Kategorie: Depot

Geschäftsbericht

„Meine“ Märkte haben seit letzter Woche im allgemeinen etwas nachgegeben.

Bis auf Air Liquide, die Franzosen haben in den letzten 3 Tagen ordentlich zugelegt, so um 10 % herum.
Da ich inzwischen ein paar deren Aktien als registered shares (= auf meinen Namen eingetragene Aktien) halte, bekomme ich jeden Monat Unternehmensnachrichten – und nach einer gewissen Haltedauer auch einen Bonus.
Gestern kam jedenfalls wieder eine E-Mail mit dem Geschäftsbericht 2023. Gelesen habe ich ihn noch nicht, aber er muss so positiv aufgenommen worden sein, dass man seitdem Aktien kauft, was den Kurs nach oben treibt. 🙂

Ausserdem wurde eine Dividende von 3,20 € / Aktie angekündigt, vorbehaltlich der Zustimmung auf der Hauptversammlung im April, was einer Steigerung von über 8 % entspricht.
Das wird sicher auch Anlegerinnen motivieren, vor dem Ex-Dividenden Tag noch ein paar Aktien zu kaufen.

Unternehmensnachrichten

Wer mit Aktien zu tun hat, d.h. in Unternehmen investiert, kommt nicht umhin, sich mit dem Unternehmen im speziellen und der Wirtschaft im allgemeinen zu beschäftigen, und zwar erstens vor dem Kauf, will sie nicht quasi blind investieren, und zweitens sowieso immer, um auf dem laufenden zu bleiben.
Ein Aktienportfolio, sofern man nicht einfach ein World-ETF bespart, ist kein Selbstläufer, und selbst wenn man jahrelang investiert ist, ab und zu muss man sich das Portfolio ansehen und nachjustieren, je nach Alter, Finanzlage, Lebenssituation etc.pp.

Soviel zur Theorie. Und dann kommt die Wirklichkeit. Die einen manchmal ratlos zurücklässt.

Gestern z.B., ich wunderte mich, warum ein REIT, in den ich investiert hatte, innerhalb einer Stunde dermassen in die Miesen rutschte.
Es handelt sich um kein global agierendes Unternehmen, zwar sind grosse Finanzunternehmen dort auch investiert, aber ich tat mich schwer, einen Grund für den Absacker herauszufinden.
In irgendeiner Nische im Internet fand ich dann eine Nachricht, die gestern kolportiert wurde und evt. verantwortlich sein könnte.

Dort stand, einer der Verwaltungsräte hätte sich Anfang des Monats aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen. Offenbar misst man diesem Menschen sehr viel Einfluss auf das Wohl und Wehe des REIT zu, so dass man nach aufploppen der Nachricht gestern sofort aus dem REIT ausstieg, was den kleinen Kurssturz zur Folge hatte.
Das Unternehmen selbst sah das ganze wohl sehr viel gelassener, wollte man sich mit der Neubesetzung doch erstmal gründlich befassen, bevor irgendjemand schnell-schnell auf den Posten gehievt wird.
Und grundsätzlich sehe ich auch nicht, warum die Aktie an Wert verlieren sollte, weil eine Person ausscheidet, da das Unternehmen schliesslich nicht allein von dieser geleitet wird und – so sieht es aus – der Ausstieg nicht überrachend erfolgt ist, also nicht von heute auf morgen einen ungeordneten Trümmerhaufen hinterlässt.

Im Laufe des Tages hat sich die Aktie für mich folgerichtig dann wieder etwas erholt, zwar nicht vollständig, aber immerhin so, dass sie bei mir nicht mehr im Minus stand.
Ich weiss nicht so recht, ob das jetzt Panikverkäufe waren und wenn ja, warum überhaupt.
Versteh‘ eine die Aktionärsmeute. 😉

Asset Allokation

Wie alle habe ich den Jahresanfang genutzt, um mal einen kritischen Blick ins Depot zu werfen.
Obwohl ich das natürlich immer im Blick habe, täglich sozusagen. Man empfiehlt zwar, als Investorin nicht immer zu den Kursen zu schielen, damit man keine unüberlegten Verkäufe tätigt, wenn es mit einer Aktie mal bergab geht, aber die letzten 3 Jahre haben gezeigt, dass ich das aussitzen kann.
Bzw. immer noch aussitzen muss, bei einigen meiner Werte jedenfalls, die sich auch letztes Jahr nicht wesentlich erholt haben.

Einige Positionen wie Adobe und Meta haben eine gute Aufholjagd hingelegt, da habe ich einen Teil sogar mit gutem Gewinn verkaufen können, um in Aktien zu investieren, die Dividende zahlen, da ich mein Portfolio in diese Richtung umstellen wollte.
Es bleiben jedoch immer noch Aktien wie BASF, Tesla, Etsy, Insulet, die ich gerne loswerden will.

Bei Insulet habe ich den Zeitpunkt verpasst, mit Gewinn zu verkaufen, die haben zum Jahresbeginn erstmal wieder kräftig verloren ..

Nicht zuletzt deshalb habe ich mich gestern dazu aufgerafft, alle Kandidatinnen mit einer Limit Order zum Verkauf zu stellen, gültig bis Dezember 2024.
Limit Order immer so kalkuliert, dass wenigstens ein kleiner Gewinn übrig bleibt. Ob eine dieser Order überhaupt ausgeführt werden kann, bleibt abzuwarten. Schliesslich haben sie sich in den vergangenen 2-3 Jahren nicht durch gute Performance ausgezeichnet.
Aber ich bin ja geduldig. 🙄

Ach ja, das Gold ETC habe ich etwas aufgestockt. Sowas gehört zu einem diversifizierten Portfolio dazu, das idealerweise aus einem Mix aus Aktien, Immobilien, Festgeld/Tagesgeld und eben Gold, Silber o.ä. bestehen sollte. Manche propagieren auch Wertgegenstände, teure Autos, Uhren, Kunst, sowas in der Richtung. Das ist mir viel zu spekulativ; und zu teuer. Solche Spielereien gubt mein Portemonnaie nicht her. 😜

Jahresendrallye

Im Vorgriff auf die erwarteten Zinssenkungen durch Fed (USA) und EZB (Europa) hat die Jahresendrallye an der Börse richtig Fahrt aufgenommen.

Bald könnten meine beiden Sorgenkinder im Minidepot bei Scalable – Insulet und Coca Cola – wieder ins Plus drehen.

Da für Insulet keine Dividende gezahlt wird, plane ich einen Verkauf. Auf einen grossartigen Gewinn bin ich inzwischen gar nicht mehr aus, ich möchte aber nach Abzug der Steuern meine Kosten fürs laufende Jahr (9 €) und die Kosten für nächstes Jahr (36 €), sollte ich zum Prime Broker wechseln, heraus haben.

Im Prime Broker zahle ich nämlich – zur Zeit jedenfalls noch – keine Transaktionsgebühren für Ordervolumen ab 250 € und könnte immer mal wieder auch kleinere Positionen kaufen, ohne mir den Schnitt kaputt zu machen.

Zum Prime+ Broker werde ich nicht wechseln, das bringt nur was, wenn man viel Geld auf dem Verrechnungskonto parkt, für das es im Unterschied zum Prime Broker 4 % Zinsen gibt.
Wenn sich das mal für mich lohnen würde, hätte ich eh keine Geldsorgen mehr und müsste nicht auf den € achten. 😉

Natürlich habe ich schon einmal auf die Gesamtperformance geschielt. Was sich bisher um so 15-20 Prozent bewegt hat, liegt laut Analyse von Onvista derzeit bei fast 36 Prozent. 🙂

Der Zinseszinseffekt

Man kann es nicht oft genug wiederholen: konsequentes sparen bzw. investieren in einen (World) ETF über Jahrzehnte hinweg kann ganz en passant ein Vermögen z.B. für die Altersvorsorge aufbauen.

Stellt euch vor, ihr legt bei der Geburt des Kindes 1000 € in einem ETF an und bespart diesen von da ab mit 10 € monatlich. Die ersten Jahrzehnte mögen dabei bei angenommenen 10 % Zins jährlich nur einen überschaubaren Betrag bringen:
– nach 10 Jahren 4506 €
– nach 20 Jahren 13600 €
– nach 30 Jahren 37189 €
– nach 40 Jahren 98370 €

Sieht nicht so doll aus? Es heisst durchhalten! Einfach einen bei vielen Banken kostenlosen Sparvertrag anlegen und dann laufen lassen.
Nach 50 Jahren ergäbe das nämlich schon 257060 €.
Sieht besser aus? Weiter laufen lassen!

Nach 60 Jahren sind es sage und schreibe 668660 €. Eingezahlt hat man dabei läppische 8200 € …

Kapital nach 60 Jahren bei 10 € monatlich

Jahrzehntelang sparen ist euch zu viel Aufwand? Dann versucht es damit:
Bei der Geburt des Kindes 10000 € zusammentragen – man könnte z.B. alle Verwandten und Bekannten anstatt um Strampler etc.pp. um eine kleine Geldspende bitten – diese in einen ETF legen und nie wieder anfassen.
Bei einer durchschnittlichen Verzinsung von 9 % (eigentlich aind es 9,5 %, aber ich rechne hier mal sehr konservativ) ergibt sich nach 50 Jahren ein Kapital von 743575 €.

Weitere 10 Jahre später, und das Kind ist pünktlich zur Rente Millionär:

Kapital nach 60 Jahren bei einer einmaligen Einlage von 10000 €

Der Zeitfaktor ist hier wirklich entscheidend.

PS: Einmal im Jahr sollte man auch bei der „nie wieder anfassen“ Strategie aus steuerlichen Gründen ins Depot schauen.

Wertpapierabrechnungen bei Scalable Capital finden

Falls ihr auch ein Depot bei Scalable Capital habt und euch fragt, wo denn die Wertpapierabrechnungen auf der Website oder in der App zu finden sind:
Diese liegen nämlich nicht im Postfach bzw. in der Mailbox, wo jede sie vermuten würde, sondern sind direkt bei den Transaktionen hinterlegt.

D.h. im Broker den Punkt Transaktionen aufrufen, wenn die Transaktion schon älter ist, „Alle Ansehen“ aufrufen, den Kauf, Verkauf oder Dividendenzahlungen raussuchen und die Transaktion anklicken.
Dort findet man Details zur Transaktion, und unter „Dokumente“ einen Punkt „Wettpapierereignisse“, hinter dem sich die Wertpapierabrechnung z.B. zu einer Ausschüttung im PDF-Format verbirgt.

Konsumidioten?

So wurden gerade Black Friday Shopperinnen im Newsletter einer Tradingfirma bezeichnet.
Weil diese in einen Kaufrausch verfielen, anstatt in sich selbst zu investieren. Womit dann ein Black Friday Angebot für eine Tradingausbildung verknüpft wurde.

Sehr witzig. Den einen Konsum, mit dem übrigens Unternehmen ihr Geld verdienen, ihren Wert steigern und damit – falls an der Börse – ihre Unternehmensanteile für Aktionäre attraktiver machen, verteufeln, den anderen Konsum, eine teure Tradingausbildung, dagegen loben.

Nicht falsch verstehen, finanzielle Bildung ist sehr wichtig, da diese in vielen Fällen im Elternhaus aber nicht stattfindet, sollte meiner Meinung nach ein entsprechendes Schulfach eingerichtet werden, irgendwas mit Wirtschaft im allgemeinen und finanzielle Vorsorge im besonderen.
Da muss angesichts der umgekippten Rentenpyramide möglichst rasch ein Umdenken stattfinden, denn, je früher man anfängt, etwas Geld beseite zu legen, und sei es nur monatlich 10 € in einen ETF Sparplan, desto besser kann der Zinseszinseffekt greifen.

Es gibt Zinsrechner, da kann man sich das plastisch vor Augen führen: wenn bereits mit der Geburt ein ETF angelegt wird und man diesen 60 Jahre lang stur jeden Monat mit 10 € bespart, kommen bei einer durchschnittlichen Rendite von 9 % pro Jahr am Ende ca. 233.000 € zusammen.
Der Eigenkapitaleinsatz beträgt dabei übrigens sagengafte 7200 €.
Bitte auf der Zunge zergehen lassen.

Den Ausbildungen, für die mitunter mehrere Tausend € anfallen, die viele Einzelunternehmerinnen anpreisen, weil sie von sich selbst behaupten, erfolgreich an der Börse zu handeln, stehe ich da eher skeptisch gegenüber.

Performance

Heute habe ich zwei Performanceergebnisse, einmal für die Solaranlage vom August, einmal vom Depot seit Anfang des Jahres.
Beide erfreuen mich. 😉

Solarstrom August 2023

Depot bis August 2023

KI Musterdepot 01.09.2023

Ich habe ja geschrieben, dass ich ein KI getriebenes Musterdepot eingerichtet habe, das ich ganz stur nach den täglich per Newsletter eingehenden Empfehlungen befülle.

Anfangs habe ich nur jeweils für ca. 300 € Positionen eröffnet, das habe ich inzwischen auf 500 € erhöht. Das untere Limit ziehe ich jetzt öfter mal nach, so dass mitunter Verkäufe vor Erreichen des oberen Limits erfolgen, aber trotzdem ein Gewinn erzielt wird.
Die eingerichteten Limits halte ich konsequent ein, es wird verkauft, sobald das obere oder untere Limit erreicht wurde.

Da Onvista Kurse ausgibt, die nicht dem Verkaufskurs entsprechen, ich aber ehrlich gesagt gar nicht wüsste, wie dieser nachträglich ermittelt werden könnte, habe ich mich entschlossen, jede Order mit einer Gebühr zu versehen, um ein bisschen Realität reinzukruegen und mir nicht selbst in die Tasche zu lügen.

Inzwischen habe ich 15 Positionen verkauft, 10 Gewinntrades und 5 Verlusttrades, die aber nicht sehr ins Gewicht fielen, weil ich das untere Limit meist recht eng unter den Eröffnungskurs gezogen und oft eben auch nachgezogen habe.
Inklusive Spesen steht bisher ein realisierter Gewinn von 64,89 € im Musterdepot. Zieht man davon noch Steuern und Solidaritätszuschlag ab, ergeben sich 47,37 € Gewinn seit 29.08.
Dazu ein Buchgewinn von derzeit 48,99 €.

Der Überblick übers Depot:

Depotbestand vom 01.09.2023

Die geschlossenen Positionen:

Verkäufe bis 01.09.2023

Die noch offenen Positionen:

offene Positionen vom 01.09.2023

Die Signale bzw. Stop Loss und Take Profit:

aktive Signale vom 01.09.2023

Aktienkurse

Jetzt habe ich begriffen, mit welchem Wert der Kurs einer Aktie im Depot dargestellt wird:
Es gibt einen Kauf- (Brief oder Ask) und einen Verkaufswert (Geld oder Bid), die Differenz zwischen beiden wird als Spread bezeichnet.
Im Depot wird weder der Kauf- noch der Verkaufswert dargestellt, sondern der Mittelwert der beiden Kurse.

Das hat mich irritiert, weil onvista nur den Kaufkurs darstellt, der so natürlich nicht mit meinen Depotwerten übereinstimmt. Das hättet ihr mir aber auch mal sagen können, ey. 😉

Hier für alle Interessierten noch die professionelle Erklärung von der KI:

In der Börsensprache bezeichnet der Spread die Differenz zwischen dem Kauf- (Offer) und Verkaufskurs (Bid) eines Vermögenswertes. Der Spread ist ein wichtiger Faktor beim Derivatehandel und bestimmt, wie Derivate – etwa Differenzkontrakte (CFDs) – bepreist werden.

Beispiel:

* **Kaufkurs (Bid):** 100,00 Euro
* **Verkaufskurs (Ask):** 100,20 Euro
* **Spread:** 0,20 Euro

In diesem Beispiel beträgt der Spread 20 Cent. Das bedeutet, dass ein Trader, der einen CFD auf den Euro kauft, 100,20 Euro pro Euro bezahlen muss. Wenn der Trader den CFD später wieder verkauft, erhält er nur 100,00 Euro pro Euro. Der Spread ist also die Gebühr, die der Trader an den Broker oder die Bank für den Handel mit dem CFD zahlen muss.

Der Spread kann in Prozent angegeben werden. In diesem Fall würde der Spread in unserem Beispiel 0,20 % betragen.

Der Spread wird von einer Reihe von Faktoren beeinflusst, darunter:

* **Liquidität:** Je höher die Liquidität eines Vermögenswerts ist, desto geringer ist in der Regel der Spread.
* **Volatilität:** Bei volatilen Vermögenswerten ist der Spread in der Regel höher als bei weniger volatilen Vermögenswerten.
* **Handelsvolumen:** Bei einem hohen Handelsvolumen ist der Spread in der Regel niedriger als bei einem niedrigen Handelsvolumen.

Trader können den Spread durch verschiedene Maßnahmen minimieren, z. B. durch den Handel mit liquiden Vermögenswerten oder durch den Handel mit größeren Positionen.

Im Forex-Handel ist der Spread die wichtigste Gebühr, welche der Trader an den Online-Broker oder die Bank für einen Trade zu zahlen hat. Je grösser der Spread, desto mehr verdient die Bank.

Hier sind einige Beispiele für Spreads in verschiedenen Märkten:

* **Aktien:** Der Spread für Aktien ist in der Regel sehr gering und liegt oft im Bereich von wenigen Cent.
* **Forex:** Der Spread für Forex-Paare ist in der Regel etwas höher als für Aktien und liegt oft im Bereich von einigen Pips.
* **CFDs:** Der Spread für CFDs ist in der Regel höher als für Aktien oder Forex und liegt oft im Bereich von einigen Prozent.