Kategorie: Depot

Gut gemacht, Herr Habeck

Das meine ich ernst. Herr Habeck war in Hongkong und hat auch die Zölle auf (subventionierte) E-Autos thematisiert. Offenbar so, dass China jetzt zu Verhandlungen mit der EU bereit ist.

Das macht sich prompt in meinem Depot bemerkbar, wo Stellantis im Minidepot und VW im Hauptdepot zuvor das Zolldrama mit Minuspunkten honoriert hatten. Heute gehen die Kurse bei beiden Positionen wieder nach oben.

Aktionärsgeflüster

Sartorius hat keine Nachrichten herausgegeben, daher hat der gemeine Aktionär angenommen, keine Nachrichten sind negative Nachrichten und verkauft. So erklärte der Mensch gerade im DAX-Check den 14 pozentigen Kursrückgang.
Verrückt. Oder auch #allebekloppt.

Die KI-Blase am Aktienmarkt

Dank KI hat sich mein tatsächlich etwas technik- und USA-lastiges Depot binnen weniger Wochen ordentlich nach oben gestreckt, aktuell liegt die Jahresperformance bei knapp 16 %.
Kann KI den Markt weiter antreiben?
Ich glaube, ja. KI gibt es nicht erst seit gestern, daran wird schon seit Jahrzehnten rumentwickelt, so richtig Fahrt aufgenommen hat es aber erst seit wenigen Jahren.
Und solange nicht die Taliban, Boko Haram und wie all die anderen rückwärts gerichteten Typen so heissen mögen, alles zunichte machen, solange es letztendlich doch mehr vernünftige Menschen als Irre gibt, solange wird der Trend auch nicht gebrochen.
Zumindest glaube ich nicht, dass das zu meinen Lebzeiten so sein wird.
Zumal, wenn man (endlich) begreift, dass uns die Technik auch in Sachen Klimaschutz, Alternativen zu Herkömmlichem usw., nützen kann.
Um es mal ganz plakativ auszudrücken: ohne Fortschritt kein Überleben.
Meine Meinung.

Dividenden-Dreisatz

Weil ich es gerade mal wieder in einem Video gesehen habe:
Beim Vermögen am Aktienmarkt anhäufen, kann man nur die Dividende als Grundlage für die Altersvorsorge heranziehen, wenn man den Vermögensteil nicht verzehren will.
Wie aber rechnet man das aus?
Man möchte z.B. 1000 € Dividende monatlich erhalten, wieviel Vermögen brauche ich denn dafür?

Hier kommt die Mathematik ins Spiel, die wir ja alle in der Schule gelernt haben, ohne zu wissen, warum, es gibt ja schliesslich Taschenrechner, Smartphones mit Funktion, Softwareprogramme, Rechner zu allem und jedem online.
Um solche Zahlenwerke überprüfen zu können, muss man allerdings schon wissen, wie der Rechenweg ist, gell?

Also, 1000 € Dividende monatlich bedeutet 12000 € Dividende pro Jahr. Zuzüglich Kapitalertragssteuer und Solidaritätszuschlag von – ich runde grosszügig auf – 27 Prozent, macht das 15240 € (12000 x 1,27).
Und wieviel Vermögen ist dafür nötig? Dazu muss man erstmal wissen, wieviel Prozent Dividende das eigene Portfolio (derzeit, Glaskugel schauen lassen wir lieber) hergibt.

Nehmen wir einmal 2 % Dividende an.
Dann teilen wir die gewünschte Jahresdividende durch diese 2 % und nehmen das ganze mal 100 (für das Gesamtvermögen mit 100 %):
15240 / 2 = 7620 x 100 = 762000 €

Rückwärts überprüfen nicht vergessen: 2 % von 762000 € (762000 x 0,02) ergeben wieder 15240 €.

So, und jetzt wisst ihr, wofür die Mathematik, und vor allem Prozentrechnung, so gut sein kann; und ihr wisst, dass ihr noch viel sparen müsst. 😉

Adobe verkauft

Nach den schlechten Zahlen aus dem ersten Quartal hatte es Adobe wieder einmal nach unten geschafft.
Nach den guten Zahlen aus dem zweiten Quartal und einer angehobenen Prognose hat Adobe gestern nachbörslich einen Kurssprung nach oben geschafft. Plus 15 Prozent sind schon eine Hausnummer, finde ich.

Die Gelegenheit habe ich genutzt, und meine kleine Position heute mit Gewinn aufgelöst.
Und natürlich reinvestiert, z.B. in Fuchs Petrolub, die gerade wieder günstig zu haben sind, ausserdem in Starbucks, ebenfalls noch günstig zu haben, und in NVidia, die auch nach dem Aktiensplit am Wochenanfang nur den Weg nach oben kennt.

Die Performance im Hauptdepot entwickelt sich ganz gut, seit Jahresanfang um ca. + 15 %.
Das Minidepot kackt dagegen richtig ab, – 3 % …

Air Liquide

Nach der Europawahl und der Ankündigung von Neuwahlen in wenigen Wochen in Frankreich gibt es offensichtlich Turbulenzen an der Börse.
Nicht nur im Bankensektor, wie grad überall zu lesen, sondern auch beim französischen Unternehmen Air Liquide, von dem ich seit 2015 Aktien besitze, gab es einen ordentlichen Rutsch nach unten, irgendwas bei minus 10 Prozent gleich zum Handelsstart.
Ja, da habe ich mir auch die Augen gerieben, als ich heute morgen ins Depot schaute.
Besonders schade, weil Air Liquide gerade letzte Woche eine optimistische Nachricht verbreitete und von einigen Analysten auf „übergewichten“ hochgestuft wurde.

Wenn man es platt ausdrücken will: diese ganze rechtsextreme Scheisse war nie, ist nie und wird nie gut für Gesellschaft und Wirtschaft sein. 🙁

Dividende im Mai 2024

Mai war einer der Topmonate im Jahr, da viele jährliche Dividendenzahler in diesem Monat ausschütten:
im Hauptdepot waren es 167,81 €, im Minidepot 38,89 €.
Beides netto, nach Abzug von Steuern und Soli.

Der Juni wird noch besser, was hauptsächlich an VW liegen wird, von denen alleine mehr Dividende gekommen ist, als im Mai insgesamt.

Von hier nach da

Wie lange mag es dauern, bis eine Überweisung auf einem anderen Konto landet?
1 Banktag, richtig?
Bei Scalable, oder auch überhaupt Neobrokern, die nur eine Bank im Hintergrund haben, hier die Baader Bank, kann das aber schon einmal ein paar Tage dauern.
Angeblich nur 1-2 Banktage.
Vor zwei Tagen habe ich Geld überwiesen, das immer noch nicht zur Verfügung steht. Dabei will ich damit handeln, ey. 😉
Eine Instantüberweisung kostet Geld, knapp 1 % der zu überweisenden Summe, aber so eilig habe ich es dann doch nicht.

New York Is Calling

Neben Timeless gibt es ja noch (zahlreiche?) andere Anbieter fraktionaler Sammlerstücke zur Geldanlage.
Bei einem habe ich mich heute, unvorsichtigerweise, muss ich schon fast sagen, registriert. Bevor man jedoch investieren könnte, muss man sich identifzieren. Hier in Deutschland muss ich dafür nur den Personalausweis in die Kamera halten, das geht über eine App.
Das für mich neue Unternehmen will das anscheinend alles über ein Telefoninterview abhandeln. Und das kommt für mich bei finanziellen Angelegenheiten nicht in Frage. Weswegen ich die Befragung an der Stelle, wo ich einen Termin für eben dieses Telefongespräch ausmachen sollte, abgebrochen habe.
Das Profil wurde trotzdem angelegt, ich habe innerhalb weniger Stunden vier verschiedene E-Mails erhalten und vorhin rief doch tatsächlich jemand aus New York an, das müsste dieses Unternehmen sein.
Da ich mich gerade in einem anderen Gespräch befand, konnte ich gar nicht annehmen, evt. hätte sich die Akquise damit schon erledigt.
Jetzt muss ich sehen, ob ich mein Profil nicht gleich wieder löschen lassen kann.
Bisschen doof finde ich nämlich ausserdem, dass internationale Investorinnen willkommen sind, weil man nämlich alles über die Cayman Islands abwickelt. 😉

Aufräumen

Gestern habe ich einen Aufräumanfall gehabt und nach dem aufräumen im Minidepot vor ca. 1 Woche auch im Hauptdepot Tabula rasa gemacht und die Positionen, die ich seit langem loswerden will, und von denen ich inzwischen überzeugt bin, dass sie sich nicht mehr erholen werden, verkauft:

– Etsy vor allem, die ich zu Coronazeiten gekauft hatte und die eine grandiose Talfahrt hingelegt hatten. Was ich so von Verkäuferinnen gehört bzw. gesehen habe, hat sich das Geschäftsmodell mit den liebevoll handgefertigten Produkten anscheinend nicht halten können und wird nun durch jede Menge Sellerinnen ersetzt, die irgendwelche möglichst noch per KI zusammengeschusterte Designs über Print on Demand Dienste verscherbeln. Ich wage zu bezweifeln, dass sich Etsy damit an der Börse noch einmal erholt.

– LVMH ADR war ein Fehlkauf, also nicht die Aktie an sich, sondern dass ich wohl mit Augen zu eine ADR Aktie erworben habe, die eigentlich nur für Aktionärinnen Sinn macht, die ansonsten keine Möglichkeit des Kaufes haben. Die Aktie, Gott sei Dank nur 3 Stück, lief dem realen Kurs immer arg hinterher, ebenso wie die Dividende, soweit ich mich erinnere.
Aber aus Fehlern wird man klug. Immer schön gucken, dass man die richtige WKN bzw. ISIN erwischt, nicht auf den Namen allein verlassen.

– Tesla, gekauft noch vor dem Aktiensplit hätte ich sie zum Tag des Aktiensplits gleich wieder veräussern sollen, dann hätte ich Gewinn gemacht. Stattdessen wollte ich mir eine Position aufbauen, habe aber nach den ersten Rückgängen, die durch das sagen wir mal merkwürdige Verhalten von Elon Musk beim Kauf / Umbau von Twitter zu das war wohl niX verursacht wurden, und keine kann mir glaubhaft machen, da bestünde nicht auch ein Zusammenhang, abgewartet. Und gewartet. Und gewartet. Und langsam den Glauben verloren. Wenn das erstmal so weit ist, sollte man sich trennen. Gott sei Dank auch hier keine grosse Position.

Insgesamt belaufen sich die Verluste zwar schon auf irgendwas bei 1500 €, aber das Geld aus den Verkäufen habe ich gleich wieder investiert.
Die Gesamtbilanz hat sich dadurch sogar verbessert, weil die drei Aktien die Performance nicht mehr nach unten drücken.

Nun hoffe ich, dass sich auch Adobe wieder aus dem Tal der Tränen befreit, damit ich wenigstens eine Position mit Gewinn veräussern kann. 😉
Dann habe ich nur noch Aktien mit Dividende im Portfolio und kann mich auf deren Ausbau konzentrieren.
Ausser einem Unternehmen, von dem ich Anteile mal mit sehr wenig Geld erworben habe, und die zur Zeit wirklich im Pennystock unterwegs sind. Insgesamt 200 € für 220 Anteile investiert (ich habe kürzlich sogar bei einer Kapitalmassnahme aufgestockt), jetzt noch 53 € wert.

Ich habe mir angewöhnt, morgens immer die Videos von DerAktionär.TV anzugucken, die früh einen Blick auf die Märkte am morgen bieten und später einen DAX-Check. D.h. ich versuche zumindest, immer dann zu gucken, wenn Aktien auftauchen, die ich besitze oder an denen ich interessiert bin. News dazu sind immer gut.
Natürlich kommen auch andere Unternehmen vor. Heute habe ich mich dabei ertappt, dass ich wirklich nur dem Chart gefolgt bin und mich bei der Kombi Rheinmetall + Borussia Dortmund gefragt habe, warum Borussia Dortmund dank des angekündigten Sponsorings von Rheinmetall nicht zugelegt hat, sondern nachgegeben.
Bis es mir dann wieder einfiel: Rheinmetall. Rüstungsunternehmen. Das wird nicht jedem schmecken. Es gibt nämlich noch Leute mit ethischen Grundsätzen …

Weswegen ich mich selbst dazu anhalte, niemals in Rheinmetall und Co., in Deutsche Bank und Co. zu investieren, und wenn diese Unternehmen noch so gut performen. Was in meinen Augen selbstverständlich auf dem Unglück anderer Menschen beruht. Und da hört es bei mir auf.