Kategorie: In eigener Sache

Social Media Abstinenz

Es ist vollbracht: die Twitter-App wurde von Smartphone und Tablet gelöscht. Ging ganz leicht und tat auch gar nicht weh.

Wenn ich so darüber nachdenke, tauchen auch alle anderen Social Media Apps seit einigen Wochen nicht mehr so arg häufig im Alltag auf.
Instagram rufe ich ungefähr einmal im Monat auf, Facebook noch seltener, bei Mastodon habe ich seit Monaten nichts mehr gepostet.

Bei Twitter hat es eindeutig mit den Typen zu tun, die ihre unterirdischen Kommentare unter wirklich jeden Tweet rotzen müssen, bei den anderen Apps eher damit, dass ich mich nach dem Tod des letzten Menschen aus der älteren Generation neu sortieren musste, bzw. immer noch muss.
Hinzu kommt: ab einem gewissen Alter macht man sich dann zusätzlich Gedanken ums eigene gebrechlich werden. Wie wird man leben? Wo? Wer kann oder muss einen unterstützen? Wie soll man das alles bezahlen? Oder endet man geistig verfallen in einem Pflegeheim, in dem das Pflegepersonal so überlastet / überfordert ist, dass man nichts lieber täte, als zu sterben?

Es wird wohl Zeit, dass ich mein Testament mache bzw. das existierende ändere; und eine Patientenverfügung.

Geburt, Leben und Tod

Ich habe gerade einen Anruf von der Seebestattungsfirma bekommen, die auch unsere Mutter schon bestattet haben.
Der Termin für die Bestattung des Stiefvater steht fest, er wird genau an seinem Geburtstag bestattet.
Wenn sich ein Kreis schliesst …

Freundlicherweise haben sie auch von sich aus zugesichert, dass die Gedenktafeln nebeneinander angebracht werden.

3 € für Unicef

Spende an Unicef

Ungefähr 4 Wochen habe ich jetzt jeden Tag kleine Aufgaben in Bing gelöst, Seiten aufgerufen, gequizzt, gepuzzelt, gesucht, und damit Rewards Punkte gesammelt.
Ursprünglich wollte ich nur bis Ende November sammeln und die gesammelten Punkte spenden.

Da ich mich aber einen Tag hinreissen liess, 200 Punkte für die Teilnahme an einer Verlosung zu spenden, hat es nicht ganz gereicht, so dass ich noch bis heute weiterspielte und soeben pünktlich zum ersten Advent 3000 Punkte = 3 € an Unicef spenden konnte.

Leider gibt es jetzt kaum noch Punkte zu sammeln, so dass die nächste Spende eher in weite Ferne rücken würde, deshalb schliesse ich das „Experiment“ hiermit ab.

Und wünsche eine schönen ersten Advent. 🙂

Bettsofa

Und schon wieder eine Lieferung, die ich nicht bestellt habe.
Diesmal von Ikea, gleich ein ganzes Sofa.
Ich nehme aber an, dass das nicht zu mir geliefert wird, weil an eine E-Mail gesendet, die wirklich oft irrtümlich solche Mails einsammelt.
Weil es sich nur um einen kurzen Namen mit Bindestrich handelt, der vielleicht irgendwie als Wildcard gehandelt wird.

Oder es war mal wieder ein Trottel so freundlich, sich mit meiner E-Mail-Adresse zu registrieren. Nun, das werde ich flugs herausfinden.

Nee, für die E-Mail scheint kein Konto zu existieren. Da man bei Ikea ohne Registrierung bestellen kann, hoffe ich also, dass das ein einmaliges Vertipperle war.

R.I.P. / Ruhe in Frieden

Gestern war das zweite Mal, dass ich dabei war, als ein mir nahestehender Mensch starb.

Der Stiefvater ist dem Tod doch nicht von der Schippe gesprungen, die Magenblutung hat nicht aufgehört, es gab zusätzlich noch eine Perforation im Verdauungstrakt, durch die freie Luft und Wasser in den Bauchraum gedrungen ist.
Er hätte noch eine grosse Operation benötigt, die die komplette Entfernung des Magens bedeutet hätte, was er mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit nicht überlebt, und auch nicht gewollt hätte.
Die künstliche Ernährung und Beatmung haben beide, meine Mutter und mein Stiefvater, schon in ihrer Patientenverfügung abgelehnt. An eine Maschine angeschlossen am Leben erhalten zu werden, wollten sie beide nicht.
Meine Mutter hat das vor drei Jahren selbst entscheiden können, für meinen Stiefvater habe ich das gestern entscheiden müssen. Ich bin mir aber sicher, in ihrem Sinne gehandelt zu haben.

Gestern nachmittag wurden alle künstlich lebensverlängernden Massnahmen eingestellt.
Mein Stiefvater wurde nur noch beatmet und mit Schmerzmittel versorgt. Aufgewacht ist er nicht mehr.
Ich habe seine Hand gehalten und zugesehen, wie der Herzschlag immer weniger und unregelmässiger wurde, Blutdruck und Puls runtergingen, der Sauerstoffgehalt im Blut recht schnell gegen 0 runterging.
Irgendwann hat der Pfleger, der immer mal wieder vorbeigesehen hat, gemeint „So.“ Dann schickte er mich raus, damit die Intubation entfernt, mein Stiefvater auf den Rücken gedreht und ein Handtuch ums Gesicht gewickelt werden konnte, damit der Mund nicht offen steht.

Nun ist die ältere Generation aus meiner Familie komplett verstorben.

Ich bin nicht gut im Nachruf schreiben, deshalb nur:
Vielleicht triffst du deine Frau, meine Mutter, dort, wo ihr jetzt seid, wieder. Vielleicht hast du dort ein Keyboard und kannst weiter Musik machen. Und gärtnern in einem Garten voller Blumen und Obstbäumen, von denen du direkt ernten und deine geliebten Elstar-Äpfel essen kannst, soviel du willst. Und Vögel beobachten. Und irgendwas basteln, am Haus oder im Garten, oder an einem Auto.

Und vielleicht könnt ihr dort wieder gemeinsam irgendwohin fahren, und frühstücken gehen.
Einfach nach Lust und Laune losfahren und sich in einem Café oder Restaurant ein schönes Frühstück schmecken lassen.

Mach’s gut, Paul.

Intensivstation

Vor ca. zwei Wochen musste der Familienangehörige nicht wegen Wassereinlagerung ins Krankenhaus, sondern wegen Blut im Stuhl, dem sog. Teerstuhl.
Es stellte sich heraus, dass er eine Magenblutung hatte, die konnte jedoch gestoppt und er für kurze Zeit nach Hause entlassen werden.
Zwei Tage später brachte ich ihn zu einem regulären Termin ins Klinikum, wo er eigentlich einen Mitraclip bekommen sollte. Zunächst musste jedoch wieder entwässert werden. Es ging ihm eigentlich ganz gut, ich brachte ihm den täglichen Obstsalat mit und er hatte normalen Appetit.
Gestern kam ich jedoch in ein leeres Zimmer, wurde gleich darauf angesprochen: der Patient hatte kurz zuvor plötzlich heftige Magenblutungen bekommen und musste notfallmässig auf die Intensivstation.
Dort sass ich dann und wartete, die Situation war wirklich kritisch. Man konnte die Blutung jedoch stoppen und ihn – auch mit Hilfe von etlichen Bluttransfusionen – stabilisieren.
Gottseidank war er bereits im Klinikum, zu Hause hätte er das nicht überlebt. So ist er – bisher jedenfalls – zum zweiten Mal in kurzer Zeit dem Tod von der Schippe gesprungen.

Später durfte ich zu ihm, er war zwar sediert und wurde beatmet, aber er war, wie gesagt, stabil.
Auf dem Nachhauseweg ging plötzlich das Handy, ich hatte auf der Station meine Nummer hinterlassen. Glücklicherweise konnte ich an der Seite anhalten, ich hatte einen ordentlichen Schreck in den Gliedern. Aber es war nur der Arzt, der die Patientenverfügung besprechen wollte, welche Massnahmen durchgeführt werden dürfen usw. Puh …

Heute nachmittag waren wir wieder zu Besuch, der Patient immer noch sediert und beatmet, aber das Schlafmittel war kurz zuvor reduziert worden und er unruhig. Im Laufe des Nachmittags hat sich das gelegt, so dass wir, nach Unterschrift aller notwendigen Papiere für die morgen geplante, erneute Magenspiegelung einigermassen beruhigt nach Hause fahren konnten.

Eliquis ist schuld, dass Blutungen nicht von allein stoppen, das muss er aber nehmen, wegen Vorhofflimmern und damit möglicher Schlaganfall mit erhöhter Wahrscheinlichkeit. Das nennt man dann wohl, den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.
Aber, wenn alles stabil bleibt und in nächster Zeit keine neuen Magenblutungen auftreten, ist die Prognose nicht so ganz schlecht. Dann könnte der Mitraclip doch noch eingesetzt werden und es gibt eine Möglichkeit, das Vorhofflimmern mit einer Katheter-Ablation zu behandeln, was ebenfalls minimalinvasiv ginge, andere OPs sind in seinem Zustand eh nicht möglich. Jedenfalls könnte man damit das Eliquis absetzen und hätte nicht mehr das Risiko, dass er quasi in nullkommanix verblutet.

Drückt die Daumen, dass er den letzten Lebensabschnitt in Ruhe und ohne Schmerzen zu Hause verbringen kann.

Kompressionsstrümpfe

Ich trage einen. Ja, nur einen. Dank plötzlich aufgetretener Veneninsuffizienz am linken Unterschenkel.
Und ich habe absolut keine Ahnung, wie ich da drankomme.
Inzwischen trage ich den Strumpf ca. ein Jahr. Manchmal ist es ein paar Tage etwas besser, manchmal schlechter (= dicker). Ich kann damit leben, auch damit, den relativ dick, weil fest, gestrickten Strumpf im Sommer zu tragen.

Die Strümpfe müssen wegen verringerter Festigkeit alle halbe Jahre neu erstellt werden. Wird sogar von der Krankenkasse bezahlt, Solidargemeinschaft sei Dank. 🙂

Letztes Mal hat es sage und schreibe 8 Wochen gedauert, bis das Sanitätshaus den Strumpf endlich ausgeliefert hat.
Deshalb habe ich diesmal das Rezept etwas früher geordert und wollte eigentlich in unserer Apotheke bestellen. Die können diese Art von Kompression aber nicht.
Jetzt muss ich doch wieder ins Sanitätshaus. Wenn es dieses Mal auch wieder so lange dauert, gehe ich zu einem anderen Anbieter.
Ausserdem habe ich mir das Rezept kopiert. Dort stehen 2 Strümpfe drauf, so dass ich täglich wechseln kann. Ich könnte schwören, das stand auch schon auf dem letzten Rezept, das Sanitätshaus hat aber nur 1 Strumpf anfertigen lassen, was ich ohne Rezept nicht reklamieren konnte.

Das Alter

Mit dem Wegfall der Hormone – sprich Wechseljahre – hat sich auch bei mir das ein oder andere Zipperlein eingestellt.
Angefangen beim Karpaltunnelsyndrom, das sich ordentlich verstärkt hat.
Weiter ging’s mit Rhizarthrose im linken Daumengrundgelenk. Vor einigen Tagen streckte ich mich morgens im Bett und – schwupps – stechender Schmerz, so wie ein elektrischer Schlag, auch im rechten Daumen.

So fing es vor ein paar Jahren beim linken Daumen an. Ich kann mich sehr genau an den Augenblick erinnern, es war beim Erdbeeren pflücken, und gleich so schlimm, dass ich anschliessend nicht mehr Auto fahren konnte.

Jetzt also auch beim rechten Daumen. Und überhaupt seit heute Schmerzen am Handgelenk und an der ganzen Hand. Das Schmerzmittel hilft leider überhaupt nicht. Kühlung hülfe, aber mit den Händen in der Wasserschüssel lässt es sich ganz schlecht arbeiten …

Meine Ernährung habe ich seit geraumer Zeit umgestellt, d.h. kein Fleisch mehr, Zusatzvitamine usw.
Eine Zeitlang habe ich wirklich sehr strikt gelebt, ohne Süssigkeiten, mit täglich einem Green Smoothie und nichts, was hochverarbeitet war. Damit habe ich meine Mutter, die damals noch lebte, so manches Mal in den Wahnsinn getrieben, aber es ging mir gut.
D.h. ich muss jetzt wieder die Zügel anziehen. Süsses Lotterleben mit Fertigfrass ade. 😉
Stattdessen täglich zweimal eine Messerspitze Kümmel, Muskat und Koriander in etwas Joghurt mischen und reinwürgen (alles Gewürze, die ich auf den Tod nicht ausstehen kann).

Dann las ich eben noch über Bewegungstherapie, die man machen könnte, um die Beweglichkeit zu erhalten.
Uhuuund, im letzten Absatz, Bewegungen, die man vermeiden sollte: Lappen auswringen und Gartenarbeit.

Juchhu. Keine Putzarbeit und keine Gartenarbeit mehr für mich. 😉
Jetzt fällt mir auch ein, warum meine Hände heute so schmerzen: ich habe gestern einen Weg am Haus wieder einmal durch schlichtes ausrupfen vom Unkraut befreit.
Da muss also zukünftig die Spritzkeule ran. Oder die Fugenfräse. Oder beides.

Bausparverträge, Darlehensverzicht, Kontoführungsgebühren

Ich bediene derzeit Bausparverträge, einen habe ich wegen der vermögenswirksamen Leistungen abgeschlossen, die mein Arbeitgeber bezuschusst, einen habe ich geerbt (das Drama der Umschreibung erspare ich euch an dieser Stelle, bzw. es ist irgendwo in den Tiefen dieses Blogs bereits ausführlich beklagt worden).

In den Niedrigzinsphasen hat die Bausparkasse mich regelmässig angeschrieben und wollte mich drängeln, das Darlehen in Anspruch zu nehmen. Habe ich gar nicht drauf reagiert.
Dann hat man es durch die Hintertür versucht, indem man – immerhin – mitteilte, man würde keine Lastschriften mehr ausführen. Gehen nämlich die Raten nicht mehr pünktlich ein, ich glaube ab 3 Monaten, steht der Bausparkasse ein Kündigungsrecht zu.
Seitdem läuft ein Dauerauftrag.

Heute habe ich ein Schreiben fertig gemacht, mit dem ich ausdrücklich meinen Darlehensverzicht erkläre.
Zur Sicherheit, einige behaupten, man würde durch weitere Zahlungen einen stillschweigenden Verzicht erklären, andere, also die Bausparkassen, man müsse das ausdrücklich machen. Tut man das nicht, verliert man am Ende der Vollbesparung oder 10 Jahre nach Zuteilungsreife – je nachdem, was eher eintritt – nicht nur den Darlehensanspruch, sondern auch den Bonuszins.
Deshalb lieber sicherheitshalber den Darlehensverzicht schriftlich erklären und per Einwurf Einschreiben zukommen lassen, als Nachweis.

Sobald sie das verdaut haben, habe ich schon den nächsten Brief in der Pipeline: Kontoführungsgebühren zurückfordern. Jedes Jahr haben sie 9,20 € eingesackt, bei 2 Verträgen, die schon seit 2012 bzw. seit 2013 laufen, kommt ein hübsches Sümmchen zusammen. Glaubt man dem Musterschreiben, darf ich über die gesamte Laufzeit zurückfordern und sogar Zinsen verlangen.
Na, mal schauen, wie sich meine Bausparkasse dazu verhält oder versucht, herauszudrechseln.

Gelesen habe ich schon, dass sie nicht freiwillig bzw. automatisch erstatten, sondern nur auf Anforderung und auch nur bis ins Jahr 2019 zurück.
We will see.

Das Sofa ist weg

Beim Einzug in das Haus hat meine Mutter sich eine grosse Sofalandschaft über Eck gegönnt, mit Bettkasten, ausziehbarem Bettgestell und zwei einsteckbaren Kopfstützen sowie in der Ecke eine Rückenlehne, die sich zum bequemeren Sitzen nach vorne in eine Schräglage ziehen lässt. Dazu ein Sessel mit ausklappbarer Fussstütze und einsteckbarer Kopfstütze.
Drei Personen konnten auf dem Sofa bequem die Beine langmachen, was wir eine Zeitlang auch gemacht haben. Das Sofa wurde immer mit Decken geschützt, damit ich das auch noch nutzen kann, wenn ich es mal erbe (O-Ton meine Mutter).

Meine Mutter ist verstorben, der Stiefvater hat – im Gedenken an meine Mutter, vermute ich – fortan ihre Sofaecke genutzt. Inzwischen ist er schwer erkrankt, hält sich oft auf dem Sofa auf und schläft dort auch immer ein, wozu wir geradezu eine Kissenburg um ihn herum gebaut haben, damit es halbwegs bequem ist.
Leider war es das nicht, zumal er eigentlich ständig seine Beine hochlegen muss, weil das Herz nicht mehr mitmacht.

Letzte Woche hat es mir dann gereicht, Beine hochlegen ist umständlich, unbequem und überhaupt scheuert der Sitz den knochigen Hintern auf. Trotz ständigen hochlegens musste ich Stiefvater dieses Jahr schon dreimal mit Wassereinlagerungen ins Krankenhaus schaffen.

Ich habe einen elektrisch verstellbaren Sessel mit Fussstütze gekauft, der sogar eine eingebaute Heizung im Lendenwirbelsäulenbereich und verschiedene Massagepunkte hat, die per Fernbedienung angesteuert werden können.

Das Sofa musste also weg, Gottseidank waren die Einzelteile nur eingehängt und es liess sich inklusive Bettkasten und Betteil leicht auseinandernehmen.
Zuvor habe ich noch jede Menge Fotos gemacht, denn ich wollte versuchen, es zu verkaufen, und nicht einfach so auf den Sperrmüll werfen. Das Sofa hatte zwar 15 Jahre auf dem Buckel, war aber weder durchgesessen, noch war es – dank Decken – fleckig, abgesehen davon, dass der Mikrofaserstoff ganz leicht gereinigt werden kann.

So landete das Sofa vor drei Tagen spätabends noch auf Kleinanzeigen. 5 Minuten später kam schon die erste „noch da?“ Anfrage …
Am nächsten Tag zwei ernsthafte Anfragen, ich trug die Masse noch nach, weil danach gefragt wurde, man fragte auch nach dem Alter und fand trotz „sieht toll aus“, dass das Möbel zu alt sei.
Die zweite Interessentin – gewerbliche Anbieterin laut Profil – wollte kaufen, machte aber einen Rückzieher, als ich die Adresse mitteilte: „das ist ja gar nicht in der Stadt“. Ähm, ja, von einer gewerblichen Anbieterin erwarte ich etwas mehr räumliche Flexibilität. Mit mehr als 5 km im Stadtgebiet fahre ich nicht komme ich buchstäblich nicht weit. 😉

Heute kam überraschend noch eine Anfrage, die gleich mit der Tür ins Haus fiel: „100 € Hole sofort ab“
Ich war etwas irritiert ob der schroffen Art, laut Profil waren wohl auch andere nicht ganz zufrieden, aber egal, ich wollte das Sofa loswerden, und antwortete „150 €. Wann wollen Sie es abholen?“
30 Minuten, okay, das liess sich darstellen.
Wir stellten alle Teile in der Garage auf und warteten. Tatsächlich kam ein Miettransporter und 3 junge Männer sowie ein älterer Fahrer stiegen aus.
Sie besahen sich das Sofa, sassen drauf, dann wollte mein Verhandlungspartner nachverhandeln, das Auto hätte 70 € gekostet, Dackelblick von allen drei Jungs dies das.
Erst blieb ich hart, eigentlich hatte ich ja einen Festpreis in der Anzeige genannt und war schon entgegengekommen.
Mehrere Dackelblicke später bin ich auf 130 € runtergegangen, es gab noch Diskussionen, bevor sich die Männerriege einverstanden erklärte.

Und so kam es, dass ich das Sofa am Sperrmüll vorbei für hoffentlich weitere 15 Jahre in die berühmten guten Hände abgegeben habe.

Das Geld werde ich in ein offenes Regal o.ä. auf Rollen investieren, das neben dem Sessel des Stiefvaters seinen Platz finden soll. Dort reihen sich z.Zt. drei Tischchen nebeneinander, auf denen sich Wasserkaraffe, Glas, Kaffeebecher, Obst, Teller, Tablet, Kopfhörer, Lesestoff, Medikamente, Blutdruckmessgerät, Notizblock, diverse Schreibgeräte, Taschenlampe, Taschentücher, Socken, Servietten, Augentropfen, CD-Player, CDs, Fernbedienung Hörgerät, … verteilen
Das Regal muss also lang sein, mindestens zwei Ablageflächen haben und vielleicht sogar ein oder zwei Schubfächer oder so.
Ich mach mich dann mal auf die Suche. 😉