Schlagwort: Verkauf

Verkauft 5

Das Tyros 5, das ich letztes Jahr für den Stiefvater beschafft habe, ist zwar noch nicht so ganz verkauft, aber hoffentlich auf dem Weg, bald verkauft zu werden, ich hoffe ja immer noch auf das Weihnachtsgeschäft.
Ich habe mich gestern abend aufgerafft und den Händler angeschrieben, bei dem es gekauft wurde.
Dieser hat sich gleich heute morgen telefonisch gemeldet und will es in Kommission nehmen, hat eben sogar ein GLS Ticket geschickt, mit dem es bei uns abgeholt wird. Wir müssen es nur noch verpacken.
Sehr aufmerksam, sehr zuvorkommend.

Da kenne ich ehrlich gesagt andere Händler, die so’n bisschen Starallüren an den Tag legen.

Den anderen Händler, bei dem sich mein Stiefvater kurz zuvor eine Orgel gekauft hatte, habe ich ebenfalls angeschrieben, da bin ich aber eher weniger hoffnungsfroh, dass da irgendwas zustande kommt.
Vielleicht sollte ich mal mein Netzwerk befragen, ob die irgendeinen Verkaufstipp haben.

Fasse dich kurz

Seid ihr eher von der ausschweifenden oder von der wortkargen Art?
Eigentlich habe ich nichts dagegen, wenn jemand zügig auf den Punkt kommt.
Aber der Kleinanzeigennutzer namens „G“, in dessen Profil nur ein „Naja“ unter Zufriedenheit steht, und sonst nix, rotzte mir unter eine meiner Annoncen lediglich einen – noch dazu unverschämt niedrigen – Preis als Nachricht entgegen.
Keine Anrede, kein Hallo, kein weiterer Text, nur ein Preis.
Sowas darf ich doch unhöflich nennen, oder?
Zuerst habe ich überlegt, das zu ignorieren, aber dann werde ich mindestens mit einer schlechten Antwortzeit abgestraft. Ich antwortete also, und zwar mit 3 Fragezeichen.
Ob der sich auf dem Flohmarkt auch so eloquent in die Verhandlung stürzen würde?

Schnell antworten tut Nutzer „G“ ja, nicht einmal 10 Minuten später rotzte er ein „Was“ zurück.
Sorry, aber an der Stelle beende ich die Verhandlung, das ist mir zu doof.
Wer nicht einmal die rudimentärste Höflichkeit beherrscht, mit dem will ich meine Zeit nicht verschwenden.

Verkauft 2

Bilanz der ersten Woche des Verkaufes elektronischer „Urgesteine“:
Tolino verkauft, Walkman aus den 80ern verkauft, Kindle 2. Generation (noch ohne Touch) verkauft.
Netto Umsatz ca. 116 €

Gestern habe ich den Weinballon geschrottet, in dem ich über die letzten Jahre Kleingeld gesammelt hatte, und der randvoll war. Ich habe mir die Mühe gemacht, Scherben von Münzen zu trennen und werde die Münzen dem Renovierungstopf hinzufügen, dürften so um 200 € sein.

Weitere Anzeigen sind bereits aufgegeben, z.B. ein alter iPod, ein weiterer Kindle Reader, zwei Fitnessuhren, ein Nintendo 3DS, ein französisches Smartphone.
Die aber bisher keinen grossen Anklang fanden. Falls Kleinanzeigen nicht funktionieren, wandern die Sachen zu Ebay.

Hier liegen noch soviele Sachen rum, dass ich wahrscheinlich bis Weihnachten jeden Tag ein Teil auf den Markt werfen kann. 😉
Hoffentlich reicht das am Ende für die geplante Renovierung des Wohnzimmers im nächsten Frühjahr.

Bis dahin werde ich das Geld noch in Aktien parken und dank der berühmten Jahresendrallye vielleicht den ein oder anderen Euro zusätzliche Rendite rausholen.

Verkauft 1

Das erste technische Gerät, ein Tolino Reader, ca. 5 Jahre alt, ging gestern über den virtuellen Tresen.
Bezahlt ist schon, gepackt auch, heute nachmittag nach der Arbeit geht es zur Post.

Das Gerät hat dank der leuchtend pinkfarbigen Hülle offensichtlich nur Frauen angesprochen, und ich muss sagen, die Verhandlungen waren sehr entspannt. Ich hatte einen Preis auf VB aufgerufen, aber es gab kaum Preisverhandlungen, die zuerst Interessierte hat sogar ohne weitere Nachfragen den vollen Preis bezahlt.

So kann es weiter gehen. 😉
Das so erspielte Geld wird entweder in den Renovierungstopf fliessen, oder erst einmal in Aktien investiert und dann in die Renovierung. Schaun wir mal, was zusammenkommt.

Das Sofa ist weg

Beim Einzug in das Haus hat meine Mutter sich eine grosse Sofalandschaft über Eck gegönnt, mit Bettkasten, ausziehbarem Bettgestell und zwei einsteckbaren Kopfstützen sowie in der Ecke eine Rückenlehne, die sich zum bequemeren Sitzen nach vorne in eine Schräglage ziehen lässt. Dazu ein Sessel mit ausklappbarer Fussstütze und einsteckbarer Kopfstütze.
Drei Personen konnten auf dem Sofa bequem die Beine langmachen, was wir eine Zeitlang auch gemacht haben. Das Sofa wurde immer mit Decken geschützt, damit ich das auch noch nutzen kann, wenn ich es mal erbe (O-Ton meine Mutter).

Meine Mutter ist verstorben, der Stiefvater hat – im Gedenken an meine Mutter, vermute ich – fortan ihre Sofaecke genutzt. Inzwischen ist er schwer erkrankt, hält sich oft auf dem Sofa auf und schläft dort auch immer ein, wozu wir geradezu eine Kissenburg um ihn herum gebaut haben, damit es halbwegs bequem ist.
Leider war es das nicht, zumal er eigentlich ständig seine Beine hochlegen muss, weil das Herz nicht mehr mitmacht.

Letzte Woche hat es mir dann gereicht, Beine hochlegen ist umständlich, unbequem und überhaupt scheuert der Sitz den knochigen Hintern auf. Trotz ständigen hochlegens musste ich Stiefvater dieses Jahr schon dreimal mit Wassereinlagerungen ins Krankenhaus schaffen.

Ich habe einen elektrisch verstellbaren Sessel mit Fussstütze gekauft, der sogar eine eingebaute Heizung im Lendenwirbelsäulenbereich und verschiedene Massagepunkte hat, die per Fernbedienung angesteuert werden können.

Das Sofa musste also weg, Gottseidank waren die Einzelteile nur eingehängt und es liess sich inklusive Bettkasten und Betteil leicht auseinandernehmen.
Zuvor habe ich noch jede Menge Fotos gemacht, denn ich wollte versuchen, es zu verkaufen, und nicht einfach so auf den Sperrmüll werfen. Das Sofa hatte zwar 15 Jahre auf dem Buckel, war aber weder durchgesessen, noch war es – dank Decken – fleckig, abgesehen davon, dass der Mikrofaserstoff ganz leicht gereinigt werden kann.

So landete das Sofa vor drei Tagen spätabends noch auf Kleinanzeigen. 5 Minuten später kam schon die erste „noch da?“ Anfrage …
Am nächsten Tag zwei ernsthafte Anfragen, ich trug die Masse noch nach, weil danach gefragt wurde, man fragte auch nach dem Alter und fand trotz „sieht toll aus“, dass das Möbel zu alt sei.
Die zweite Interessentin – gewerbliche Anbieterin laut Profil – wollte kaufen, machte aber einen Rückzieher, als ich die Adresse mitteilte: „das ist ja gar nicht in der Stadt“. Ähm, ja, von einer gewerblichen Anbieterin erwarte ich etwas mehr räumliche Flexibilität. Mit mehr als 5 km im Stadtgebiet fahre ich nicht komme ich buchstäblich nicht weit. 😉

Heute kam überraschend noch eine Anfrage, die gleich mit der Tür ins Haus fiel: „100 € Hole sofort ab“
Ich war etwas irritiert ob der schroffen Art, laut Profil waren wohl auch andere nicht ganz zufrieden, aber egal, ich wollte das Sofa loswerden, und antwortete „150 €. Wann wollen Sie es abholen?“
30 Minuten, okay, das liess sich darstellen.
Wir stellten alle Teile in der Garage auf und warteten. Tatsächlich kam ein Miettransporter und 3 junge Männer sowie ein älterer Fahrer stiegen aus.
Sie besahen sich das Sofa, sassen drauf, dann wollte mein Verhandlungspartner nachverhandeln, das Auto hätte 70 € gekostet, Dackelblick von allen drei Jungs dies das.
Erst blieb ich hart, eigentlich hatte ich ja einen Festpreis in der Anzeige genannt und war schon entgegengekommen.
Mehrere Dackelblicke später bin ich auf 130 € runtergegangen, es gab noch Diskussionen, bevor sich die Männerriege einverstanden erklärte.

Und so kam es, dass ich das Sofa am Sperrmüll vorbei für hoffentlich weitere 15 Jahre in die berühmten guten Hände abgegeben habe.

Das Geld werde ich in ein offenes Regal o.ä. auf Rollen investieren, das neben dem Sessel des Stiefvaters seinen Platz finden soll. Dort reihen sich z.Zt. drei Tischchen nebeneinander, auf denen sich Wasserkaraffe, Glas, Kaffeebecher, Obst, Teller, Tablet, Kopfhörer, Lesestoff, Medikamente, Blutdruckmessgerät, Notizblock, diverse Schreibgeräte, Taschenlampe, Taschentücher, Socken, Servietten, Augentropfen, CD-Player, CDs, Fernbedienung Hörgerät, … verteilen
Das Regal muss also lang sein, mindestens zwei Ablageflächen haben und vielleicht sogar ein oder zwei Schubfächer oder so.
Ich mach mich dann mal auf die Suche. 😉

Kleinanzeigen

In so einem Haus sammelt sich im Laufe der Jahre unglaublich viel Zeugs an, dass man aus Versehen gekauft, nur auf den ersten Blick schön oder nützlich gefunden hat, was nie so funktioniert hat, wie man sich das dachte, was man einmal benutzt und dann weggestellt hat, was für einen viel zu speziellen oder einmaligen Einsatz gekauft wurde, und, und, und.
Mindestens einmal im Jahr machen wir Sperrmüll, manches der gehorteten Dinge ist dafür allerdings zu schade.
Ab und an raffe ich mich also auf, und versuche, diese Sachen über Kleinanzeigen, früher Ebay Kleinanzeigen, oder Ebay, oder ähnliche Marktplätze zu verkaufen.

Gestern habe ich kurz entschlossen einen Stepper, auf dem ich vielleicht 5 mal auf der Stelle getreten bin, abgelichtet und ihn bei Kleinanzeigen inseriert.
Kaum 5 Minuten später kam eine Anfrage, der Nutzer wollte nach einigem Hin und Her das gute Stück erwerben. Er gab mir seine Adresse, ich gab ihm meine Paypal-Adresse. Dann kam keine Antwort mehr.
Heute vormittag eine neue Nachricht, Paypal hätte nicht geklappt, wegen blablabla, der Nutzer meinte, er hätte die sicher bezahlen Funktion genutzt und ich müsse die Transaktion nur bestätigen.
Habe ich mir angeguckt, mitten im ansehen bekam ich eine Warnmail von Kleinanzeigen, das Nutzerkonto wäre eingeschränkt worden und ich sollte um Gottes willen nichts bezahlen, nichts versenden, sondern mich lieber verstecken, oder so.
Da die Seite schon vorher abgestürzt ist, startete ich das selbstverständlich nicht neu, sondern informierte den Nutzer.
Ich weiss nicht, ob er die Nachricht liest oder überhaupt lesen kann, seitdem herrscht jedenfalls Funkstille, und ich weiss jetzt auch, dass das eine fiese, kleine Betrugsmasche ist.

Denn inzwischen habe ich herausgefunden, wie der Betrug funktionieren sollte.
Gestern gab ich meine Paypal-Adresse durch (das Passwort habe ich heute morgen übrigens noch vor dem Betrugsversuch geändert), mit der der Betrüger meinen Namen erfahren hat.
Das hat er genutzt, um mir eine Mail ausserhalb des Kleinanzeigen Chats mit einem persönlichen Touch zu schicken, die mich auf eine Seite führte, in der ich meine Kreditkartendaten eingeben sollte.
Habe ich ja gar nicht eingesehen, bei einem weiteren Klick ist die Seite abgestürzt und gleich darauf kam auch die Warnmail von Kleinanzeigen.

Es gibt zahlreiche Hinweise, wie man so einen Betrug erkennen kann:
– die Betrugsmail mit dem Link hatte als Absender ein icloud-Konto
– angeblich wurde der Artikel zum Verkauf gesperrt, eine Überprüfung in meinem Kleinanzeigen Konto ergab, dass das – natürlich – nicht stimmt
– wer über sprachliche Fähigkeiten verfügt, die über das rudimentäre Mass hinausgehen, das z.B. NoAFD Faschos an Deutschkenntnissen demonstrieren (SCNR), kann die sprachlichen Defizite in so einer Mail gut erkennen, die darauf hindeuten, dass eine Organisation niemals so schreiben würde
– ausser dem Link zur Betrugsseite gab es keinen einzigen weiteren Link, der zu Kleinanzeigen führt
– der Datenschutzhinweis „nur für die Augen des Empfängers bestimmt“ war ja fast schon süss

Alles in allem, bei Kleinanzeigen o.ä. beachten:
– niemals ausserhalb des Chats korrespondieren
– niemals persönliche Daten austauschen
– ich persönlich gebe mein Bankdaten niemals an wildfremde (Privat-) Personen raus, weder am Telefon, noch im Internet oder auf eine andere Art und Weise, niemals, niemals, niemals
– genauso geht man mit Kreditkartendaten um, niemals weitergeben oder irgendwo eintippen, was kein anerkannter Shop ist, dem man 100 % vertraut; selbst da sind diese Daten nicht sicher, Konten können z.B. gehackt und diese Daten geklaut werden (ist mir tatsächlich schon einmal passiert)
– entweder Abholung, wenn’s geht sogar an einem öffentlichen Ort, inklusive Barzahlung
– oder Zahlung per Paypal vor dem Versand eines Artikels, wobei ich mein Paypal Passwort entweder alle paar Monate oder nach jedem Transfer wie z.B. einem Verkauf ändere
– Adressen möglicher Käufer im Internet überprüfen (wobei die da auch schon raffinierter sind, z.B. gab es die Strasse, die der Betrüger überraschend schnell als Lieferadresse nannte, tatsächlich, aber ob es diese Hausnummer gibt, konnte ich gestern nicht herausfinden)