwickelt. Meiner Erfahrung nach ist Montags der Start entweder hoch euphorisch oder zu Tode betrübt, was sich im Laufe des Tages in die ein oder andere Richtung besänftigt.
Grund zum übermässigen Jubeln sehe ich bisher nicht.