Kategorie: Allgemein

Mittelalterliche Übersetzung

Eigentlich soll im Computer-, mehr noch im KI-Zeitalter alles modern und hipp sein.
Gerade bin ich über eine Übersetzung gestolpert, die lässt mich schmunzeln:
– eine Angestellte ist dort eine Vertragsbedienstete
– Kleidung wird mit Gewand übersetzt

Adventskalender

Beinahe hätte ich den Startschuss für die Teilnahme an all den tollen Adventskalendergewinnspielen verpasst. Gerade noch habe ich die Kurve bekommen.
Einige haben mich freiwillig darauf aufmerksam gemacht aka Newsletter, einige musste ich selbst aufsuchen. Dann gibt es noch Unternehmen, die schicken eine tägliche Erinnerung, was ich besonders nett finde. Schliesslich bin ich alt und vergesslich. 🙂

Hier meine kleine, unvollständige und willkürliche Auswahl:
Stiftung Warentest
T3N
Spiegel
Jysk
Aldi Nord
Kaufland
Sparkasse

Manchmal muss man nur seine Daten angeben (Warentest), manchmal eine Frage beantworten (Aldi), manchmal mehrere (nicht ganz simple) Fragen (Spiegel), manchmal kann man was spielen, um mehr Lose zu erhalten (Spiegel), manchmal kann man zusätzlich Kaufbelege für den Hauptgewinn hochladen (Aldi).

Eine kleine Bitte hätte ich: keine getrennten Formularfelder für Strasse und Hausnummer. Es gibt da nämlich so eine Funktion, die einmal eingegebene Daten automatisch einsetzen kann, das klappt aber nicht bei separat anzugebender Hausnummer.

Einmal habe ich sogar was gewonnen, das kam dann aber so viele Wochen später (eine Kaffeemaschine und noch ein Küchengerät), von einer Marketingfirma, die wohl gewerblich solche Gewinne ausliefern, dass ich den Bezug zum Adventskalender erst gar nicht herstellen konnte.
Die Kaffeemaschine steht immer noch im Keller, ich sollte sie wohl auch mal zum Verkauf anbieten.

Hust

Sich an der eigenen Spucke verschlucken. Kann ich.
geschrieben nach einem minutenlangen Hustenanfall

BTW, Schluckbeschwerden sind auch so eine Alterserscheinung, die uns alle irgendwann mehr oder weniger belästigen wird, also kein Grund, mich zu belächeln. 😏

Groner Landstrasse

Seit einigen Wochen hat man wieder das Thema des vermüllten, eigentlich unbewohnbaren Gebäudekomplexes in der Groner Landstrasse in Göttingen am Wickel. Jede Woche sehe ich Reportagen, in denen die Missstände aufgezeigt und Bewohnerinnen vor die Kamera gezerrt werden, die nicht energisch genug „nein“ dazu sagen.

Ich kann mich noch erinnern, dass ich vor vielen Jahrzehnten jemanden dort besucht hatte. Da war das Haus noch nicht vergammelt, alle Wohnungen waren bewohnt und einigermassen in Schuss.
Die Appartments schienen nicht besonders hübsch, manche Nachbarn machten einen eher „dem will ich nicht im Flur begegnen“ Eindruck, aber man kam zurecht.

Jetzt ist es eine Müllhalde, anders kann man es nicht sagen. Manche Mietparteien suhlen sich offensichtlich gerne in ihrem eigenen Dreck. Ziemlich doof für die anderen, die sich normal verhalten und nur dort wohnen wollen, ohne von Ratten und kriminellen Subjekten angefallen zu werden. Dieser Teil der Mieterschaft tut mir wirklich leid. Weil, die können nicht einfach ausziehen. Wer sich als Mietinteressentin mit einer Wohnadresse wie Groner Landstrasse bewirbt, kann zu 99 % keine andere Wohnung mieten.

Wahrscheinlich kann man diese Zustände nur beenden oder wenigstens lindern, wenn man alles mit Kameras überwacht (sofern diese nicht gleich geklaut und oder zerstört werden) und die Übeltäter jeden Tag dazu zwingt, ihren Dreck entweder selbst wegzumachen oder fürs aufräumen zu bezahlen, sofern sie Arbeit und Geld haben.
Oder man entmietet wirklich alles und reisst den Schandfleck nieder.

Das Verhalten dieser marodierenden Leute verstehe ich wirklich nicht. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, wieso es erstrebenswert sein soll, in solch einer Drecksbude zu hausen. Wohlgemerkt in einem Dreck, den man selbst gesammelt hat.
Vielleicht haben sich dort aber auch nur alle Messies dieser Stadt angesammelt. Wer weiss.

Wenn ich die Schimmelbuden sehe, die marode Elektrik etc., die z.T. lebensbedrohlich sein kann, sollte die Stadt hier jegliche Mietzahlungen an die Eigentümerinnen einstellen. Das darf man. Das muss man in meinen Augen sogar.

Schnell wegschauen

Aus Versehen in die Lifeshow des Bundestages reinsliden und – wie heisst dieser #fuckAFD Typ nochmal? Chruballa? – jedenfalls irgendeinen dieser vermaledeiten Partei sehen; und gaaaaaaaanz schnell wegklicken.
Ich kann mir das widerliche Geplapper solcher Typen einfach nicht anhören, da würgt es mich. Echt jetzt.

Geordert

Mehrfach habe ich die verschiedenfarbigen Wishlists abgeklappert, ob es in der Black Week ein unschlagbares Angebot gibt.
Die Wishlists dienen quasi auch der Marktbeobachtung, z.B. Möbel, die ich im Zuge der Renovierung irgendwann mal neu anschaffen möchte. Da durchforste ich ab und an das Angebot und lege Sachen in die Wishlist, die mir gefallen, die von „natürlicher“ Qualität sind, sprich Holz statt Plastik. Manche Produkte sind nach einiger Zeit nicht mehr verfügbar, dann muss neues her. 😉
Leider habe ich bisher nichts gefunden, was mit einem so guten Rabatt angeboten wurde, dass ich es mir für später auch in den Keller stellen würde, sowas wie Möbel eben, die ich erst nach der Renovierung eines Zimmers verwenden kann.
15 % reichen mir nicht, ey. 😉

Zwei Sachen habe ich mir dennoch gekauft:
Zum ersten so einen Beinschüttler, der die Durchblutung fördert und den Muskeltonus verbessert. Man kennt sicher die Werbung mit, ich glaube, sie heisst Ulrike von der Groeben, die dank dieses Gerätes auch im hohen Alter *hust* noch flott unterwegs ist. Sowas habe ich gekauft, mit EMS und TENS. Aber nicht von der teuren Marke, sondern von einem NoName Anbieter, der sowieso günstiger war, und noch dazu im Angebot.
Zum zweiten die Schneefräse, nachdem gestern morgen wieder eine geschlossene Schneedecke auf Einfahrt und Strasse lag und ich eigentlich hätte schippen müssen, mich aber körperlich nicht dazu in der Lage sah. Ich fürchte, wir werden wieder einen ordentlichen Winter bekommen, und nachdem ich mir die Fotos vom letzten Jahr mit haufenweise Schnee noch einmal angesehen hatte, musste eine Lösung her. Also Schneefräse.

Energiemanagement

Sowas muss man im Haushalt offensichtlich noch lernen …
Hier werden aber bestimmte Rituale eingehalten, und man weicht nur sehr, sehr ungern davon ab, fürchte ich.
Z.B. die Wäsche: ich wasche meistens am Wochenende, tagsüber, oder auch mal wochentags, nachmittags, wenn ich zu Hause bin. Immer dann, wenn ich muss, also nix mehr anzuziehen habe. Weil, dann nutze ich den Strom aus der PV-Anlage und nicht aus dem Netz. Besonders in der dunklen Jahreszeit ist die Chance höher, dass die Anlage Strom produziert, produziert hat und der Batteriespeicher noch was bieten kann.
Den anderen Teil des Haushaltes interessiert das wohl nicht. Der schmeisst nämlich jeden Montag um 5 Uhr morgens die Maschine an. Auch in der dunklen Jahreszeit, wenn die Batterie leer ist und kein Strom erzeugt werden kann, weil stockeduster.

Sobald mein jetziger Vertrag ausläuft, installiere ich ein Smartmeter und buche einen dynamischen Stromtarif. Mit Batterie sollte sich das besser ausgehen, die könnte nachts billig laden und dann stört es auch nicht, wenn jemand aufs Energiemanagement pfeift.

Erledigt

Eine Baustelle scheint geschlossen, heute erhielt ich Post vom Netzbetreiber mit einer Aufstellung der Abschläge, die ich für die Einspeisevergütung aus der PV-Anlage erhalte, und zwar rückwirkend zum Zeitpunkt, an dem der Stromanbieter die Abtretung widerrufen hatte.
Schon 5 Monate nach dem Widerruf …
Ich muss nur noch einmal die Bankverbindung schriftlich mit Unterschrift schicken.

Der Stromanbieter hüllt sich weiter in Schweigen, von dem erwarte ich immer noch die Gutschrift der Zahlung für den Messstellenbetrieb vom letzten Jahr, die der Netzbetreiber überraschend mir in Rechnung gestellt hat.

Kompliment

Seit geraumer Zeit lasse ich mir automatisch neue Annoncen von Häusern und ETWs, die hier in der Gegend zum Kauf angeboten werden, zukommen. Erstens Marktbeobachtung, zweitens schwanke ich quasi täglich zwischen auf dem Dorf bleiben und in der Rente geht es zurück in die Stadt.
Gestern nun sah ich eine Annonce, die mich nahezu begeistert hat. Nicht, weil das Haus so günstig, die Lage so geil, die qm so hoch, die Energieeffizienz so doll waren.
Sondern einfach, weil es eine professionelle Annonce mit schönen Bildern von einem akkurat gepflegten und sauberen Innerem waren, mit Text ohne Marketinggewäsch (ich mag dieses „hier können Sie sich niederlassen“ – Geschwafel nicht, ich will Fakten), sowie einem Video, das mich sehr ansprach.
Beinahe hätte ich den Makler kontaktiert. 😉 Nicht, um Kaufinteresse zu signalisieren, das Geld habe ich (noch) nicht. Aber um ihm ein Kompliment für die gelungene Annonce zu machen.

Mobilfunkanbieter

Der hat sich nach 24 Stunden wieder gemeldet. Ich meine, das ist ja löblich, heutzutage, bei all dem Personalmangel sind solche Antwortzeiten gut.
Statt Personalmangel habe ich hier allerdings mit Kompetenzmangel zu tun. Lesen und verstehen z.B. scheint schwierig zu sein.
Als Antwort bekam ich heute nämlich ein Lastschriftmandat zugeschickt, mit dem man dann meine Bankverbindung ändern könnte.
Ein Lastschriftmandat, ich wiederhole mich, dessen Eingang mir vor mehr als einem Monat bestätigt wurde.
Ich möchte nicht mir die Hand vor den Kopf schlagen, sondern der KI. Ich hoffe doch, inständig geradezu, dass es sich um eine KI handelt, sonst muss ich wirklich langsam am Verstand dieser Person zweifeln.

Meine Antwort ist wirklich nicht mehr nett ausgefallen, fürchte ich.