Kategorie: Aufreger

Kleinanzeigenanmache

Soweit ich mich erinnere, immerhin bin ich seit mehr als 10 Jahren bei kleinanzeigen.de registriert, damals, als es noch zu Ebay gehörte, jedenfalls bin ich in der langen Zeit noch nie angebaggert worden.
Bis heute.
Von einem Unbekannten angebaggert, der mir nur kryptische Initialen gönnt, wahrscheinlich niemals zuvor etwas dort ge- oder verkauft hat, zumindest keinerlei Bewertungen hat, und übrigens auch keine Rechtschreibung, weder Punkt, noch Komma, oder Gross- und Kleinschreibung beherrscht, munter zwischen Sie und Du wechselt. Und mich anmacht.

Natürlich bin ich sofort darauf eingegangen. Äh, nein, doch nicht. Ich habe was von „kein Interesse“ geschrieben, und ob er das Teil nun kaufen will. 😉
Ich könnte schwören, dass ich darauf entweder keine Antwort erhalte, oder eine Beleidigung. Was meint ihr?

Die AFD wieder

Gestern wurden die Büros der Parteizentrale in Hannover durchsucht, wegen des Verdachtes auf eine schwarze Kasse, in die auch von Bundestagsabgeordneten Spenden eingezahlt worden seien, die nicht deklariert wurden.
Das können die AFDler offensichtlich gut, man erinnere sich z.B. an die Parteispendenaffäre, in die Weidel und Co. verwickelt waren.

In meinen Augen ist diese Partei von Leuten bevölkert, die nur ihren eigenen Vorteil suchen, und mit Politik für andere aber auch so gar nichts am Hut haben. Für mich ist das eine reine Schmarotzerpartei …

Und natürlich werden alle Verdächtigungen zurückgewiesen. Anstatt auch mal Verantwortung zu übernehmen für den Mist, den man gebaut hat …

Immoblienpreis mit oder ohne Grundstück

Also, bei Neubauten, Fertighütten und Co. kenne ich das ja, man gibt den Preis des Hauses an und schreibt (hoffentlich!) gleich oben drauf, dass ein (Bau-) Grundstück nicht enthalten ist.

Heute sah ich jedoch eine Annonce, eine Reihenendhaus, der Kaufpreis im Exposé wurde mit einem günstigen Preis ausgewiesen.
Unten, quasi im Kleingedruckten kam dann die Überraschung: der Kaufpreis bezog sich nur auf das Haus, dazu kam noch ein erklecklicher Betrag fürs Grundstück.
Sämtliche weiteren Nebenkosten nicht einmal erwähnt.
Was das ganze am Ende, zumal renovierungsbedürftig, z.B. muss die komplette Elektrik neu gemacht werden, zu einem teuren Vergnügen machen würde.

Ich fühlte mich ehrlich verar…t, weil das Schnäppchen aus dem Jahre 1960 plötzlich soviel kosten würde wie ein Einfamilienhaus.

Kündigung schwer gemacht

Man kann die Bahncard online kündigen, man muss nur wissen, wo sich der Button versteckt:
Dazu loggt man sich ein, geht auf das Kundenkonto, navigiert zur Bahncard.
In meinem Fall wurden zwei Bahncards angezeigt, eine aktive, und eine in wenigen Tagen zu aktivierende, die aber „ausgegraut“ dargestellt wird.
So. Und wo ist jetzt der Kündigungsbutton?
Oben rechts auf der digital dargestellten aktiven Bahncard gibt es ein … Feld mit „Optionen“, darunter aber keine Kündigungsmöglichkeit.
Ich versuchte, auf die Bahncard direkt zu klicken, ging nochmal aufs Kundenkonto, auf den Punkt Abos, nirgends eine Kündigungsmöglichkeit.
Also wieder zurück zur Bahncard und ein Klick auf das … Feld mit „Optionen“ neben der ausgegrauten, inaktiven Bahncard, dieser Klick zeigte mir einen Punkt „Bahncard kündigen“ …
Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Aber mal echt jetzt, warum kann ich die aktive Bahncard nicht kündigen, sondern muss zur nicht aktiven Bahncard und da irgendwo auf Verdacht 3 Punkte anklicken?
Soll das etwa dem Transparenzgebot und der Vorgabe, es so einfach und direkt wie möglich zu machen, entsprechen?

Selber stopfen

Ich hatte noch einen bald auslaufenden Gutschein beim Lieferdienst meines Unvertrauens.

In meinem Konto habe ich bei der Adresse inzwischen zweimal an allen verfügbaren Stellen den Namen des Büros eingetragen. Aber wirklich jedesmal, egal, bei wem die Bestellung landet, ruft man mich an und fragt, wo man denn klingeln soll, der Name stünde nicht unten dran. Jedes. Mal.
Und wenn ich dann den Bestellzettel sehe, ratet, was da drauf steht. Der Name des Büros natürlich. Unter meinem Namen, aber kruziverflixt, warum liest das keine?

Anyway, bestellt hatte ich eine Pitatasche. Mit Füllung.
Bekommen habe ich eine Pitatasche. Leer. Füllung direkt oben drauf geklatscht, dazu linke Ecke Zwiebeln, rechte Ecke Weisskohlsalat, dazu noch Zaziki als „Sahnehäubchen“. Was zur Hölle …?
Soll ich alles auf den Teller kippen und selber füllen? Habe ich eine Baukastenpita bestellt?

Abfuhr von der Abfuhr

Echt jetzt. Ich habe heute morgen vor der Arbeit den gelben Sack an die Strasse getragen, gleich allen anderen Anwohnern dieser Strasse am Rande des Dorfes.

Nun ist es in den letzten Wochen und Monaten aus Krankheitsgründen – offenbar beschäftigt der Landkreis nur eine einzige Müllwerkerin – vorgekommen, dass der gelbe Sack erst Tage später, oder auch schon mal überhaupt nicht abgeholt wurde.

Die Variante „selektive Abholung“ heute war mir allerdings neu.
Von allen im Dorf wurde der Müll abgeholt, nur nicht von uns. Unser kleiner gelber Sack lag abends immer noch am Strassenrand. Schlaff, blass und irgendwie enttäuscht sah er aus.

Ich habe daher die Papiertonne an die Strasse gerollt und das arme Bündel wieder in den Keller geschafft.
Wir haben eine Abfuhr von der Müllabfuhr kassiert, nur wir, am Ende der Strasse am Rande des Dorfes, ich fasse es nicht. WARUM?

SPAM, Phishing, Hack per Google Doc, oder so

Meistens leere ich das SPAM-Postfach, ohne einen Blick reinzuwerfen.
Heute habe ich geworfen, und tatsächlich eine irrtümlich als Junk deklarierte Mail gesehen. Sowie eine SPAM-Nachricht, deren Masche neu für mich ist.
Und verwirrend. Aber lest selbst:

SPAM, Phishing, Hack, Trojaner

– Also, ein Kommentar in einem Google Doc –> welches Doc? Oder doch eine Privatnachricht?
– Absender eine Dame von einer Firma, die es gar nicht gibt.
(BTW, wenn es mich auch nicht geben sollte, muss ich das sofort löschen, wurde ich aufgefordert. 😉 )
– Ich habe an einem Online Wettbewerb teilgenommen –> welcher Wettwerb?
– und den zweiten Preis gewonnen –> welcher Preis?
– Ich bin nicht erreichbar, vielleicht für immer, vielleicht aber auch nur vorübergehend. Wenn ich diese E-Mail lese, bin ich dann wohl eher wieder erreichbar. Ansonsten nicht.
– Damit ich das Paket unbekannten Inhaltes bekommen kann, soll ich auf einen Link mit einem Macro klicken. Mit einem Macro!
– Und Angaben bestätigen, die ich angeblich schon gemacht habe.
– Falls ich nicht innerhalb von 24 Stunden antworte, fallen Lagergebühren an. Lagergebühren!
– Wenn ich meine Angaben nicht bestätigen will, soll ich wenigstens auf den Link mit Macro klicken, um den Versand zu organisieren.
(Und ich dachte immer, das obliegt der Versenderin, ich Dummerchen.)
– Überhaupt habe ich nur bis zum nächsten Mittag Zeit. Egal, wann und wie oft die E-Mail bei mir landet, nur bis zum nächsten Mittag!
– Ach, die Dame arbeitet sogar für Amazon, gar nicht für die Firma aus der Absenderadresse, die es gar nicht gibt? Sapperlot!

Bloss nicht hinfallen

Mein Senior ist am Sonntag hingefallen, er war zu optimistisch und dachte, ohne Rollator geht’s doch auch.
Montag war ich da, er berichtete vom Sturz, meinte aber, es wäre nur ein blauer Fleck, Arzt wäre nicht nötig. Ich besorgte Heparinsalbe.
Gestern war ein regulärer Arzttermin, die Praxis drückte ihm wegen Verdacht auf Fraktur eine Überweisung zur Radiologie in die Hand.
Offensichtlich nicht dringend, weil sie nicht gleich einen Termin vereinbarten, sondern nur – einem 88jährigen – eine Überweisung gaben, mit der er es dann selbst regeln sollte …

Heute war ich wegen etwas ganz anderem wieder im Haus, GsD muss ich schon fast sagen, denn statt mich um den Elektriker zu kümmern, verbrachte ich einen amüsanten Vormittag damit, Radiologische Praxen abzutelefonieren.
Die überweisende Ärztin war nicht erreichbar oder besetzt, die hätte ich ja gerne mal gefragt, was sie sich dabei denkt.
Radiologische Praxis 1: besetzt oder nimmt nicht ab im steten Wechsel.
Radiologische Praxis 2: wir röntgen nur in 30 km entfernter Praxis.
Radiologische Praxis 3: nicht erreichbar, Website nicht aufrufbar, online Terminvereinbarung nicht aufrufbar, offensichtlich alles überlastet.
Radiologische Praxis 4: wir kennen den Senior, aber wir röntgen nicht, bitte rufen Sie da und da an.
Radiologische Praxis 5 (da und da): niemand erreichbar
Radiologie Krankenhaus: wenn’s kein Notfall ist, scheren Sie sich fort, Sie können doch hier nicht einfach anrufen!

In meiner Verzweiflung rief ich dann noch bei der Hausärztin des Seniors an. Die meinte, sie würden auch nicht schneller einen Termin bekommen, nannte mir aber eine weitere Telefonnummer.
Und – juchhu, Gott sei’s gepriesen – nach nur 5 Minuten Warteschleife hatte ich jemanden am Apparat, und nachdem ich dezent das Stichwort Privatpatient fallen liess, wie die Praxis vorschlug, hat der Senior nun morgen vormittag einen Termin zum röntgen.
Und ich habe jetzt Kopfschmerzen …

Da muss ich überigens meine eigene Hausärztin wirklich loben: wenn diese mich zu einer Facharztpraxis überweist, nennt sie mir entweder welche, an die mich wenden kann, oder, wenn’s mal etwas schneller gehen muss, ruft sie selbst an und vereinbart einen Termin für mich.
Also, bei ihr ist keine Rede davon, dass Arztpraxen untereinander nichts vereinbaren könnten.

Das Ende vom Lied: liebe Seniorinnen und Senioren, bitte, bitte, fallt niemals hin, verletzt euch niemals und werdet am besten gar nicht erst krank oder habt Alterserscheinungen.
Falls ihr doch einmal einen Unfall, Sturz o.ä. habt: ruft bitte gleich den Notarzt an.
Es hilft leider nicht, wenn man sowas erstmal ignoriert oder verharmlost.

Haustürgeschäfte

Dass Vodafone die Felle wegschwimmen, weil das Nebenkostenprivileg beim Kabelfernsehen im Juni wegfällt und Vermieter deshalb die Mehrnutzerverträge kündigen bzw. gekündigt haben, habe ich ja schon im Fernsehen gesehen.
Und man wurde davor gewarnt, den Vertreterinnen, die jetzt ausschwärmen, um ahnungslosen Nutzerinnen neue Verträge aufzuschwatzen, auf den Leim zu gehen.

Jetzt hat es einen Senior aus meiner unmittelbaren Umgebung getroffen. Da stand wirklich ein Vertriebler vor der Tür, hat ihn in ein Gespräch verwickelt und – so stelle ich mir das vor – nebenbei einen umfassenden Vertrag mit Mobilfunk, Kabel und Internet und was Vodafone noch so alles hergibt, untergejubelt.

Wahrscheinlich, das unterstelle ich jetzt, hat der Vertriebler herausgehört, dass der Senior alleine lebt, und ihm deshalb die volle Breitseite an Verträgen verpasst, weil er vermutet, das kriegt keiner so schnell mit und die Widerrufsfrist verstreicht ungenutzt.

GsD habe ich es in den E-Mails gesehen und da ich wusste, dass sowohl ein laufender Kabelvertrag als auch Festnetz- und Mobilfunkverträge existieren, die Familie informiert. Die natürlich aus allen Wolken fiel.
Jetzt schreibe ich übrigens einen Widerruf.
Und wünsche diesem Vertriebler mindestens ein Furunkel an den Hintern …

Papier in Plastik eingeschweisst – WTF?

Ich hatte Büromaterial bestellt, u.a. einen Karton mit 5 x 500 Blatt Papier.
Der kam sogar früher als geplant, schon heute, so dass ich das Paket auch in Empfang nehmen konnte. Schön.

Weniger schön: der Karton war noch einmal in einen Karton eingpackt. Im Karton selbst dann 5 Pakete à 500 Blatt Papier. Jedes Paket in Plastik eingeschweisst …
Was zum Teufel ist aus der guten, alten, praktischen, umweltfreundlichen Papierhülle geworden?

Ehrlich, wenn ich das gewusst hätte, hätte ich dieses Papier bei einem anderen Unternehmen geordert.
Merkwürdigerweise sieht man auf den Produktbildern die übliche Papierumhüllung, erst im Video, das ich mir vorher nicht angeschaut habe, ist die Plastikverpackung erkennbar.
Perfide finde ich zudem, dass dann noch direkt mit dem Umweltaspekt geworben wird.
Was stimmt mit euch nicht?