Schlagwort: Stromanbieter

Strom und kein Ende

Letzte Woche hat die freundliche Callcenterdame vom Netzbetreiber mein Anliegen, das ich bereits zweimal per E-Mail kundgetan hatte, noch einmal aufgenommen (und sogar den Vorgang eingetragen, hurra!) und gesagt, wenn ich bis zum Wochenende keine Antwort habe, sollte ich noch einmal anrufen.
Habe ich soeben getan. Diesmal geriet ich natürlich an eine andere Dame, die meinen Vorgang auch sah, mich aber damit abbügelte, das dauere halt. Verstehe ich. Nichtsdestotrotz habe ich angekündigt, mich nächste Woche erneut zu melden. Ich gehe denen jetzt so lange auf die Nerven, bis sie es so eskalieren, dass ich endlich, endlich auch mal eine Antwort erhalte …

Und nun auf zum Stromanbieter: ich hatte erneut auf einen der Vorgänge geantwortet, und nun endlich um Antwort zur Einspeisevergütung und Erstattung der zu Unrecht gezahlten Messstellengebühr gebeten. Bisher keine automatische Bestätigung. Vielleicht schmeissen sie alles, was meinen Vertrag betrifft, inzwischen umgehend in den Orkus.

Gefangen zwischen Hotlines

Diese Stromgeschichte geht mir auch echt auf die Nerven.
Vor 4 Monaten habe ich den Vertrag für die Photovoltaikanlage bzw. Stromversorgung gewechselt, ich zahle dem Stromanbieter für meinen Verbrauch und erhalte vom Netzbetreiber die Abschläge für die Einspeisung des Stroms. Sollte sie erhalten.
Nach einigen E-Mails, deren letzte bereits wieder 10 Tage unbeantwortet blieb, habe ich mich heute durchtelefoniert.

Vom Netzbetreiber habe ich zwei weitere Vertragsnummern und – zum ersten Mal überhaupt – eine Geschäftspartnernummer erhalten. Ich habe eine Vertragsnummer für den Messstellenbetrieb, eine für die Stromlieferung, eine für die Einspeisung.
Im Zuge des Informationsaustausches habe ich auch erfahren, dass ein Widerruf der Abtretung des Stromanbieters nicht vorliegt und die Einspeisevergütung weiter an ihn geht, der ja steif und fest behauptet hat, man hätte alles erledigt. Ob der Netzbetreiber geschlampt hat oder der Stromanbieter, kann ich nicht feststellen. Der Stromanbieter hätte aber wenigstens nachsehen können, ob ihm die Einspeisevergütung weiterhin gezahlt wird, dann hätte man sicher gemerkt, dass da was schiefgelaufen ist.
Abgesehen davon warte ich auch immer noch auf die Nachricht, warum der Netzbetreiber mir die Messstellengebühren abbucht, wo sie doch vom Stromanbieter bereits bezahlt wurde, sagte man mir ebenfalls vor 10 Tagen.

Wenigstens will die Netzbetreiber-Hotline-Dame das jetzt weiterleiten und man will mich bis Ende der Woche zurückrufen oder eine E-Mail schicken.
Sehr gespannt ich bin. Was das immer alles für Zeit und Geld kostet. Zum kotzen.

Heizstromanbieterwechsel

Gestern durfte ich beim neuen Anbieter für Heizstrom keinen Zählerstand mitteilen, da dachte ich noch, das liegt daran, dass erst ab heute beliefert wird.
Später am Tag bekam ich eine Rückmeldung von EAM, dass die Daten erfasst wurden und „per Marktkommunikation“ weitergegeben werden.
Marktkommunikation bedeutet anscheinend, dass es eine zentrale Datenbank gibt, aus der sich alle involvierten Unternehmen bedienen können.
Heute habe ich nämlich versucht, den Zählerstand auch beim neuen Anbieter einzutragen, aber er hatte diesen schon.
Okay.

Das grosse Vergessen

Mieter vergessen, ihren Strom anzumelden, und wenn sie es dann doch mal tun, vergisst der Strom-Anbieter, die Daten auch tatsächlich aufzunehmen, weil man das ja jetzt alles kontaktlos telefonisch machen muss, und der Telefonist lieber an den Nägeln kaut, als Daten in eine Datenbank einzugeben. Ach ja, und wenn dann die Anmeldung auf welchem Weg und egal von wem auch immer vergessen wurde, vergisst der Stromanbieter auch mal wochenlang, den Eigentümer zu benachrichtigen, er liefert selbstvergessen Strom, und richtet mitunter erst ein halbes Jahr später ein euphorisches Schreiben an den Eigentümer, hier zack zack zu blechen, für einen Vertrag, den dieser nie abgeschlossen hat, rückwirkende Kündigung und Umschreibung auf den vergessenden Mieter selbstverständlich nur bis zu 6 Wochen möglich, was gleichbedeutend mit viel Verwaltungsarbeit verbunden ist, wenn man die entstandenen Kosten auf den säumigen Mieter abwälzen möchte.

BTW, beim Strom darf ja jede/r jede/n anmelden und/oder Zählerstände mitteilen, er braucht bloss eine Adresse, eine Zählernummer und das Geburtsdatum. Gestern erst alles durchexerziert.
In einem anderen Fall hat ein Mieter in seliger Umnachtung die Zählernummer eines Nachbarn für sich in Anspruch genommen, dieser Nachbar hatte seinen Strom passenderweise vergessen anzumelden, und wir bekamen nach besagtem halben Jahr Mahnungen zu einem Stromvertrag, den niemand abgeschlossen hat, inklusive der Ankündigung, den Zähler von dem Mieter stillzulegen, der zwar bereits für den Strom zahlt, aber eben für den nachbarlichen Anschluss.

Ehrlich, einen Hühnerstall zu beaufsichtigen, ist einfacher …

Leben in Absurdistan

Schreckgespenst DSGVO, das macht nicht nur kleine Freelancer und Händler kirre, sondern offenbar auch grosse Unternehmen.
Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich zwar bei dem Stromanbieter telefonisch Auskunft erhalte und (Eigentümer-) Verträge beenden bzw. auf Mieter umschreiben lassen darf, im Live-Chat aber – nach Identifikation – plötzlich als Betrügerin behandelt werde, die sich zu Unrecht Zugang zu Privatkonten verschafft hat.
Nachdem ich mich als Hausverwaltung „geoutet“ habe, wohlgemerkt, weil, ich hab‘ ja nix zu verbergen.
Plötzlich kommt mir der Mitarbeiter damit, ich hätte kein Recht, Briefe an Dritte zu öffnen und ähnlich weit hergeholtes Lamenteng.
Ich war drauf und dran, ihn zu fragen, was er heute schon geraucht hat …
Nach wiederholtem „ich Hausverwaltung, das Konto Vermieter“ wurde dann endlich eingelenkt.
Meine Fragen, warum man denn – trotz DSGVO – in einem Online-Konto verschiedene Hauseigentümer/Vermieter finden kann, die lediglich unter derselben Hausverwaltung laufen, wurden bis jetzt nicht beantwortet.
Ebenso, wie der Mitarbeiter bisher stumm blieb, als ich fragte, wieso nur manche Verträge aufgeführt sind, und nicht alle, nach welchen Kriterien sich das richtet, und ob ich nicht selbst die Vertragskonten eintragen müsste.
Es bleibt spannend, äh zäh.