Archiv für die Kategorie 'Aufreger'

Warum man sich aus Social Media fernhalten sollte

Martina am 9. Oktober 2018

Spätestens nach den letzten Datenpannen bei Facebook und – ganz aktuell (okay, was man so aktuell nennt, wenn das Datenleck bereits 2015 aufgetreten ist …) – Google+ – sollte sich wirklich jede/r im Internet herumeiernde, reale Mensch überlegen, welche Daten überhaupt noch ungefährlich sind und welche Aktionen er gefahrlos unternehmen kann.

Geburtsdatum zum Beispiel für ein Gewinnspiel preisgeben? Niemals! An dieser Stelle halte ich Lügen für sehr berechtigt. Das geht datenkrakende Unternehmen überhaupt nichts an, zumal die meisten anschliessend so gesammelte und verifizierte Daten gewinnbringend verkaufen. Ja, auch Daten bzw. User für Werbung zur Verfügung zu stellen, nenne ich verkaufen.

Zahlungen per Kreditkarte habe ich mir inzwischen abgeschminkt, nachdem mal ein Shop gehackt wurde und man über mein Konto fröhlich Flugleistungen buchen konnte. Der Ärger, den ich damit hatte, dem „Sicherheitsunternehmen“ klar zu machen, dass ich weder Rumänen noch Bulgaren Flüge quer durch Europa gesponsert habe, hat mir gereicht. Zweimal musste ich eine eidesstattliche Versicherung abgeben … Abgesehen vom Geld, dass ich erst nach 2 Monaten wieder gesehen habe.
Überweisungen und/oder Vorkasse sind ebenfalls gestrichen. Diese kann man nämlich nicht zurückrufen, sollte man die Ware nicht erhalten.
Treuhandsysteme wie Paypal werden im Moment von mir bevorzugt. Gut, solange jedenfalls, bis auch diese gehackt sind. Wäre ja nicht die erste Bank, die geknackt wurde.
Das ist (fast) das einzig positive, was ich der DSGVO abgewinnen kann: Firmen müssen ihr Datenpannen unverzüglich melden. Zumindest die europäischen.
US-amerikanische haben da wohl keine Aktien drin, wenn ich daran denke, dass Google seine Datenpanne immerhin „schon“ im März des Jahres entdeckte, diese aber erst einmal ein halbes Jahr für sich behielt.

Stichwort Aktien: jetzt ist wieder ein guter Zeitpunkt, neue Facebook-Aktien zu kaufen. Meine haben erstmals seit Kauf ein Minus eingefahren …

Warum manche Menschen so überaus freigebig mit ihren persönlichen Daten umgehen, ob es sich um Gedankenlosigkeit oder Naivität handelt? Vielleicht liegt es tatsächlich am Alter, weil man erst haufenweise Erfahrungen mit den ganzen Betrügereien sammeln muss, bevor man immer misstrauischer wird.

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Diesmal: 6 Noten = 1 Urheberrecht

Martina am 20. September 2018

Also, langsam gehen mir die „Ansprucherheber“ bei Youtube mit ihren per Content-ID ermittelten Urheberrechten aber auf den Sack.
Ich bekam heute schon wieder eine Mail, dass jemand auf die in einem Video, welches ich 2006 (vor 12 Jahren!) ins Netz gestellt habe, verwendete Hintergrundbeschallung „monetarisierenden“ Anspruch erhebt.
Ey, Leute, das Ding ist 12 Jahre alt, eure Musik stammt vom Januar 2018! Klingelt es da bei euch? Ich meine, ausser in eurer imaginären Kasse?
Ich glaube echt, es hackt …
Ob ich vielleicht, rein spasseshalber, mal Einspruch erheben sollte?
Leider kann ich das erst, wenn ich recherchiert habe, woher ich meine Musik habe, ich meine zwar, es ist ein Titel aus einem Soundpool von Magix, den man für nicht kommerzielle Zwecke öffentlich verwenden darf, aber zu 100 Prozent sicher bin ich nicht, aus welchem Soundpool das stammt, weil, wie schon geschrieben: was weiss ich denn jetzt noch, welche Musik ich vor 12 Jahren oder noch eher erworben habe.

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Vorschläge zum entfolgen? WTF?

Martina am 31. August 2018

Manche Ideen, nein, viele Ideen, die derzeit im Netz aufkommen, haben für mich einen heftigen negativen Beigeschmack.
Anders kann ich auch das neue Feature von Twitter, das dem Nutzer Vorschläge zum entfolgen von Leuten macht, nicht bewerten.

Erstens: ich lasse mich ungern weder beim folgen noch beim entfolgen, von „Vorschlägen“ leiten, die aus einer unpersönlichen Berechnung meiner Interaktionen mit meinen Twitterkumpeln resultiert.
Zweitens: ich folge (vielen) Leuten, mit denen ich noch nie interagiert habe, und zwar, weil ich sie z.B. aus anderen Netzwerken kenne (und schätze) oder weil ich deren Tweets interessant finde. Oder schlicht, weil sie mir zuerst gefolgt sind und ich ihr Themengebiet interessant finde.
Drittens: wenn dieses ganze folgen und gleich wieder entfolgen eine reine Marketingmasche ist, um die Followerzahlen künstlich zu erhöhen, dann sind die Nutzer hoffentlich schlau genug, es selber zu merken, und die-/denjenigen ebenfalls in den Datenorkus zu schicken.

Also bitte, liebes Twitter, haltet eure Nutzer doch nicht für dummes Fussvolk, dass euren Eingebungen blind folgt.
Es gibt so viel mehr im sozialen Netzwerk, als reines Zahlenwerk, und manche Interaktionen sind gar nicht messbar.

Das einzige Entfolge-Empfehlungs-Szenario, das ich mir wünsche, wären tatsächlich die Follower zu entlarven, die Hinz und Kunz folgen, um ihren Marketingwert zu erhöhen, die dann aber genauso schnell auch wieder weg sind, weil sie darauf spekulieren, der doofe Nutzer merkt es nicht.

Und wo wir gerade schon von „interessantere Timeline“ reden, die durch solche Massnahmen angeblich angestrebt werden soll, damit die Nutzer sich mehr und öfter auf Twitter herumtreiben:
Hört endlich auf, mich inhaltlich zu bevormunden und Tweets nach euren obskuren Algorithmen ein- oder auszublenden, wie es euch gefällt!
Mir gefällt das jedenfalls ganz und gar nicht, und im Idealfall sorgt es höchstens dafür, dass ich diese Dienste weniger aufsuche, als häufiger …

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Alles gefaket

Martina am 28. August 2018

Seid ihr auch schon einmal auf einen Fake Shop hereingefallen?
Für jemanden, der häufig online shoppt und nicht nur bei Amazon unterwegs ist (wobei, auch da gibt es natürlich Betrüger …), ist es fast unmöglich, dem zu entgehen.
Und die Betrüger haben aufgerüstet, wie ich gelesen habe, ködern sie Kunden mit deutschen Domains, mit Impressum, Datenschutz, AGB und allem Zick und Zack.
Lediglich an den Zahlungsmethoden scheint man sie bisher von ehrlichen Shops abgrenzen zu können.
Kleiner Tipp am Rande: wer nur Vorkasse oder Zahlungen an die berühmt-berüchtigte Western Union und Konsorten anbietet, von dem sollte man immer die Finger lassen.

Ich bin aber auch schon auf jemanden hereingefallen, der Kreditkartenzahlungen und Paypal angeboten hat.
Einmal war es ein Kickstarter-Projekt, bei dem ich nachträglich über den Shop des Anbieters geordert hatte. Die Backer auf Kickstart – das habe ich erst später gelesen – haben sich haufenweise darüber beklagt, dass ihr Geld dank der übererfolgreichen Finanzierung eingezogen wurde, sie aber auch viele Monate später noch keine Ware erhielten und mit fadenscheinigen Updates hingehalten wurden.
Da war ich tatsächlich froh, dass ich über Kreditkarte gezahlt hatte: ich habe einfach die Bank angeschrieben und mitgeteilt, dass nicht mit einer Lieferung in absehbarer Zeit zu rechnen ist. Schwups, hatte ich das Geld zurück. 🙂

Auch bei Paypal habe ich schon Geld zurückgeordert, weil die Ware nicht ankam und der Händler sich nicht rührte. Das dauerte ein bisschen länger, weil Paypal erst dem Händler die Möglichkeit gibt, auf den Disput zu reagieren und z.B. den Versand bzw. Empfang der Ware nachzuweisen o.ä. Letztendlich habe ich aber doch das Geld erstattet bekommen.

Ich mache es inzwischen wie beim Handel an der Börse, wenn ich mir nicht sicher bin, ob der Shop ehrlich ist: nur für einen Betrag einkaufen, den man im Ernstfall auch als Totalverlust verschmerzen könnte.
Ist nicht ideal, und man sollte immer versuchen, das Geld zurückzubekommen, bewahrt einen aber davor, auch noch unnötig Frust zu schieben.
Manchmal bekommt man ja tatsächlich Ware, diese ist aber so minderwertig, dass man mit Herstellung und Versand lediglich die Umwelt geschädigt hat, und ein Rückversand gegen Kostenerstattung ist keine Option, weil der Händler z.B. in China sitzt.

PS: Apropos China bzw. Fernost
„Fernost“ – irgendwie ein poetisches Wort, obwohl es schnöde eine Regio fern von uns und im Osten beschreibt. Aber egal.
Gerade las ich, dass es häufige Beschwerden über die Shopping-App Wish gibt, deren Händler oder Anbieter vorwiegend in eben diesem fernen Osten beheimatet sind.
Das soll lange Lieferzeiten bedeuten, z.T. sogar Monate, während die Bezahlung der Ware schon nach 14 Tagen erfolgen soll. Wenn man dann die Ware nicht erhalte, oder diese eben von minderwertiger bis zu nicht brauchbarer Qualität sei, könne man das Geld nicht von Wish zurück erhalten, sondern müsse sich selbst darum kümmern.
Das kann ich aus persönlicher Erfahrung nicht ganz so bestätigen.

Zunächst möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass man sich über minderwertige Qualität nicht wundern muss, wenn man zu absoluten Dumpingpreisen einkauft. Mal ehrlich, welche Qualität kann ein Produkt schon haben, das normalerweise sagen wir mal 30 Euro kostet, dort aber für 3 Euro angeboten wird (inkl. freiem Versand …)? Da sollte doch wirklich der gesunde Menschenverstand anschlagen, möchte man meinen.
Wenn ich denn wirklich günstig einkaufen muss, weil es die wirtschaftliche Lage nicht anders gestattet, gibt es hier vor Ort Geschäfte, in denen man die Ware wenigstens vorher mal anfassen kann, und probieren, ob z.B. das Kleid passt oder nicht, bevor ich im fernen Ausland von schönen Bildchen geblendet etwas bestelle, was sich als besserer Putzlappen entpuppt.
Zurückschicken lohnt sich bestimmt nicht. Erstens kostet das weiteres Geld, zweitens ist nicht sicher, ob man den Einkaufspreis erstattet bekommt, Wish ist dabei – meiner Meinung nach zu Recht – aussen vor, man muss sich mit dem Anbieter direkt auseinandersetzen.

Zu den angeblich Monate dauernden Lieferzeiten: habe ich bisher nicht feststellen können, auch Ware aus China kommt meist innerhalb von 14 Tagen hier an. Also, unabhängig davon, ob man über Wish kauft oder über einen anderen Shop.

Ich habe selbst auch schon bei Wish gekauft, sogar bei einem chinesischen Händler. Ich glaube, es waren 3 Kleinigkeiten ohne nennenswerten Wert, der evt. Verlust von Geld und/oder Ware hätte mich nicht wirklich geschmerzt, aber ich wollte es halt mal ausprobieren. Und – ich gebe es zu – ich bin natürlich auch auf die ansprechende Präsentation hereingefallen. 😉
Nein, im Ernst, bei einem Produkt handelte es sich um Filzdeko für Weihnachten, unterhalb der Zollgrenze angesiedelt, bei dem anderen um ein kleines Täschchen, das ich verschenken wollte.
Das Täschchen kam rechtzeitig an, war auch in annehmbarer Qualität; die Weihnachtsdeko kam dagegen nicht. Okay, die paar Euro, geschenkt (im wahrsten Sinne des Wortes).
Dennoch habe ich Wish natürlich darüber informiert, nach Weihnachten, dass die Ware nicht eingetroffen ist.
Ich bekam daraufhin eine sehr freundliche Antwort, dass sie es bedauern und mir das Geld natürlich erstatten. Das Geld kam.
Die Ware übrigens auch. 😉 Aber tatsächlich erst viele Wochen später. An welcher Stelle das Briefchen hängenblieb konnte ich trotz Sendungsverfolgung – ja, auch die Chinesen haben ihre Hausaufgaben gemacht und bieten sowas an – nicht nachvollziehen.

Ich muss zugeben: das war schon vor mehreren Jahren, danach habe ich noch nichts wieder bei Wish bestellt. Vielleicht hat sich deren Politik inzwischen gedreht, und Wish war nur zu Anfangszeiten so schnell und rigoros, als sie neu auf den deutschen Markt gekommen sind.
Wenn ihr andere Erfahrungen mit Wish gemacht habt – schreibt das gerne hier in die Kommentare rein.

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5 Noten ergeben 1 Urheberrecht …

Martina am 25. August 2018

Ich habe ein Timelapse Video von einem in Blender zusammengeklöppelten Möbelstück erstellt. Und einen Song, den ich in Garageband erstellt habe, als Hintergrundmusik eingefügt, weil, sonst wär’s ja doof äh langweilig.
Das ganze habe ich zu Youtube geschafft und nach der Verarbeitung springt mir plötzlich ein „Enthält urheberrechtlich geschützte Inhalte“ im Video-Manager entgegen. Ich so: hä?
Dem hinterlegten Link folgend habe ich mir die Passage angehört, die ich „geklaut“ haben soll. Dann habe ich mir den Song im Netz herausgesucht und ihn ebenfalls angehört. Tatsächlich stimmen 5 Noten der Lead Vocals in diesem Teil meines aus Apple Loops zusammengestellten Songs mit dem Anfang des anderen Songs überein.
Aber, grosses Aber: die Drums dieser Sequenz usw. sind anders, das Content-Id Verfahren stützt sich also auf ganze 5 Noten, macht aber fast eine ganze Minute „urheberrechtlich geschütztes Material“ daraus.

Nun habe ich zweimal versucht, den „Titel“ entfernen zu lassen, mir (bzw. Apple) quasi eine Urheberrechtsverletzung unterzujubeln sehe ich ja nicht ein. Nach der ersten 15minütigen Bearbeitung ist genau gar nichts passiert, das Löschen des „Musiktitels“ sei fehlgeschlagen. Grosszügigerweise darf ich das Video weiter veröffentlicht lassen, der Anspruchsteller möchte es ja nur monetarisieren und Werbung einblenden …
Ich glaube, da kloppe ich lieber andere Musik ins Video bzw. entferne das Teilstückfitzelchen.

Jupp, Fitzelchen gelöscht und neu hochgeladen:

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Dorfleben

Martina am 23. August 2018

Ich habe schon mitten in der Altstadt / Innenstadt gewohnt, am Stadtrand, in einem sog. „Problemviertel“, in einem Neubaugebiet, in einem Dorf und (jetzt) am äussersten Rand eines Dorfes.

Letzteres – Sackgasse – bedeutet, quasi keinem Verkehrslärm ausgesetzt zu sein, sondern den Spinnen beim krabbeln zuhören zu können. Sofern das Gehör es zulässt.

Die letzten Nächte komme ich mir aber vor, als wäre im Nachbardorf heimlich ein Flughafen eröffnet worden. Mit Nachtflugerlaubnis. Und die Flugzeuge vermehren sich. Vor zwei Tagen war es nur eines, gestern hörte ich bereits deren zwei über uns hinwegziehen, heute zählte ich in der letzten Stunde schon 5 verdammte Überflieger. WTF ist das?

(Okay, es wird an der Atmosphäre liegen, dass sich die Flugzeuge im Anflug auf Hannover anhören, als könnte man ihnen problemlos den Bauch kraulen. Aber was ist mit dem Nachtflugverbot passiert? Und müssen wir demnächst auch die „Flugscheisse“ aus der draussen aufgehängten Wäsche kratzen, weil der Toiletteninhalt noch schnell heimlich und des nachts verklappt wird?)

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To werb’ or not to werb‘

Martina am 21. August 2018

Neuerdingens muss man in den sozialen Netzwerken alle Beiträge als Werbung kennzeichnen, die auch nur den Anschnitt eines Logos oder den Hauch eines Buchstabens einer Marke oder so erkennen lassen. Egal, ob man überhaupt eine „werbliche“ Verbindung damit hat oder nicht.

Das ist schon ziemlich lästig, in meinen Augen sogar unsinnig, weil es mich in meiner freien Meinungsäusserung behindert. Wenn ich z.B. Kritik an etwas oder jemand üben will, möchte ich das selbstverständlich nicht als Werbung aufgefasst sehen.

Ich frage mich auch, ob ich in meinem Blog ebenfalls jeden (F)Schnurz als Werbung offenbaren muss, bloss weil ich z.B. einen Laden erwähne, in dem ich mal einen Kaffee trinken war,

Langsam komme ich mir jedenfalls wie von Realistien nach Absurdien zwangsumgesiedelt vor. Wo bitte schön kann ich wieder ins Land des gesunden Menschenverstandes einreisen?

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Telefonwerbung

Martina am 10. Juli 2018

Auch mit dem „neuen“ Datenschutzgesetz ist man offensichtlich nicht davor gefeit, als Kundin von den Firmen per E-Mail, Brief und Telefon – auf allen verfügbaren Kanälen, und wenn Klopfzeichen oder Stühlerücken ein Kommunikationsmittel wäre, auch darüber, wetten? – also permanenter Werbebelästigung unterworfen zu werden.
Ich will das nicht. Das sagte ich der Dame am Telefon eben auch. Das absurde daran: sie verlangte anschliessend von mir, dass ich mich einer völlig unbekannten – sorry – Callcentertussi gegenüber mit Name, Adresse, Geburtsdatum und Schönheitsmerkmalen zu identifizieren hätte, damit sie mich für die Werbung sperren könne.
Hallo? Habt ihr noch alle Latten am Zaun?

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Rufen Sie mich nicht an, ich rufe Sie an

Martina am 25. Juni 2018

Wenn man nichts mehr von sich hören lassen will, dann sagt es diese Floskel ausreichend deutlich, möchte man meinen.

Ich habe zum ersten Mal die Blockierfunktion in meinem Handy genutzt. Die Telefonnummer soll zum Callcenter eines Verlagshauses in meiner Region gehören (denkt selbst nach, wer das sein könnte 😉 ), bei dem ich vor längerer Zeit mal ein Abo hatte und online auch noch einen Account, weil ich ab und an mal Bücher darüber bestelle.
Vielleicht sollte ich diesen Account jetzt wieder löschen.
Die Werbeanrufe mag ich nämlich nicht. Weil, siehe Überschrift. Ich möchte bestimmen, wann ich mit wem auf welche Weise in Kontakt trete. Dass ich irgendeine wie auch immer geartete Kundenbeziehung mit jemandem habe, sollte diesen nicht dazu berechtigen, mich unaufgefordert telefonisch mit Werbecalls belästigen zu dürfen.

Bei der Recherche nach der Telefonnummer stiess ich auch auf einen Facebook-Post, in dem man sich über genau diese Anrufe beschwerte, zumal sich bei Annahme des Anrufes niemand meldete. Das riecht schon sehr verdächtig nach Predictive Dialer.
Man entschuldigte sich auch prompt und bat um Kontaktdaten, damit man denjenigen persönlich anrufen könne.
Ein Schelm, wer dabei denkt, es könnte sich um einen Werbeanruf halten. 😉

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Contenance, s’il vous plaît

Martina am 15. Juni 2018

Ich hatte heute gleich zu Beginn des Arbeitstages eine Begegnung der besonderen Art.
In einem Haus musste der Hauptwasserzähler gewechselt werden. Das dauert keine 5 Minuten, der Mann von den Stadtwerken wartete, bis kein Wasser mehr durch die Rohre lief, dann tat er seine Arbeit.
Zurück im Hausflur begegnete uns allerdings ein erboster Mieter, der uns quasi ohne Vorwarnung anschrie, warum man nicht vorher bescheid gibt, wenn das Wasser abgestellt wird.

Wohoo, ich wähnte mich fast im falschen Haus.

Dass der Stadtwerker sich verbat, angeschrien zu werden, und ich erklärte, es handelte sich lediglich um einen Zähleraustausch, in denen für ca. 2 Minuten kein Wasser liefe, hat den Mieter nicht wirklich beruhigt, er zeterte noch eine ganze Weile, als hätten wir den Weltuntergang provoziert.

Also mal ehrlich: warum kann man sich nicht in vernünftigem Ton unterhalten? Ist das so schwer?

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