Archiv für das Tag 'Stromanbieter'

Das grosse Vergessen

Martina am 7. Juli 2020

Mieter vergessen, ihren Strom anzumelden, und wenn sie es dann doch mal tun, vergisst der Strom-Anbieter, die Daten auch tatsächlich aufzunehmen, weil man das ja jetzt alles kontaktlos telefonisch machen muss, und der Telefonist lieber an den Nägeln kaut, als Daten in eine Datenbank einzugeben. Ach ja, und wenn dann die Anmeldung auf welchem Weg und egal von wem auch immer vergessen wurde, vergisst der Stromanbieter auch mal wochenlang, den Eigentümer zu benachrichtigen, er liefert selbstvergessen Strom, und richtet mitunter erst ein halbes Jahr später ein euphorisches Schreiben an den Eigentümer, hier zack zack zu blechen, für einen Vertrag, den dieser nie abgeschlossen hat, rückwirkende Kündigung und Umschreibung auf den vergessenden Mieter selbstverständlich nur bis zu 6 Wochen möglich, was gleichbedeutend mit viel Verwaltungsarbeit verbunden ist, wenn man die entstandenen Kosten auf den säumigen Mieter abwälzen möchte.

BTW, beim Strom darf ja jede/r jede/n anmelden und/oder Zählerstände mitteilen, er braucht bloss eine Adresse, eine Zählernummer und das Geburtsdatum. Gestern erst alles durchexerziert.
In einem anderen Fall hat ein Mieter in seliger Umnachtung die Zählernummer eines Nachbarn für sich in Anspruch genommen, dieser Nachbar hatte seinen Strom passenderweise vergessen anzumelden, und wir bekamen nach besagtem halben Jahr Mahnungen zu einem Stromvertrag, den niemand abgeschlossen hat, inklusive der Ankündigung, den Zähler von dem Mieter stillzulegen, der zwar bereits für den Strom zahlt, aber eben für den nachbarlichen Anschluss.

Ehrlich, einen Hühnerstall zu beaufsichtigen, ist einfacher …

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Leben in Absurdistan

Martina am 6. September 2018

Schreckgespenst DSGVO, das macht nicht nur kleine Freelancer und Händler kirre, sondern offenbar auch grosse Unternehmen.
Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich zwar bei dem Stromanbieter telefonisch Auskunft erhalte und (Eigentümer-) Verträge beenden bzw. auf Mieter umschreiben lassen darf, im Live-Chat aber – nach Identifikation – plötzlich als Betrügerin behandelt werde, die sich zu Unrecht Zugang zu Privatkonten verschafft hat.
Nachdem ich mich als Hausverwaltung „geoutet“ habe, wohlgemerkt, weil, ich hab‘ ja nix zu verbergen.
Plötzlich kommt mir der Mitarbeiter damit, ich hätte kein Recht, Briefe an Dritte zu öffnen und ähnlich weit hergeholtes Lamenteng.
Ich war drauf und dran, ihn zu fragen, was er heute schon geraucht hat …
Nach wiederholtem „ich Hausverwaltung, das Konto Vermieter“ wurde dann endlich eingelenkt.
Meine Fragen, warum man denn – trotz DSGVO – in einem Online-Konto verschiedene Hauseigentümer/Vermieter finden kann, die lediglich unter derselben Hausverwaltung laufen, wurden bis jetzt nicht beantwortet.
Ebenso, wie der Mitarbeiter bisher stumm blieb, als ich fragte, wieso nur manche Verträge aufgeführt sind, und nicht alle, nach welchen Kriterien sich das richtet, und ob ich nicht selbst die Vertragskonten eintragen müsste.
Es bleibt spannend, äh zäh.

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