Schlagwort: Geschwindigkeitsbegrenzung

Nur eine Bagatelle

Heute gibt es von unterwegs gar nicht viel zu meckern. Bis auf den einen Autofahrer, der eine 360 Grad Wendung in einer Strassenmündung vornahm und mir damit so ein bisschen im Weg stand, als er fertig war. Immerhin ist er nicht blind auf die Strasse zurück, so dass ich keine Vollbremsung hinlegen musste. Das ist ja fast schon vorbildlich. Also, naja …

Anscheinend wurde der Fahrradweg/Feldweg, der parallel zur Landstrasse eine sichere Möglichkeit des befahrens für Fahrradfahrerinnen bot, jetzt erst einmal gesperrt, es stehen Umleitungsschilder für Fahrräder an der Strasse.
Anscheinend kennt man auch die Automeute, denn fast die gesamte Strecke von unserem Ortsausgang bis zur Baustellenampel am abgerutschten Hang darf man jetzt nur noch 50 fahren.

Das wird ja ein Spass, wenn man sich weder an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten will, noch an das Überholverbot. Ick freu mir schon.

Baustellengeschwindigkeit

Auf dem Weg ins Büro oder nach Hause liegt wegen eines abgerutschten Mauerstückes mindestens bis Herbst eine einseitig gesperrte Strasse mit Ampel und entsprechender Geschwindigkeitsbegrenzung, von 70 auf 50 und in der Baustelle 30.
Die liegt übrigens auch in einer Kurve, man sieht also weder von der einen noch von der anderen Seite, was sich wirklich in der Baustelle abspielt. Alle paar Tage turnen dort Baustellenmitarbeiterinnen herum.

Das kümmert die lieben Verkehrsteilnehmerinnen jedoch literally überhaupt nicht. Ich habe noch niemanden gesehen, der mit 30 an die Ampel herangefahren ist, geschweige denn, dass sich auch nur eine an die 30 innerhalb der Baustelle gehalten hätte.

Da bin ich ja stur, ich fahre 30 und ignoriere auch stoisch die Dränglerinnen hinter mir, die mir am liebsten in den Kofferraum kriechen täten, oder gleich nach der Baustelle (50er bzw. 70er Zone und Überholverbot) an mir vorbeirasen würden, wenn sie denn könnten.

Mut zum an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten

Jede, die sich mal von der Masse abheben will, um zu testen, wie es ist, offensichtlich anders zu sein oder sich anders zu fühlen, als die „Normalität“, kann das dieser Tage ganz easy testen: einfach mal eine FFP2 oder FFP3 Maske z.B. zum einkaufen aufsetzen.

Gestern war ich einkaufen, wie immer mit Maske, und weil ohne Einkaufswagen, an der Kasse von hinten mal wieder bedrängelt. Ich gehe also demonstrativ zur Seite zu den Selbstscannerterminals. Guckt mich der ohne Anstand äh Abstand Typ blöd von der Seite an.
GsD hatte ich weder Zeit noch Lust, mich mit solchen Honks auseinanderzusetzen, ignorierte ihn also, bezahlte und ging.

Auch zum sich an die StVO, insbesondere an Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten, braucht es scheinbar Selbstbewusstsein.
Auf der Landstrasse besonders: auf einem Teilstück ohne Geschwindigkeitsbegrenzung ist aus einem unbekannten Grund von einem Tag auf den anderen eine 50er Zone geworden.
Ich halte mich stur daran, hilft ja auch, Sprit zu sparen.
Damit bin ich allerdings ziemlich allein.
Wenn ich endlich die Dashcam am Auto montiert habe, kann ich vielleicht mal die Trottel aufnehmen, die mir in dieser Zone am Heck kleben, auf nicht gegebene Gelegenheiten warten, zu überholen usw.

Sprit sparen

Die ersten Tage nach dem Hochsprung des Benzinpreises war es super angenehm, Sprit sparend zur Arbeit bzw. nach Hause zu fahren:
Der Landkreis hatte sich wohl kurzfristig entschlossen, die 70er Zone auszuweiten, und die beiden verbliebenen Teilstrecken zwischen meinem und dem nächsten Dorf, an dem man vorher noch durchbrettern konnte, ebenfalls einzubeziehen.
Dazu musste nur ein neues Schild an unserem Ortsausgang aufgestellt, und ein anderes auf der Gegenstrecke, welches Geschwindigkeitsbegrenzung und Überholverbot aufhob, umgedreht werden.

Super, dachte ich. Endlich nicht mehr von hinten bedrängelt werden, weil man nicht mindestens mit 120 über die Landstrasse brettert.

Das hat ungefähr eine Woche gut funktioniert, das fahren war entspannt, man musste nicht dauernd abbremsen oder auf Teufel komm raus beschleunigen.

Heute war dann leider schon wieder Ende damit. Nicht, weil die Beschilderung wieder geändert wurde. Nein, weil es Honks / Idioten / affige Männer gibt, die vor lauter Testosteron ihren Verstand hinterm Steuer abschalten.
Ich wurde auf dem Nachhauseweg mal wieder von hinten bedrängelt, und bei der ersten, sich bietenden Gelegenheit mit aufheulendem Motor überholt. Wohlgemerkt in der 70er Zone und bei Überholverbot. Wie armselig solche Menschen doch sind.

Da es eine bestimmte Stelle gibt, an der gerne jede Verkehrsregel missachtet wird, wünsche ich mir dort eine permanent installierte Verkehrsüberwachung.
Die Stadt könnte sich mit den dadurch eingenommenen Geldern eine PV-Anlage auf jedem Hausdach leisten, glaube ich.
Wäre mMn eine sinnvolle Reinvestition …

Auf der Strasse

Gestern, auf der Fahrt zur Arbeit, bevor ich auf die Landstrasse, die aus dem Dorf, in dem ich wohne, hinausführt, abbiegen konnte (geiler Satzbau, nicht? :biggrin: ), musste ich erst ein normales Auto vorbeifahren lassen, dem ein Polizeiauto folgte.
Gewissermassen belustigt fuhr ich einem Autofahrer hinterher, der sich aus Angst/Respekt vor dem Polizeiauto peinlich genau an die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Strecke hielt, was sonst wirklich niemals geschieht, ausser mir :ninja: hält sich im Berufsverkehr ja doch niemand daran. Sogar in der Steinmetzkurve, die mit einem Radargerät gesichert ist, hielt man sich vorschriftsmässig an die erlaubten 30 km/h, anstatt wie sonst üblich erst kurz vor der Radarfalle abzubremsen und kurz danach wieder zu beschleunigen. War schon lustig.

Weniger lustig war mein Weg zur Arbeit heute morgen, ich kam an einem Unfall vorbei, der Notartzwagen machte sich gerade mit Blaulicht auf den Weg ins Krankenhaus, das verunfallte Fahrzeug stand mit der zermatschten Schnauze noch mitten auf der Kreuzung. 🙁
An der Stelle passieren leider immer wieder Unfälle, weil sich 1. auch hier niemand an die 70 km/h hält und 2. viele trotzdem meinen, sie könnten noch schnell abbiegen/über die Kreuzung huschen. Entweder krachen dann zwei Autos zusammen, oder ein Auto fliegt aus der Kurve und landet im Acker. Hatte ich letzte Woche erst gesehen.

Jedenfalls fuhren die wohl durch den Unfall etwas alarmierten Verkehrsteilnehmer auf der nachfolgenden Strecke ebenfalls zivilisierter als gewöhnlich.