Es schneit, immer und immer wieder, ausserdem ist es so kalt, dass sogar schon vom kältesten Januar seit Jahrzehnten gesprochen wird. Im Haus am Rande des kleinen Dorfes werden daher fleissig die Vögel gefüttert, die das – im Gegensatz zu meinem Dachgeschosbalkon am Rande der Stadt, wo die Meisenringe unbeachtet vor sich hingammeln – auch in Scharen wahrnehmen.
Heute nun haben wir wahrscheinlich ein erstes Kälteopfer zu beklagen, ein Vogel lag leblos am Boden. Zu Wiederbelebungszwecken hat der Herr des Hauses das arme und reglose Tier, dessen Augen übrigens weit geöffnet sind, ins Haus gebracht und dort auf die Flurheizung gelegt. Verbrennen wird sich das Vögelchen hoffentlich nicht, der Heizkörper ist kaum handwarm. Aber ob es tatsächlich was nützt?
Wahrscheinlich erstes Opfer des harten Winters zu beklagen
Martina am 30. Januar 2010
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Terrestrisches Abo
Martina am 26. Juni 2009
Der erste Rapshonig des Jahres ist eingetroffen.
Normal esse ich ja gar keinen Honig, aber erstens hält er sich ewig, zweitens kann man ihn gut als Zuckerersatz verwenden.
Die erste (gekaufte) Tasche des Jahres ist ebenfalls eingetroffen. Zuerst wunderte ich mich noch, weil aus dem Päckchen ein grosses Paket geworden ist, bis ich dann sah, dass darin nicht eine, sondern gleich vier Taschen lagen.
Ein Exemplar hat schon eine Abnehmerin gefunden, eins werde ich demnächst verlosen. Solche Überraschungen könnte es öfter geben.
Diesen Monat habe ich sage und schreibe zweimal im Lotto gewonnen und damit sogar einen Überschuss rausbekommen. Leider wurde dieser sofort vom Abobetrag für die nächsten vier Wochen gefressen.
Wer jemals ein Dauerspiel im Internet eingerichtet hatte, darf dieses auch nach dem neuen Staatsvertrag online verwalten, obwohl dies nach und nach verkompliziert wurde. Jetzt muss das alles erst von der Zentrale umgesetzt werden und dauert so seine Bearbeitungszeit.
Vorher muss der onlineverwaltungswillige Nutzer sein Online-Dauerspiel auch erst in ein terrestrisches Abo umgewandelt haben. Keine Ahnung, was die damit meinen, wir interpretieren das so, dass man das ausgedruckte Dauerspiel erst einmal auf den Boden legen muss, bevor man es der Lottozentrale zur Freigabe faxen oder per Post zuschicken darf.
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Insolvent ist nicht gleich pleite
Martina am 12. Juni 2009
Die Kaufhauskette hat also Insolvenz angemeldet. Und schon kommen die Leute mit guten Ratschlägen daher, Reklamationen, Reparaturen und Umtäusche möglichst noch heute zu tätigen, als wenn alle Kaufhäuser mit Anmeldung der Insolvenz sofort ihre Türen schliessen würden.
Tun sie aber nicht. Der berufene Insolvenzverwalter wird sein möglichstes tun, die Managementfehler der Vergangenheit Vergangenheit sein lassen zu können und zu retten, was zu retten ist.
Meine Meinung: der Kunde kann die Angestellten unterstützen, indem er dort Kunde bleibt.
Es gibt übrigens auch einen Karstadt-Onlineshop.
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Von Scherzkeksen und Trotteln
Martina am 13. März 2009
Sensationsgier kam mir als erstes Wort in den Sinn, aber nicht bei den Twitterern oder Plurkern dieser Hemisphäre, sondern bei den Nachrichtenverbreitern.
Da verblödete sich manches Presseorgan nicht, sich einen imaginären Wettlauf mit anderen Publikationen und vor allem mit dem sog. Pöbel zu liefern, was Information, Bilder, Videos oder Stimmungsmache anging.
Da sich die Twitterer dieser Welt nach Meinung einiger Journalisten zu sehr zurückhielten, bekamen sie anderntags implizit einen auf den Deckel, weil sie sich nicht direkt auf die Strasse gestürzt und den Amokläufer per Handy verfiolgt haben, sondern lieber Leib und Leben rettend eingeschlossen.
Ja, ich will Informationen. Aber ich persönlich brauche bei solchen Geschehnissen keine Gerüchte, keine falschen Zahlen und weder die Adresse der Familie noch Lifebilder von der Erschiessung.
Allerdings brauche ich auch keine Bekloppten, die sich einen Spass aus der Ankündigung des nächsten Amoklaufes machen. Wenn es ein 12jähriger gewesen wäre, aber ein erwachsener Mann? Wo haben die Leute heutzutage eigentlich ihre soziale Bildung her?
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Daheim und überall
Martina am 6. Januar 2009
Meine Mutter kommt morgen zur Reha, sie nimmt ihren Mann mit.
Deshalb bin ich seit heute abend wieder zu Hause und habe, bis ich wieder arbeiten muss, noch zwei Tage Zeit, das neue Jahr zu organisieren, und einzukaufen, und ein Website-Projekt fertig zu stellen, und ins Museum zu gehen, und Bücher zu kaufen, und ein Paket abzuholen, und zu bügeln, und zwei weitere (eigene) Website-Projekte voranzutreiben, und zu lernen, und mit Truespace zu spielen, und die Jahresumstellung im Wyberlog zu vollziehen, und die Weihnachtsdeko abzuräumen.
Ach Gott, das letzte habe ich ja heute abend schon getan. Was fange ich nun mit der vielen freien Zeit an?
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Ich weiss zwar nicht, was meine Eltern alles vorhaben,...
Die Idee,...